SV Sandhausen – 1. FC Köln – Beide Teams müssen sich mit einem Remis abfinden

 Am Freitagabend stieg die Zweitligapartie zwischen dem SV Sandhausen und dem 1.FC Köln im Hardtwaldstadion Sandhausen.

Für beide Teams ging es zum Jahresabschluss nochmal darum die Richtung ein wenig zu bestimmen, denn der SV Sandhausen hätte sich mit einem Sieg einen Vorteil für die Mission Klassenerhalt erarbeiten. Der 1.FC Köln dagegen hätte sich mit einem „Dreier“ nochmals für die oberen Plätze ankündigen können.

Um Punkt 18:00 Uhr Pfiff Schiedsrichter Christian Leicher bei leichten Regenfällen die Partie an.

Die Gastgeber begannen bissig, der SV Sandhausen übte bereits in der Anfangsphase Druck aus, so konnte sich Andrew Wooten in den 16er von FC-Keeper Timo Horn erkämpfen. Wooten versuchte es mit einem Torabschluss, doch FC-Kicker Jonas Hector konnte zum Eckball klären und verhinderte schlimmeres.

Das Hardtwaldstadion war gut gefüllt, doch die Zuschauer schwiegen, es gab aufgrund der aktuellen Situation rund um die Fankultur in Bundesligastadien sowie auf Amateurplätzen keine Fangesänge, jedoch klare Meinungen in Richtung DFB sowie DFL.

Logo des SV Sandhausen

Nichts desto trotz sahen die anwesenden Zuschauer eine Anfangsphase von der die Gastgeber profitierten, denn die Gäste aus Köln bedienten den SV Sandhausen mit individuellen Fehlern, welche das Team von Hans -Jürgen Boysen eiskalt ausnutzen konnten.

So kam es in der 13. Spielminute zu einem Distanzschuss von Julian Schauerte, welcher allerdings von Timo Horn zum Eckball pariert werden konnte.

Wenn es mal in der Defensivabteilung vom SV Sandhausen nicht so klappte wie es sollte, dann konnten sich die Anhänger des SV Sandhausen bei ihren Schlussmann Daniel Ischdonat bedanken, welcher die nötige Sicherheit ausstrahlte.

Objektiv betrachtet sahen die Zuschauer ein stockendes Spiel, da Schiedsrichter Leicher in einigen Situationen deutlich überfordert wirkte und mehrmals harmlose Situationen nicht weiterlaufen lies.

Gegen Ende der ersten Hälfte bewegten sich beide Teams auf Augenhöhe, doch die Aktiven hatten sichtlich Probleme mit dem Untergrund, welcher durch anstehende Regenfälle stark belastet war.

In der 31. Spielminute hatten erneut die Gastgeber eine riesige Chance zum 1:0 Führungstreffer, Jan Fießer versuchte es mit einem Distanzschuss aus rund 25 Metern, welcher allerdings erneut von FC-Keeper Timo Horn entschärft werden konnte.

33. Spielminute, Freistoß für den SV Sandhausen, Marcel Kandziora verfehlte das Gehäuse der Gäste nur knapp.

Um Punkt 18:47 Uhr ertönte der Halbzeitpfiff im Hardtwaldstadion. Beide Teams mussten sich mit einem Halbzeitstand von 0:0 abfinden. Die Gäste aus Köln konnten sich mit dem Ergebnis glücklicher schätzen, denn die Gastgeber hinterließen den engagierteren Eindruck. Allerdings waren sie in der Chancenauswertung nicht effektiv genug.

Zu Beginn der zweiten Hälfte gestaltete sich die Partie ein wenig zügiger. In Hälfte zwei, die Gäste aus Köln sichtlich präsenter. Nur wurden nicht die Vorgaben erfüllt, welche das Trainerteam Stanislawski & Trulsen in Richtung Team kommuniziert hatte.

