Eintracht Frankfurt – SV Werder Bremen 4:1 – Eintracht verwöhnt Fans in Hälfte 2

Am Samstagabend empfing Eintracht Frankfurt den SV Werder Bremen zum letzten Heimspiel des Jahres 2012. Die Eintracht wollte mit aller Macht ihre Heimserie ausbauen und das erfolgreiche Jahr 2012 mit einem Heimsieg krönen.

Das Topspiel, welches um Punkt 18:30 Uhr von Schiedsrichter Deniz Aytekin angepfiffen wurde hatte zunächst viel Hektik zu bieten.

Beide Fan-Lager schwiegen, sie schlossen sich der „12:12 keine Stimmung“ Demonstration an. Die bundesweit von Fans durchgezogen wurde.

Die Teams gingen selbstbewusst in die Partie, sie wollten unbedingt den „Dreier“, so gab es in der Anfangsphase viele energische Zweikämpfe auf beiden Seiten.

Die Eintracht war in der Anfangsphase allerdings dominanter sowie überlegener. Das Team von Armin Veh versuchte die Partie über die Außenbahnen zu gestalten.

Laut wurde es das erste Mal in der 12. Spielminute, denn ab diesem Zeitpunkt beendeten beide Fan-Lager ihren Stimmungsboykott.

22.Spielminute : Auf Höhe der Mittellinie dribbelte sich Werders de Bruyne an drei Mann vorbei, er konnte allerdings nicht zum Abschluss kommen.

Trainer Thomas Schaaf - SV Werder Bremen (3)

Trainer Thomas Schaaf – SV Werder Bremen

Die Gäste von der Weser, welche am 13.05.2009 die letzte Partie in Frankfurt für sich entscheiden konnten lauerten auf Kontermöglichkeiten.

Die Zuschauer in der Commerzbank-Arena, worunter u.a.auch Ex-Nationalkeeper Jens Lehmann, Lothar Matthäus sowie Ex-Schiedsrichter Dr. Markus Merk als TV-Experten zählten, sahen in Halbzeit eins ein langsames und stockendes Spiel.

Kurz vor Ende der ersten Hälfte drehten die Gastgeber nochmals richtig auf, so hatte Inui Takashi nach einer Unsicherheit der Bremer Defensivabteilung gleich 2 Großchancen aus rund 14 Metern Doch er verfehlte das Gehäuse von Werder-Keeper Sebastian Mielliz nur knapp (36. Spielminute).

Aber im direkten Gegenzug übten auch die Gäste von der Weser nochmals Druck aus, beide Teams wollten unbedingt mit einer Führung in die Pause. Glück für die Gastgeber, denn nach dem Eintracht-Keeper Kevin Trapp die Kugel abprallen lies, schlug Nils Petersen zu, er verwandelte, doch sein Treffer wurde aberkannt. Begründung: Schiedsrichter Aytekin entschied auf Torwartbehinderung im 5 Meter Raum (37. Spielminute).

Um Punkt 19:16 Uhr ertönte der Pfiff zur Halbzeit. Die Zuschauer sahen eine hitzige Anfangsphase, welche attraktive Zweikämpfe bot. Doch Mitte der ersten Hälfte, beide Teams konzeptlos. Zum Ende der ersten Hälfte gestaltete sich eine attraktive Bundesligapartie, welche allerdings das Motto „Topspiel“ nicht gerecht werden konnte.

Halbzeit zwei, wie ein anderes Spiel!

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Armin Veh (Trainer Eintracht Frankfurt) Foto: Thomas Rodenbücher

Zu Beginn der zweiten Hälfte begann erneut die Eintracht offensiv, dieses Mal wurde das Engagement auch direkt belohnt. Alexander Meier traf in Spielminute 47. zum 1:0 Führungstreffer für die Eintracht.

Nur fünf Minuten Später, nämlich in der 52. Spielminute Olivier Occéan mit der Chance die Führung auf 2:0 zu erhöhen. Doch Occéan, welcher es mit einem Volleyschuss versuchte scheiterte an Werder-Keeper Mielitz.

Auch die Gäste von der Weser wollten sich nicht unterbuttern lassen, nein im Gegenteil. Das Team von Werder-Coach Thomas Schaaf bewies Moral und erkämpfte sich in der 54. Spielminute eine Torchance, welche Werder-Stürmer Nils Petersen eiskalt nutzte und zum 1:1 Ausgleichstreffer verwandelte. Somit war die Partie wieder ausgeglichen.

61. Spielminute, nun übten die Gäste aus Bremen ordentlich Druck aus. Nils Petersen erneut mit einer Großchance. Petersen versuchte es mit einem Distanzschuss aus rund 18 Metern, doch Eintracht-Keeper Trapp parierte den Schuss von Petersen Weltklasse und verhinderte so einen Rückstand seiner Eintracht.

Im direkten Gegenzug nun die Eintracht mit einer tollen Offensivleistung Pirmin Schwegler probierte es aus rund 35 Metern mit Erfolg, er traf mit einem Sonntagsschuss ins Werder-Herz und erhöhte auf 2:1 (62. Spielminute).

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Eintracht Manager Bruno Hübner (Foto: Thomas Rodenbücher)

Wenn dann aber richtig, so lautete scheinbar das Motto der Eintracht nur eine Minute nach dem 2:1 drehte Stefan Aigner auf, er konnte das 3:1 erzielen.

Werder wirkte nun niedergeschlagen. Die Mannschaft von Thomas Schaaf sichtlich geschockt über den schnellen Rückschlag.

Die Eintracht-Fans dagegen feierten ihre Mannschaft und ihren Verein.

Quasi mit dem Schlusspfiff markierte Eintrachts Inui zum 4:1 Endstand für die Eintracht.

Um Punkt 20:17 Uhr war dann Schluss. Der SV Werder Bremen konnte erneut keine Punkte aus Frankfurt entführen. Und muss nun auf sein letztes Heimspiel gegen den 1.FC Nürnberg hoffen.

Den Frankfurtern jedoch gelang es ein tolles Jahr 2012 vor heimischen Publikum abzuschließen.

Nun geht es am 17. Spieltag zum VfL Wolfsburg.

Nachdem die erste Hälfte nicht unbedingt ein „Top-Niveau“ hatte war Halbzeit zwei ein mit viel Niveau gespickt. So war der Samstagabend für die 51.500 Zuschauer abzüglich der Werder-Anhänger doch ein vorgezogener Festtag.

Die Stimmen zum Spiel:

Thomas Schaaf (Chef-Trainer SV Werder Bremen):

„Glückwunsch zum Sieg an die Eintracht, ich denke, das der ausschlaggebende Punkt das war, dass wir unsere Torchancen nicht verwertet haben. Die Zuschauer haben denke ich ein zügiges Bundesligaspiel gesehen.“

Armin Veh (Chef-Trainer Eintracht Frankfurt):

„Ich kann mich meinem Kollegen Thomas Schaaf nur anschließen. Ich bin Stolz auf meine Mannschaft. Wir haben heute einen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht, denn mit der Anzahl der bisher erreichten Punkte kann man noch absteigen.“

Bilder zur Bundesliga finden Sie unter: http://xtranews.de/imagedesk/index.php/

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