Commander Peer und die Mülheimer Grünen

English: Steinbrück in Hilden, 1.5.2008 (Photo credit: Wikipedia)

Peer Steinbrück heißt also der SPD-Kanzlerkandidat für die Bundestagswahl 2013. Auf dem SPD-Landesparteitag sagte er, er stünde als Juniorpartner  in einer großen Koalition nicht zur Verfügung, sondern lediglich als Kanzler einer rotgrünen Regierung.

Klare Worte, denn Steinbrück ist weder der Wunschkandidat von Teilen seiner Partei, noch von den Grünen. Da Frau Kraft im Frühjahr definitiv als potenzielle Kanzlerkandidatin abgesagt hatte, war die Wahl zwischen Steinbrück, Steinmeier und Gabriel nicht unbedingt besonders prickelnd.

 

Die Mülheimer Grünen kommentierten den K-Kandidaten Steinbrück so: „Fraglich, ob dieses testesteronbetonte Angebot an die Wähler der Amtsinhaberin das Feld streitig machen kann“, sagt die Kreisvorstandssprecherin der Grünen, Franziska Krumwiede. (Originalzitat WAZ-Mülheim vom 29.9.12). Na denn. Es kommt den GrünInnen anscheinend nur auf die Hormone an.

Dabei gäbe es viele wirkliche Kritikpunkte an Steinbrück, sowohl aus seiner Zeit als Finanzminister und späterer Ministerpräsident in NRW, als auch nach seiner Abwahl in NRW und dann als Finanzminister der großen Koalition in Berlin.

Zur Erinnerung auch die MBI-Satire zum Volkstrauertag 2005, kurz nach der von Schröder per Misstrauensvotum gegen sich selbst  damals erzwungenen Bundestagsneuwahl:
Pandemie wie nie mit Infektionsherd in Berlin? Verwirrte ex-Landesväter als Folgen einer Schwebetour in China: Schwänzten Steinbrück, Clement und Schröder die Quarantäne?“ unter http://www.mbi-mh.de/bis2009/ChinavirusPolitiker2.pdf

Darin zu Steinbrück u.a.:

Peer Steinbrück (P.S.) ist designierter Bundesfinanzminister der neuen CDU/SPD-Regierung und resignierter NRW-Minister und – präsident. Kaum war er als Berliner Minister angekündigt, schon wollte er alle Autobahnen verkaufen und die Mehrwertsteuer erhöhen, obwohl seine SPD bis dahin strikt dagegen war und die CDU dafür vom Wähler abgestraft wurde. Was also ist mit P.S. los, dass er sich noch vor Beginn der Koalitionsverhandlungen in Kakophonie übte, als wäre noch die gute, alte rot-grünen Schröderzeit? Wer überhaupt ist P.S.?
Ja, das ist doch der, der als Landesfinanzminister zusammen mit dem damaligen Landesvater Wolfgang Clement (W.C.) alles tat, um das große NRW in die Insolvenz zu bringen, der als Aufsichtsrat der WestLB soviel Freude an der Londoner Powerfrau Saunders hatte, dass er bei ihr auf alles schaute nur nicht auf die Milliarden, die sie verzockte! Als dann W.C. kurz nach der Bundestagswahl 2002 urplötzlich durch die von Gerhard Schröder (G.S.) geöffnete Berliner Tür verschwand, musste P.S. als Landesvater `ran, weil W.C. ganz übersehen hatte, dass sein SPDLandeschef- Nachfolger Schartau, der bläßliche Mülheimer, als Ministerpräsident untauglich war, weil ohne Landtagsmandat. P.S., der sich als After- W.C. und WestLB-Aufsicht verleugnen ließ, als es um die verheerenden umwelt- und menschenvernichtenden Öl-Geschäfte der WestLB in Ecuador und mit dem Chelsea-Käufer in Sibirien ging., ist ein Vorzeigebeispiel für mangelnde Transparenz, unseriöse Finanzmachenschaften und Mißachtung der Demokratie. Macht er das etwa mit Absicht? Wohl kaum, denn seit der Wu-Geschichte läuft er mehr neben sich als sonstwas. Warum sonst hätte er dauernd „Bagger“- Daggi („Ohne Bagger Keine Zukunft“) in Mülheim besuchen sollen?

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