SV Sandhausen – Dynamo Dresden gerechtes Remis

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Logo of SV Sandhausen, German football team (Photo credit: Wikipedia)

Erstmals in dieser Saison so richtige Zweitligastimmung im Hardtwaldstadion des SV Sandhausen und mit 6.400 Zuschauern, davon etwas mehr als 2.000 aus Dresden, auch der mit Abstand beste Zuspruch. Die kampfbetonte Begegnung brachte mit 1:1 (1:0) letztendlich eine gerechte Punkteteilung. Die Gäste waren zwar über weite Strecken die effektivere Mannschaft, doch die besseren Einschussmöglichkeiten lagen bei den Gastgebern. Für den Neuling war es das dritte 1:1 im fünften Punktespiel „und mit Unentschieden tritt man einfach auf der Stelle“, ärgerte sich SV-Trainer Gerd Dais über den vermeidbaren Ausgleich in der 55. Minute und den dadurch entgangenen Dreier. Nach dem Marco Pischorn patzte, eroberte sich 20 Meter vor dem Tor Anthony Losilla den Ball gegen Kristjan Glibo, spielte mit Mikael Poté einen Doppelpass, setzte sich gegen Kim Falkenberg durch und ließ Daniel Ischdonat keine Chance. Der Schiedsrichter wurde zunächst zum Buhmann wegen einem angeblichen Foul an dem SVS-Akteur, was sich nach den Fernsehbildern jedoch nicht bewahrheitete.

Chancenarm war die Auseinandersetzung in den ersten 45 Minuten. Die Fehlvorteile der Dresdener glich derSV Sandhausenmit einem disziplinierten Defensivverhalten aus und mit schnellen Vorstößen stand Dynamo öfters unter Druck. So führte eine dieser Szenen nach einer halben Stunde zur Führung. Julian Schauerte passte auf Kim Falkenberg und dessen Flanke landete bei Frank Löning, der sich am Elfmeterpunkt gegen zwei Gästeakteure durchsetzen konnte und seine Kopfballbogenlampe im Gehäuse von Benjamin Kirsten zur Halbzeitführung unterbrachte.

Fünf Minuten nach dem Wechsel stockte den SV-Besuchern der Atem.Eine Ecke von Timo Achenbach landete bei Simon Tüting und dessen Kopfball strich Zentimeter am Pfosten vorbei ins Aus. „Hätten wir bei dieser Situation etwas Glück gehabt, wären die Gäste nicht mehr zurückgekommen“, ist sich Gerd Dais sicher.So aber kam fünf Minuten später die beschriebene Szene zum Ausgleich, den Ralf Loose auf der Gästebank als verdienten bezeichnete: „Wir haben ein schwieriges Spiel kontrolliert, bewahrten trotz Rückstand die Geduld und kamen zum Erfolg“. Es fehlten ihm vornehmlich die Außenbahnspieler, während Toptorjäger Mikael Poté eine Wunderheilung nach einer Sprunggelenkverletzung erfuhr, in Sandhausen jedoch blass und erstmals ohne Torjubel blieb. Mit den Schiedsrichterleistungen gegen Dynamo zeigte sich der Ex-Dortmunder generell nicht zufrieden: „Wir werden oft benachteiligt, wo der Gegner einen Elfmeter bekommt, wir aber nicht oder bei uns Rot gezückt wird, beim Gegner aber Gelb“. Er spielte auf ein Falkenberg-Foul an, das „nur“ mit dem gelben Karton geahndet wurde.

Den Schlusspunkt setzte der in der 74. Minute eingewechselte Neuzugang Kingsley Onuegbu, als er in der Nachspielzeit nach einer Schauerte-Flanke per Kopf gleich zweimal abgeblockt und am Siegtreffer gehindert wurde. Gegen Dynamo nahm Gerd Dais gleich drei Änderungen gegenüber dem St. Pauli-Spiel vor.Für den verletzten Nico Klotz kam Kim Falkenberg in die Anfangsformation (Schauerte rückte eine Position nach vorne), während Kristjan Glibo („Ich gab ihm als zweikampfstarker Spieler den Vorzug“) für Fabio Morena und Marcel Kandziora für Sören Halfar auflief. Für Paderborn könnte Alexander Riemann für die Außenbahnen wieder eine Alternative werden, nach dem auch Nicky Adler weiterhin auf der Verletztenliste steht. Der Ex-VfBler steht seit einer Woche wieder im Trainingsbetrieb.

SV Sandhausen: Ischdonat; Falkenberg (65. Blacha), Pischorn, Schulz, Achenbach; Glibo; Schauerte, Fießer, Tüting, Kandziora (83. Halfar); Löning (74. Onuegbu).

SG Dynamo Dresden: Kirsten; Cheikh Gueye, Schuppan (77. Subasic), Bregerie, Thoelke; Jungwirth, Losilla; Jänicke (92. Pepic), Koch, Trojan (89. Sliskovic); Poté.

Tore: 1:0 (31.) Löning, 1:1 (55.) Losilla. Schiedsrichter: Benjamin Cortus (Röthenbach), Zuschauer: 6.400, gelbe Karten: Falkenberg (SVS), Losilla (2/Dynamo). (PM/ SM)

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