FCR Duisburg vor dem Spiel gegen Wolfsburg: Schwierige Personallage – Neben dem Trainer fehlt auch Jackie Groenen aus

Duisburg – Als ob die Aufgabe gegen die souveränen Gastgeberinnen vom VfL Wolfsburg (drei Siege, ein Remis, 10:0 Tore!) nicht schon schwer genug wäre, muss der FCR 2001 Duisburg am Sonntag auch noch ohne Trainer Marco Ketelaer auskommen, der – wie gemeldet – erkrankt zu Hause bleiben muss. Nun hoffen Fans und Verantwortliche natürlich, dass sich diese traurige Nachricht nicht auf das Nervenkostüm und den Auftritt der Löwinnen in Wolfsburg auswirken wird. Aber wer weiß, vielleicht gelingt ja sogar eine Trotzreaktion. Kapitänin Jennifer Oster hat in den letzten Tagen jedenfalls mehrfach an ihre Löwinnen appelliert: „Jetzt werden wir uns erst recht reinknien und auch für ‚Kette‘ alles geben.“

Definitiv nicht helfen kann dabei Jackie Groenen – und das ist gleich die nächste Hiobsbotschaft, die Co-Trainer Andreas Kontra seit Donnerstagmorgen zu verdauen hat: „Jackie fällt wegen Problemen im linken Knie längere Zeit aus, ob es nur eine Reizung im Gelenk ist oder gar eine Meniskusverletzung, steht noch nicht fest,“ muss Kontra schon wieder neu über die Startaufstellung nachdenken – zumal sich auch erst am Samstag beim Abschlusstraining entscheidet, ob Marina Himmighofen schon wieder einsatzfähig ist.

Angesichts dieser personellen Baustellen bleibt kaum Zeit sich konzentriert auf den Gegner einzustellen – und allzu viel will Kontra natürlich auch nicht verraten, belässt es deshalb bei ein paar generellen Anmerkungen: „Kette und ich haben schon vor der Mannschaft thematisiert, dass Wolfsburg in jedem Spiel von Beginn an Dampf macht, außerdem normalerweise mit drei Sturmspitzen spielt, darauf sind wir vorbereitet.“

Außerdem haben die Trainer hervorgehoben, dass der VfL stets sehr homogen und robust auftritt und wirklich auf jeder Position doppelt besetzt ist, nicht nur quantitativ, auch qualitativ. Spieltechnisch und –taktisch haben Ketelaer und Kontra den Löwinnen eingebleut, dass Wolfsburg „mit Faißt und Wensing über zwei starke Außen verfügt, defensiv und offensiv; da werden die Stürmerinnen sehr konkret und präzise gefüttert.“ Beeindruckend zudem die Kopfballstärke des ChampionsLeague-Teilnehmers und der kompakte Mannschaftsverbund – beides auch entscheidende Gründe dafür, dass der VfL als einziges BL-Team noch kein Gegentor kassieren musste!

Die erste Trainingswoche nach der Freiburg-Pleite gestaltete sich übrigens durchaus positiv, wie Ketelaer am Wochenende noch resümierte: „Wir haben intensiv an den taktischen Defiziten gearbeitet, an der Tafel und auf dem Platz.“ Ein Schwerpunkt war dabei die Defensive: „Sowohl bei der Kommunikation als auch in der Zusammenarbeit zwischen Viererkette und Torfrau Ashlyn Harris haben wir noch Übungsbedarf. In diesen Einheiten hat sich Ash übrigens sehr engagiert eingebracht, auch mit konstruktiven Vorschlägen zu kleinen Veränderungen bei den Abläufen im Abwehrverhalten.“

Ob das eventuell bedeutet, gegen die starke Offensivpower der Gastgeberinnen mit u.a. Popp, Pohlers, Müller und Jakabfi eine etwas defensivere Grundordnung zu wählen als bisher, wird man Sonntag um 14 Uhr sehen.

 

 

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