Platte auf, es ist Sommer!

Mag sein, dass man allmählich betriebsblind wird wenn man Tag für Tag am Schandmal vor dem Bahnhof entlanggeht – vielleicht entgehen einem auch die kleinen Verbesserungsanzeichen, die da täglich nach und nach betrieben werden – und bis Ende des Monats ist auch noch etwas Zeit, vielleicht wird das Gesamtkunstwerk Bahnhofsplatte ja dann doch noch begrünt, man wollte sich ja dieses Gewürge nicht mehr weiter antun.

Andererseits hätte es natürlich auch was, wenn man eine Zwischenlösung gewählt hätte die viel Sand, einige Plastikschwimmbecken und vielleicht irgendwelche künstlichen Palmen – oh, Liegestühle! – beinhaltet hätte. Angesichts der planschenden Kleinen bei den Stadtbrunnen scheint der Bedarf nach Wasser und Kühle derzeit enorm hoch und ein bißchen Strandfeeling am Bahnhof hätte ja mal was gehabt. Gut, wie man dann mit Glasscherben und Hundekot umgegangen wäre ist natürlich die Frage, aber so generell – so ein bißchen Sand und ein bißchen Planschwasser wäre doch mal was Nettes.

Man erwartet ja auch schon längst keine rosigen Laubengänge mehr auf diesem Verhau, aber könnte man nicht endlich, endlich, endlich mal neben diesen kümmerlichen Überresten des Guerilla-Gardenings auch mal so richtig mit den Blumen und dem Grün anfangen? Zur Not täten es auch irgendwelche Blumen in Plastikkübeln – aber diese immerwährende Elend tagtäglich anzusehen muss ja wirklich nicht sein. Aber moment, hatte Frau von der Leyen nicht damals diese glorreiche Idee mit dem Stopschild fürs Internet? Das wäre doch nun echt mal eine grandiose Lösung: Folie oder Stoff nehmen, drumwickeln, bißchen spannen, fertig. Sieht erstmal schön aus, macht keine Arbeit und dann können die in Ruhe dahinter werkeln bis alles fertig ist. Allerdings: Das mit dem Sand und so wäre natürlich irgendwie netter. Vermutlich aber läufts wieder auf sowas wie weitere Parkplätze für den Bahnhof raus. Wetten?

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