Neues zum neuen Moers-Programm

Pressegettoirre in Moers

Pressegettoirre in Moers

Das heurige Moers Festival wartet mit mit einem Tag zu Ehren von John
Zorn und einem Bekenntnis zur Familienfreundlichkeit auf. Ansonsten
gibt es wie üblich kryptisch-finnische Mucke und auch die Zukunft ist
wieder mal gesichert. Das wurde so früh wie nie gerade auf der
Programmvorstellung bekannt gegeben.

Neben der Lindenstrasse ist das Moers Festival die Konstante im Leben
vieler altgewordener Hipster. Konstant wie die Lindenstrasse am
Sonntag Abend ist Pfingsten Moers. Gerade gab der künstlerische Leiter
des Moers Festivals Reiner Michalke bekannt, wie es um das heurige
Programm steht.

Er tat es in irgendeiner Bude in Moers, nu hat das Festival also ein
Büro, ich tat mir die Vorstellung im Audiostream an.

Da steigt also erst mal Gott hernnieder, er inkarniert in John Zorn.
John Zorn scheint sechzig zu werden, wie ich hörte, ihm ist der erste
Tag, der Freitag von Moers gewidmet. Besser Du reist pünktlich an,
John Zorn mag kein Gehen und Kommen im grössten Festivalzelt Europas,
vielleicht hat er sogar den Spirit über Sein und Bewusstsein zu
bestimmen, der Gnadenreiche, dem an Freitag zu Moers vier Projekte,
vier Konzerte und alle Soli der Welt gewidmet sind.

Man erwarte schon, dass die benachbarten Autobahnen schlössen, lässt
der Kölner Reiner Michalke, der künstlerische Leiter des Moers
Festivals ganz indirekt durchblicken. Zumal, der erste Tag, er hiesse
Zorntag, John würde 60, dass müsse gefeiert werden.

Nomen est Omen? Vielleicht. Sieben Konzerte am Moersfreitag mit und
für John Zorn, das wird das Maximum dessen sein, was ich als
50jähriger mit der Sippe verkraften werde.

Und weil der Niederrhein ja Urlaubsregion sein will:

Irgendwie vermochte der Michalke das Arditti-Quartett anzuschleppen,
immerhin das steilste Streichquartett der Welt, wenn werimmer auf
diese Schule ansteigt, absolute Spitzenkräfte.

Michalke understatemential posend:

‚Die spielen nur zwanzig Minuten, reisen aber mit Flieger hin und
zurück, verheerende Ökobilanz. Egal.‘

Und genau so will ich das haben.

Im Hippeland ist Understatement Denkmalspflege. Alle denken an die
Kinder. Während Grossväterchen John Zorn aufspielen lässt.

Was das Moers Festival angeht, da scheint Kinderpflege nu auch Konzept
im Programm zu sein. Nein, ich meine nicht Gunter Hampels
Kiddieworkshop.

Ich meine den Ausstiegstag, den Montag.

Unter der Bigband vom NDR, die ihre Ohrenstreiche aufführt, macht es
Moers natürlich nicht.

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