Offener Brief des Rheinhauser Bezirksvertreters Karsten Vülling: Zusage der Stadt bezüglich der Problemimmobilie In den Peschen nicht gehalten

 

 

 

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
Sehr geehrter Herr Rabe,
Sehr geehrter Herr Bölling,

bezüglich der im Betreff genannten “Problemimmobilie” In den Peschen gab es die glasklare Zusage des zuständigen Beigeordneten gegenüber der Bezirksvertretung Rheinhausen, dass die Abfallaufsicht mindestens einmal täglich das Umfeld der Immobilie in Augenschein nimmt und bei erkennbarem Handlungsbedarf auf städtischem Gelände gelagerter Müll binnen höchstens 48 Stunden durch die WBD entsorgt wird.

Seit Montag dieser Woche ist auf dem Gehweg vor besagter Immobilie ein Müllhaufen “gewachsen”, dessen Dimensionen Fußgänger und Radfahrer zum Ausweichen auf die Straße zwingen und dessen Entsorgung mindestens zweier Fahrzeuge der WBD bedarf. Diese Situation hat heute abermals zu einem Protest der Anlieger, begleitet von einem Fernsehteam, geführt.

Für morgen hat sich erneut der WDR angekündigt. Eine Anti-Werbung für diese Stadt, wie sie “besser” nicht sein kann. Dieses auch aus der Betrachtung heraus, dass unser Oberbürgermeister derzeit alles unternimmt die Stadt Duisburg in ein positives Licht zu rücken.

Um so erstaunter war ich heute nachmittag von Mitarbeitern des Ordnungsamtes erfahren zu müssen, dass die tägliche “Müllpatrouille” der Abfallaufsicht zwischenzeitlich von “höherer Ebene” gecancelt worden sei. Da stelle ich mir die Frage: Was soll das und wer hat das angeordnet?

Was mich persönlicher noch betroffener macht: Kleinkinder spielen auf offener Straße in einem von organischen Abfällen durchsetzten Müllhaufen. Hallo? Diese Bilder sind nicht in Shumen oder Plowdiv entstanden, sondern in Rheinhausen-Bergheim! Inmitten der Öffentlichkeit!

Sehr geehrte Herren, ich bitte Sie nunmehr nachdrücklich das Problem einer geregelten Abfallentsorgung unverzüglich und vor allem NACHHALTIG anzugehen.

Dazu ist es aus meiner Sicht zunächst zwingend erforderlich die täglichen Kontrollen durch die Abfallaufsicht wieder aufzunehmen und sich nicht darauf einzulassen, wenn eine dem Vermieter zuarbeitende Hausverwaltung “50 Müllsäcke” zur Entsorgung anmeldet und die WBD sich anschließend einer weitaus größeren Menge gegenüber sehen und (aus Sicht der WBD berechtigt) zunächst wieder einmal abrücken.

Greifen Sie bitte endlich mit allen Ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln durch, vor allem gegen den Vermieter dieser Wohnungen!

Noch etwas: Da sich die Beschwerde führenden Anwohner samt und sonders (und selbst ich) von der Verwaltung nicht mehr ernst genommen fühlen, bleibt mir keine andere Wahl als diese Mail auch den Presse-Redaktionen zugänglich machen. Dies auch vor dem Hintergrund, als dass äußerst rechts gerichtete Parteien und Gruppierungen Rheinhausen-Bergheim mittlerweile als Betätigungsfeld entdeckt haben. Dem sollten wir alle gemeinsam mit demokratischen Mitteln etwas entgegen zu setzen haben.

Mit bürgerlich-liberalen und somit freundlichen Grüßen

gez. Karsten Vüllings
Mitglied der Bezirksvertretung Rheinhausen

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