Aber auch die Gastgeber nicht unbedingt mit einem attraktiven Spiel, jedoch spielte die Mannschaft von Hans-Jürgen Boysen auf ein 0:0 und gab sich mit dem Remis sichtlich zufrieden.

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Abpfiff: 19:47 im Hardtwaldstadion, beide Teams trennten sich mit einem 0:0, welches allerdings eher für den SV Sandhausen der gefühlte Sieg war. Die FC-Fans waren nach der Partie hörbar unzufrieden mit der Mannschaftsleitung. Die Aktiven des SV Sandhausen dagegen feierten den Punkterfolg nach der Partie gemeinsam im VIP-Zelt.

Für den FC dagegen wurde es eine lange Heimfahrt mit der Frage: Wo geht es in der Spielzeit 2012/2013 eigentlich hin? Denn die Kölner im Laufe der Spielzeit mit schwankenden Leistungen.

Ähnlich sieht es beim SV Sandhausen aus, auch hier gilt die Frage: Wo geht es hin?

In Richtung Klassenerhalt, oder in Richtung Tabellenende?

Aktuell sieht es so aus, als wenn sich der SV Sandhausen noch fangen kann, klar ist allerdings bereits jetzt zu Weihnachten, dass die Aufgabe Klassenerhalt eine Nervenangelegenheit wird und eine spannende Herausforderung.

Der Klassenkampf in Liga zwei entwickelt sich nämlich aufgrund der spannenden Tabellenkonstellation zum „Nervenkiller“, doch beim SV Sandhausen ist man zurecht optimistisch, dass das „Abenteuer“ 2. Bundesliga auch in der kommenden Spielzeit ausgelebt werden kann.Auch wenn es Kritiker im Umfeld und in der Liga gibt kann man nur sagen: „Hut ab SV Sandhausen“, denn mit den geringen finanziellen Möglichkeiten arbeiten die Mitarbeiter hier nach dem ökonomischen Prinzip, genauer gesagt nach dem Maximalprinzip, man versucht mit den gegebenen Mitteln das Optimum für diesen Verein zu erzielen, das sieht auch FC-Coach Holger Stanislawski so „Was hier geleistet wird Hut ab.“ merkte er nach der offiziellen Pressekonferenz an.

Zuschauer: 6200

Eibner Pressefoto (SV Sandhausen)

Die Stimmen zum Spiel:

Hans-Jürgen Boysen (Trainer SV Sandhausen):

„Ich kann mit dem Einsatz, welchen meine Mannschaft an den Tag gelegt hat zufrieden sein. Wir haben uns als Team präsentiert, es ist wichtig, dass alle im Umfeld an uns glauben, dann bin ich sehr optimistisch, dass wir in dieser Spielzeit den Klassenerhalt erreichen werden. Allen Anhängern des SV Sandhausen sowie allen Mitgliedern des 1.FC Köln wünsche ich ein schönes Weihnachtsfest sowie einen guten Rutsch in das neue Jahr 2013.“

Holger Stanislawski (Trainer 1.FC Köln): „Wir sind mit dem Punkt hier in Sandhausen selbstverständlich nicht zufrieden, doch wir hätten die Partie auch gewinnen können, nur die Gastgeber haben uns das Spiel schwer gemacht, ich denke, dass hier noch einige Teams der Liga Schwierigkeiten erhalten werden. Trulle und ich fanden es sehr schade, dass dieser Hexenkessel hier heute gut gefüllt war, die Fans jedoch aus den bekannten Gründen einen Stimmungsboykott durchgeführt haben. Denn hier wäre heute sicherlich eine tolle Stimmung gewesen bei dem Zuschaueraufkommen.“

 Daniel Ischdonat (Torwart SV Sandhausen): “Ich denke, dass wir uns heute als Team präsentiert haben und mit diesem Remis gut leben können. Wir müssen nun konstant an uns arbeiten, so dass wir unsere Ziele erreichen.“

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