Premiere: Ballett „Feine Jade“ (16.3., 19.30 Uhr, Opernhaus Dortmund)

Opernhaus Dortmund Copyright Theater Dortmund

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Die Jubiläumsspielzeit von Ballettdirektor Xin Peng Wang steht nach „Der Traum der roten Kammer“ erneut im Zeichen Chinas: Am Samstag, den 16.3., 19.30 Uhr, hat der neue Ballettabend Feine Jade im Opernhaus Premiere.

„Feine Jade“ besteht aus zwei Teilen: Der erste, Immortal beloved des taiwanesisch-amerikanischen Choreografen Edwaard Liang, befasst sich mit der Unvergänglichkeit, der zweite, No Constancy, von Xin Peng Wang choreografiert, mit der Unbeständigkeit des Lebens. Beide Themen spiegeln sich wider in der Symbolik, die dem Schmuckstein Jade innewohnt. Er gilt in China nicht nur als Luxusgut, das widerstandsfähige Mineral symbolisiert Kraft und Beständigkeit.

Im Gegensatz zum Handlungsballett Der Traum der roten Kammer, mit dem der Ballettdirektor sein Publikum in die Geschichte seiner Heimat entführte, nimmt Xin Peng Wang mit Feine Jade die heutige Lebenswelt Chinas in den Fokus. Zentrales Thema ist die rasante wirtschaftliche Entwicklung, der sich der moderne Mensch unterordnet und die den Takt für das eigene Leben gibt. Es geht um die Geschwindigkeit und Flüchtigkeit moderner Existenzen und die daraus resultierende Sehnsucht nach Beständigkeit und Besinnung.

Im Mittelpunkt des ersten Teils dieses Doppelabends, im Stück Immortal beloved, das Edwaard Liang zu Musik des amerikanischen Komponisten Philip Glass choreografierte, steht die Frage, wie vielen Menschen man im Laufe seines Daseins begegnet, wie viele davon wieder verschwinden und ob es darunter die Liebe eines Lebens wirklich geben kann. Liangs Stück bewegt sich an der Schnittstelle von Poesie und Geschwindigkeit, von Tradition und Aufbruch und vereint seine Bewegungssprache mit neoklassischem Tanz. Den Hauptpart in Immortal beloved tanzt Ensemblemitglied Howard Lopez Quintero.

Der in Taiwan geborene Edwaard Liang, vom renommierten Dance Magazin zu den „Top 25 to Watch“ der zeitgenössischen Choreographen gezählt und soeben zum Direktor des Columbia City Ballet bestellt wurde, profilierte sich rasch als Tänzer und Choreograf von internationalem Renommee: Das American Ballet, das Nederland Dans Theater und das New York City Ballet sind nur einige seiner beruflichen Stationen.

Im zweiten Part des Abends präsentiert Ballettdirektor Xin Peng Wang in seiner neuen Kreation No Constancy ein tänzerisches Bild der Gegenwart. In der Zusammenarbeit mit dem bildenden Künstler HC Gilje aus Norwegen geht es um Bewegung und Stillstand, Bleiben und Gehen, Blicke nach vorne und zurück. Nicht nur die Welt verändert sich immer schneller, auch die Menschen werden von den Entwicklungen erfasst: Der Umgang des Menschen mit sich selbst hat sich verändert.

Xin Peng Wang selbst gestaltet bei „No Constancy“ zusammen mit dem norwegischen Licht-Künstler HC Gilje die Bühne des Opernhauses zu einem phantastischen Raum, in dem die Welt – mittels raffinierter Spiegelungen – im wahrsten Sinn des Wortes auf dem Kopf steht, und die Tänzer nicht mehr am Boden, sondern im Himmel tanzen.

 

Karten (zur Premiere: 20,- bis 59,- Euro, für die Folgevorstellungen 10,- bis 49,- Euro) gibt es unter 0231-5027222 oder unter www.theaterdo.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Weitere Aufführungen: 22.03., 05., 11., 20., 26.04., 19.05.2013

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