Münster: Bombenfund zum Urlaubsstart

Gefährliche Zehn-Zentner-Bombe in Münsters Hauptbahnhof entschärft

Münster (SMS) Der Bereich des Hauptbahnhofs Münster musste am Samstag, 7. Juli, zur Entschärfung einer Zehn-Zentner-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg weiträumig evakuiert werden. Die Bombe war bei Arbeiten im Bahnhof im Tunnelbereich bei Gleis 12 gefunden worden. Rund tausend Anwohner mussten ab 12 Uhr für zirka zwei Stunden ihre Häuser verlassen. Auch mehrere Hotels waren betroffen. Um 15 Uhr konnte Karl-Friedrich Schröder vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg Entwarnung geben: Bombe entschärft! Nachdem sie zum Abtransport auf den Lkw verladen war, konnte ab 15.15 Uhr die Evakuierung aufgehoben werden, die Straßen waren wieder frei, und es setzte der Ansturm der Reisenden auf den Bahnhof ein.

 

Für die Feuerwehr mit Einsatzleiter Christian Bieber, die Polizei und die Hilfsorganisationen war das kein ruhiger Start in die Urlaubszeit. Über 240 Mitarbeiter von Feuerwehr, Polizei und Hilfsorganisationen waren ab Samstagmorgen auf den Beinen, darunter sechs Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr. Auch tausende Urlauber und Münster-Besucher, die mit dem Zug anreisen wollten, hatten sich den Sommersamstag anders vorgestellt

Ab 12 Uhr wurde der Bereich des Hauptbahnhofs innerhalb folgender Straßenzüge sukzessiv für Fahrzeuge und Passanten gesperrt und geräumt: Von-Vincke-Straße, Wolbecker Straße bis Linnebornstiege, Soester Straße, Hansaring auf dem Abschnitt Soester Straße bis Bremer Straße sowie östlich der Hafenstraße. Anwohner und Passanten wurden mit Lautsprecherwagen gebeten, den Bereich zu verlassen. Außerdem ging die Feuerwehr in jedes Haus, um alte und mobilitätsbehinderte Menschen gegebenenfalls mit einem Fahrdienst zu einer Betreuungsstelle zu bringen. Sie hatte dazu zwei Betreuungsstellen eingerichtet – eine im Stadthaus 3 am Albersloher Weg und eine weitere an der Zumsandestraße.

Die Entschärfung der Bombe war sehr schwierig. Sprengmeister Karl-Friedrich Schröder berichtete, es habe sich um eine sehr seltene Bombe mit einem hoch empfindlichen Zünder gehandelt, wie sie äußerst selten auftaucht. Schröder arbeitet seit 19 Jahren als Sprengmeister. Dennoch: „Eine solche Bombe hatte ich noch nie.“

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Erleichterung: Karl-Friedrich Schröder gelang es, die Bombe mit hoch empfindlichem Zünder zu entschärfen.

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