Präsenz der Polizei in der Fläche im Kreis Warendorf erhalten – Sicherheit gewährleisten

Karl Lompa, Thomas Höner, Annette Watermann-Krass
Karl Lompa, Thomas Höner, Annette Watermann-Krass

SPD-Landtagsabgeordnete Watermann-Krass im Gespräch mit Polizeigewerkschaftsvertretern

Die Personalsituation der Polizei in NRW und insbesondere im Kreis Warendorf diskutierte SPD-Landtagsabgeordnete Annette Watermann-Krass mit Karl Lompa und Thomas Höner von der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in dieser Woche bei einem gemeinsamen Gespräch. Der Vorsitzende der GdP im Kreis Warendorf, Lompa, und sein Stellvertreter warben im Rahmen der GdP-Initiative „Polizei 2020“ um die Unterstützung der Abgeordneten für die Forderung nach mehr Personal in den kommenden Jahren.

Annette Watermann-Krass sicherte zu, sich in Düsseldorf dafür einzusetzen, dass der landesweite Zielwert von 1.400 Neueinstellungen pro Jahr erreicht werden kann. Die GdP fordert, jährlich 100 zusätzliche Anwärterinnen und Anwärter zur Polizeiausbildung zuzulassen, um den aktuellen Personalbedarf zu sichern. „Da nicht alle Anwärter auch den Abschluss machen, muss die Zahl der Auszubildenden dringend erhöht werden, wenn das notwendige Ziel von 1.400 Beamten erreicht werden soll“ so Lompa.

„Die Ausbildungszahlen zu erhöhen halte ich für einen sinnvolle Schritt und ich unterstütze diese Forderung der GdP“ so Watermann-Krass. „Wir müssen dafür sorgen, dass in den nächsten Jahren steigende Pensionierungszahlen nicht zu einer Schwächung der Polizei in den Kreisen und Städten führen.“ Berechnungen der Landesregierung und der GdP zeigen, dass 2016 erstmalig mehr Beamte pensioniert werden als Berufsanfänger starten. Im Jahr 2020 würden dann ca. 1.200 Polizeibeamte in NRW fehlen.

Karl Lompa machte deutlich, dass es für die Polizeibeamten bei steigender Aufgabenzahl und sinkender Personalstärke langfristig schwierig werde, für Sicherheit im Kreis Warendorf zu sorgen. So wurde im weiteren Verlauf des Gesprächs auch die Möglichkeit einer Reduzierung der Aufgaben der Polizei, zum Beispiel bei der Gebäudesicherung, erörtert. Watermann-Krass wies außerdem darauf hin, dass untersucht werden müsse, ob Beamtinnen und Beamten, die nicht voll diensteinsatzfähig seien, flexibler eingesetzt werden könnten. „Gesundheitsförderung, andere Aufgabenverteilung und intensive Bemühungen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf bieten die Chance, das existierende Personal noch wirksamer einsetzen zu können“ so die Abgeordnete.

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