DGB Duisburg fordert: Nicht an Bildung sparen! Betreuungsgeld mit Bildungssparen ist falsch

Der DGB-Niederrhein spricht sich deutlich gegen das von der schwarz-gelben Koalition im Bund beschlossene Betreuungsgeld aus. „Auch wenn nun das sogenannte Bildungssparen oben drauf gesetzt wird, macht das das Betreuungsgeld nicht besser“, kommentiert die DGB-Vorsitzende Angelika Wagner die aktuelle Entscheidung. „Junge Eltern müssen jetzt entscheiden, ob sie einen Betreuungsplatz in Anspruch nehmen oder ihr Kind zu Hause betreuen und dafür Geld für das Bildungssparen erhalten. Gerade einkommensschwache Familien von denen viele in unserer Region leben, werden motiviert ihr Kind zu Hause zu behalten. Eltern die einen Betreuungsplatz in Anspruch nehmen werden durch die Einführung des Betreuungsgeldes gleich dreifach zur Kasse gebeten. Sie müssen den Betreuungsplatz für ihr Kind bezahlen, die Ausbildung ihres Kindes ohne Zuschuss finanzieren und obendrein zahlen sie mit ihren Steuergeldern die Bildungssparverträge oder Rentenzuschüsse für andere.“

 

Der DGB betrachtet das Betreuungsgeld als Ausdruck einer verfehlten Bildungs- und Gleichstellungspolitik, denn es befördere die traditionellen Rollenbilder. Der DGB hält eine verfassungsrechtliche Überprüfung für erforderlich. „Es ist Aufgabe des Staates Betreuungsplätze zu schaffen“, so Angelika Wagner weiter „nicht den Verzicht auf deren Nutzung zu subventionieren. Wir brauchen mehr gute und gut ausgestattete Betreuungsplätze vor Ort.“

 

 

2 thoughts on “DGB Duisburg fordert: Nicht an Bildung sparen! Betreuungsgeld mit Bildungssparen ist falsch

  1. Gassenreh, Jakob Mo, 12 Nov 2012 at 19:45:26 -

    Nicht nur die Familie, sondern vorallem die Schwächsten, die Kinder, werden Probleme bekommen und damit die Zukunft unseres Volkes.
    Denn ein bezüglich der sehr frühen Krippenaufbewahrung nicht ausreichend beachtetes Problem (neben Stresshormonausschüttung und damit reduzierter Neurogenese, sowie Mangel an Langsamen-Wellen-Schlaf und damit verminderter Wachstumshormonproduktion) ist die mögliche Störung bzw. Verzögerung der frühkindlichen Sprachentwicklung mit der Folge von Lese- und Rechtschreibstörungen und letztlich ungünstiger kognitiver Entwicklung.
    Für unsere Zukunft ist es unsinnig, die jungen Mütter für momentan scheinbar dringend benötigte Arbeitskräfte und um parteipolitisch gewollt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu dokumentieren aus der Familie zu entfernen und dadurch die wichtigste Resource, welche unser Volk besitzt, nur ungenügend sprachlich und kognitiv entwickelt zu ernten. (Siehe Ärztereport der Barmer Ersatzkasse vom Januar 2012 mit bereits jetzt schon ca. 40% sprachgestörten Kindern im Alter von 5-6 Jahren (Gründe: Zunahme Tagesmütter; enorme Lärmpegel in Kitas); logopädische Behandlungskosten etwa 1 Milliarde Euro).

    Bereits ab der 20. Gestationswoche hört der Foet im Mutterleib die Mutterstimme und ist nach der Geburt massiv darauf fixiert, sodass eine längere (max. bis zu 3 Jahren) dyadenspezifische Beziehung zwischen diesen beiden Personen notwendig ist, zumal in diesem Zeitraum zumindest zwei kürzere Phasen besonders begierigem Sprechlernen des Kleinkindes individuell verschieden auftreten (siehe Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität; über die Irrtümer der Gender-Ideologie“)