SPD Duisburg: Neustart beim NS-Dokumentationszentrum

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Udo Vohl

Mit einer neuen Initiative für ein „Zentrum der Erinnerung“ wollen SPD und LINKE im Stadtrat den krampfhaften Versuch beenden, das NS-Dokumentationszentrum irgendwie noch in das neu zu bauende Stadtfenster hinein zu quetschen. „Nach dem Verzicht auf eine ganze Etage und Umplanungen vor einigen Jahren durch CDU und andere fehlen jetzt weit über 1.000 Quadratmeter. Wenn wir jetzt der Bibliothek und der VHS noch weiteren Platz wegnehmen, wird die Qualität von deren Arbeit leiden müssen“, so Udo Vohl (SPD) und Barbara Laakmann (LINKE).

Ehrlicherweise hätte man das damals schon zugeben müssen. „Es ist ein Luftschloss wie andere Vorhaben aus dieser Zeit“, so Udo Vohl. SPD und LINKE hätten sich darauf verständigt, vorurteilsfrei und ergebnisoffen andere Orte für ein „Zentrum der Erinnerung“, so der Arbeitstitel in einem Ratsantrag für Montag, zu prüfen. Beispielsweise sollen das Kultur- und Stadthistorische Museum und das Internationale Zentrum untersucht werden. Dies sei aber nicht präjudizierend.

Ebenso seriös wie die Raumplanung soll jetzt auch die Finanzierung auf den Tisch. „Vage Deckungsversprechungen wie das unkonkrete Benennen von neuen Verwaltungsstrukturen reichen einfach nicht aus“, stellt Laakmann fest. „Und irgendwelche in den Raum geschossenen Haushaltszahlen haben wir bei anderen Projekten in den letzten Jahren schon platzen sehen. Wir wollen jetzt eine ehrliche Aufstellung der Kosten auf der einen und eine glaubhafte Finanzierung auf der anderen Seite.“ Übereinstimmend stellen beide fest: „Wir wollen das Zentrum und wir sind uns sicher, dass es auch kommt. Und zwar solide.“

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