Duisburger Christopher Street Day ohne „Die Bandbreite“

Dürfen nicht auftreten – Die Bandbreite – Foto: Thomas Rodenbücher

Am 28. Juli veranstaltet „DU Gay“ den Christopher Street Day Duisburg vor dem Averdunk-Centrum. Die ursprünglich dazu eingeladene Band „Die Bandbreite“ wurde heute vom Veranstalter, wie heute via Facebook gemeldet, wegen Schwulenfeindlichkeit wieder ausgeladen. Der geplante Auftritt der Bandbreite als Headliner des Duisburger Christopher Street Days war in der schwul-lesbischen Community heftig umstritten.

 

Frank Laubenburg, der Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft „Die Linke.queer NRW“, hatten Band mit Verweis auf das Lied „Kein Sex mit Nazis“ Schwulenfeindlichkeit vorgeworfen. Der Geschäftsführer der Aidshilfe Duisburg/Kreis Wesel, Dietmar Heyde, und der Duisburger Infektiologe Dr. Ingulf Becker-Boost halten es für äußerst problematisch, dass Marcel („Wojna“) Wojnarowicz, der Sänger der Band, die US-Regierung für die Verbreitung des HI-Virus verantwortlich macht.

Wojna bezieht sich dabei auf Wolfgang Eggerts Buch „Die geplanten Seuchen“, das vom Arzt und Wissenschaftsjournalisten Philipp Grätzel von Grätz als „offen antisemitisch“ bezeichnet wird. „Eggert zumindest führt plastisch vor, wie der Schritt aussieht, den man gehen muss, um von einem diffus-linken Fortschrittsskeptizismus und Antiimperialismus zum Antisemitismus zu gelangen“, so Philipp Grätzel von Grätz.

„Die Bandbreite“ ist immer wieder durch abstruse Verschwörungstheorien und antisemitische Tendenzen aufgefallen. Mit den Worten „Es ist gut, dass Schaden vom CSD Duisburg abgewendet wurde“ hat Sascha Roncevic, Vorstandsmitglied des Arbeitskreises Duisburger Lesben und Schwulen (AkDuLuS), die „DU Gay“-Entscheidung der Veranstalter begrüßt.

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