Punk aus dem Pott: Paranoya

para2„Ich hatte am Anfang gar keinen Plan, fand das aber gut.“ Ohne Plan, aber voll aufs Gaspedal treten – wenn das mal keine Punk-Attitüde ist. Dafür dass Paranoya seit 1994 eigentlich gar keinen Plan haben, sind sie bis heute recht erfolgreich in der Punk-Landschaft des Ruhrgebiets unterwegs. Mit – wie sich das für den Punk gehört – kritischen Texten über die Zustände in der Gesellschaft.

 

Ländliche Idylle prägt auch heute noch die Umgebung, in der Paranoya ihre Wurzeln haben: Hamm-Wiescherhöfen. Bauernhöfe haben diesen Ortsteil geprägt, mittlerweile ist ein Großteil der ehemaligen bewirtschafteten Felder bebaut doch immer wieder passiert es dass man unversehens auf weidende Kühe trifft. Ein Ort, der von der Eisenbahn geprägt ist – man kann ihn praktisch weder betreten noch verlassen ohne dass man über diese hinwegfährt. „Glückaufschranken“ pflastern den Weg hinein und hinaus – wenn man Glück hat, sind die Schranken auf. Wenn man nicht so viel Glück hat sind sie zu und man hat nur ein Fahrrad mit dem man die Strecke über Schleichwege in die Stadt überwinden kann. Und ein Auto braucht man auch, der letzte Edeka schloss schon Anno Tobac, das „Dorflädchen“, das ersatzweise da war, hielt sich auch nicht lange. 1994 gab es zwar immerhin noch den Edeka, aber dafür fuhr der Bus auch nur jeder Stunde in die City und abends hatte man als Teenager gar keine Chance rauszukommen – außer man fuhr ein Auto oder tummelte sich in der offenen Jugendarbeit der evangelischen Kirchengemeinde.

 

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