DGB Duisburg fordert: Mehr Frauen in Führungspositionen

Duisburg – Der DGB Niederrhein begrüßt die Bundesratsentscheidung für die Einführung einer Geschlechterquote in Aufsichtsräten von DAX-Unternehmen. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass in den Aufsichts- und Verwaltungsräten bis 2018 mindestens 20 % und ab 2021 mindestens 40 % Frauen vertreten sind. Betroffen sind nicht nur börsenorientierte Aktiengesellschaften sondern auch Firmen, die der Mitbestimmung unterliegen. Die DGB-Frauen erwarten nun die Entscheidung im Bundestag mit großer Spannung.

 

„Es ist erwiesen“, sagt Christl Baudisch, Vorsitzende des DGB-Frauenausschusses „dass eine gesetzliche Vorgabe für die Quote nötig ist. Trotz aller sogenannten freiwilligen Selbstverpflichtungen der Unternehmen, ist bisher der Anteil von Frauen kaum gestiegen.“

 

Der DGB unterstützt ausdrücklich, dass die Europäische Kommission den Mitgliedsstaaten verbindliche Vorgaben für einen Mindestfrauenanteil in den Unternehmensspitzen machen möchte. Die konkrete Ausgestaltung muss dabei aufgrund der nationalen Besonderheiten, vor allem in der Unternehmensmitbestimmung, den Mitgliedsstaaten überlassen bleiben. Die Bundesregierung sollte diesen Prozess aktiv und konstruktiv begleiten.

 

„Abgeordnete aller im Bundestag vertretenen Parteien haben sich für eine verbindliche gesetzliche Regelung ausgesprochen“, so Angelika Wagner, DGB-Regionsvorsitzende, weiter. „Wer es ernst meint, muss sich nun auch dafür einsetzen. Jedoch reicht es nicht nur die Aufsichtsgremien zu verpflichten. Wir brauchen generell mehr Frauen in Führung und auf allen Ebenen! Da die Unternehmen es nun einmal nicht selbst regeln, benötigen wir gesetzliche Vorgaben. Doch wir weisen ausdrücklich darauf hin: Eine vernünftige Umsetzung der Quote geht nur mit einer Verbesserung der Rahmenbedingungen, zum Beispiel dem Ausbau guter Kinderbetreuung. Davon würden Unternehmen genauso profitieren wie Familien.“

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