Innenminister Jäger: Menschenwürdige Aufnahme für Asylsuchende

 

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IMG_7173.jpg (Photo credit: xtranews.de)

Das Land NRW hat in Wickede-Wimbern die Räumlichkeiten des ehemaligen Marienkrankenhauses angemietet, um dort eine zentrale Unterkunft für Asylbewerberinnen und -bewerber einzurichten. Entsprechende Vertragsverhandlungen der Bezirksregierung Arnsberg mit dem Katholischen Hospitalverbund Hellweg wurden jetzt abgeschlossen. „Die Organisation geeigneter Räumlichkeiten zur Unterbringung der Asylsuchenden hat für uns höchste Priorität“, erklärte NRW-Innenminister Ralf Jäger heute (21.12.) in Düsseldorf. „Wir wollen sicherstellen, dass alle Menschen, die bei uns in NRW Schutz vor Verfolgung suchen, eine menschenwürdige Aufnahme finden. Die Raumkapazitäten in den bestehenden Landeseinrichtungen reichen hierzu nicht mehr aus, deshalb müssen wir aufstocken.“

Die Anmietung der Gebäude in Wickede erfolgt zunächst für fünf Jahre. Bevor die Liegenschaft in Wickede-Wimbern ihren Betrieb als Aufnahmeeinrichtung aufnehmen kann, muss allerdings noch ein baurechtliches Verfahren zur geplanten Nutzungsänderung durchgeführt werden. Dabei wird auch die Gemeinde Wickede beteiligt werden. Innenminister Jäger betonte, dass es für das Land eine große Herausforderung bedeute, eine ausreichende Anzahl angemessener Unterkünfte für Asylsuchende bereit zu stellen. „Die Bezirksregierung Arnsberg hat – unterstützt durch die Bezirksregierung Münster – inzwischen landesweit mehr als hundert Objekte bewertet. Die meisten Liegenschaften sind bereits aufgrund ihrer unzureichenden Größe, viele Objekte zudem wegen ihres schlechten baulichen Zustandes ungeeignet“, erläuterte Jäger. „Wir haben jedoch den klaren gesetzlichen Auftrag, alle Menschen würdig unterzubringen. Die Absicht, in Wickede-Wimbern eine zentrale Unterkunft zu eröffnen ist das Ergebnis einer intensiven Suche nach geeigneten Objekten“, so der Minister.

Zur Aufnahme von Asylsuchenden unterhält das Land Einrichtungen zur Erstaufnahme bei den Zentralen Ausländerbehörden in Bielefeld und Dortmund sowie zentrale Unterbringungseinrichtungen in Hemer, Schöppingen und – befristet bis Ende November 2013 – in Neuss. Diese Einrichtungen verfügen insgesamt über 1.750 Plätze. Die Unterbringungseinrichtung in Wickede soll Platz für weitere 500 Personen bieten. Sie wurde erforderlich, nachdem die Zahl der Asylsuchenden in Deutschland sprunghaft angestiegen war.

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