Keine Angst vor dem Jobcenter – Wie die Mitläufer helfen

xn: Was ist „wir gehen mit“?

 

jobcenterHans-Peter Weyer: Entstanden ist „wir gehen mit“ durch einen Artikel in der Frankfurter Allgemeine Zeitung. Der politische Geschäftsführer der Piratenpartei, Johannes Ponader, hat dort, Mitte 2012,  einen Artikel mit der Überschrift „Ich trete vom Amt zurück“ veröffentlicht. Ponader meinte hier nicht seinen Rücktritt als Geschäftsführer der Piratenpartei, sondern meinte hier mit dem Amt das Jobcenter. Ponader hatte im Laufe der Jahre als Aufstocker immer wieder erhebliche Probleme mit dem Jobcenter.

In diesem Artikel wird auch ein Jobcenter-Insider zitiert, der behauptete, dass nur etwa 2 Prozent der ALG2-Empfänger einen Beistand zu den Gesprächen mitnehmen. Würde die Zahl auf 5 bis 10 Prozent steigen, so würden die Jobcenter an ihre Kapazitäten stoßen.

Daraus ist die Idee entstanden, die 5 bis 10 Prozent zu erreichen, um dieses System von Hartz IV abzuschaffen. Und wenn dieses Ziel dadurch erreichbar wird, indem wir Menschen zum Amt begleiten, dann werden wir keinen mehr alleine zum Amt gehen lassen.

Innerhalb kürzester Zeit haben sich viele Interessierte gemeldet, die Hilfesuchende zum Amt begleiten wollten. Sie hielten dies alle für eine gute Idee. Und wir begleiten Hilfesuchende ja nicht nur zum Jobcenter, sondern auch zu anderen Ämtern.

 

Xn: Sie arbeiten ja bundesweit. Wie koordinieren sie sich?

 

Hans-Peter Weyer: Wir haben zwei verschiedene Bereiche. Da gibt es auf der einen Seite den Verein, der Ende letzten Jahres gegründet wurde und die eigentliche Organisation übernimmt. Die Vermittlung zwischen Hilfesuchenden …

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