„Köln hat kein Ballett“ – Der Wahlkampf, meine Sicht der Dinge

Ich bin gebeten worden eine Art „Nachlese“ des OB Wahlkampfes zu machen und gebe nachfolgend meine persönliche Meinung wieder, kurz und knapp ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Ich stelle es überspitzt dar, vielleicht kommt es bei dem einen oder anderen dann besser an. 

Man lernt dazu. Ich wusste vor dem Wahlkampf nicht, dass Köln kein  Ballett hat, ich dachte immer die hätten alles. Die Diskussion um die DOR während des Wahlkampfes war von vorne bis hinten auf zweifelhaftem Niveau. Angestossen durch einen fachlich unqualifizierten Beitrag des Dezernenten, einer teilweise verlogenen Diskussion innerhalb der Kulturszene, sollte nun jeder Kandidat gezwungen werden sich zur DOR zu bekennen und diese zu retten, egal um welchen Preis. Und wehe man übt Kritik, dann droht verbale Prügel. Das ist aber nur ein Beispiel, wenn auch ein markantes. Bei anderen Themen war es durchaus ähnlich. Die meisten Duisburger haben den Gong noch nicht gehört und können sich nicht vorstellen, dass in einer schrumpfenden Stadt mit immer weniger Finanzmitteln gravierende Einschnitte notwendig sind. Die Bereitschaft zum Umdenken ist nicht vorhanden, zumindest nicht in den Kreisen, die sich zum „Bürgertum“ zählen. Die Mehrheit der Duisburger, also nicht der Rest, hat die Realität schon längst eingeholt. Da geht es um den täglichen Kampf im Supermarkt, schaffe ich es noch für meine Familie genug zum Essen zu kaufen oder schaffe ich es nicht. Dann die ARGE, Bewerbungen, Absagen etc.

Kandidaten sollen bitte so weitermachen wie bisher, Geld muss fliessen für Kultur und alles andere auch, so wie immer. Singend und tanzend in den Untergang, die Kapelle auf der Titanic muss weiterspielen. Man darf sich nicht wundern, wenn sich eine deutliche Mehrheit den Abstimmungen versagt, denn wer spricht die Mehrheit noch an?

Mir war klar, dass eine sachliche Bearbeitung der Probleme Duisburgs in der Breite kaum auf Interesse stösst, und ich wusste auch, dass man den Wahlkampf so führen muss als wolle man Waschmittel oder Windeln mit neuester Technologie an den Mann oder Frau bringen, davon habe ich aber ganz bewusst Abstand genommen, weil ich aus Erfahrung genau weiss, dass sich die richtigen Erkenntnisse durchsetzen. Man konnte das auch erkennen, wurden doch meine Themen von den anderen Wahlkämpfern übernommen. Jedenfalls hat unsere BI die Akzente gesetzt, z.B. die Doppelstrukturen und die Qualität einiger Dezernenten, fehlende Konzepte bei der Jugendarbeitslosigkeit etc. Man gewinnt so aber keine Wahl, man muss einfach den Leuten möglichst viel versprechen. Diese Strategie ging aber auch nicht auf, wie das Ergebnis von Herrn Rubinstein zeigt.

Die Diskussion und das Verhalten unter den Kandidaten war von einem sehr positiven Grundton bestimmt, der zumindest auf einen Neuanfang hoffen lässt. Im Ergebnis kam nicht das heraus was viele vorher erwünscht hatten, aber es blieben zu viele Protestler einfach im Sessel sitzen. Hinzu kam die aufgespaltene BI und nicht zu vergessen der kurze Zeitraum von Abwahl zur Wahl mit einer Landtagswahl dazwischen.

Nun steht die Stichwahl an und ich habe bereits gewählt. Ich finde die Kommentare sehr merkwürdig. Mit welchem Anspruch wollen sich Personen möglicherweise für die nächste Kommunalwahl aufstellen, wenn sie jetzt die Abgabe ungültiger Stimmzettel empfehlen? Was ist das für eine Einstellung? Man sollte auch Ergebnisse akzeptieren, wenn sie einem persönlich nicht gefallen und dann auch klar sagen wofür man ist.

Abseits der Anonymität der Internet Foren noch einige Bemerkungen zu den Kandidaten:

Es ist ein Trugschluss andauernd zu behaupten, Herr Link wäre ein ferngesteuerter Parteisoldat. Ich habe während der Podiumsdiskussionen einen anderen Eindruck erhalten. Er hat die Chance innerhalb der nächsten sechs Monate sich freizuschwimmen. Einfach wird das nicht, aber ich traue es ihm zu. Gelingt es nicht, wird sich voraussichtlich eine starke Gruppierung für die nächste Kommunalwahl bilden, obwohl ich persönlich skeptisch bin, was die verschiedenen Personen, Ansichten und Konzepte betrifft. Aber das ist nicht entscheidend.

Frau Laakmann hat sehr authentisch ihre Positionen vertreten, ihre Erfahrung des Schulalltags eingebracht und wurde mehr oder weniger nicht wahrgenommen, ähnlich sehe ich auch das Ergebnis der Grünen. Die CDU hat den Neuanfang noch nicht geschafft, ich zolle aber Herrn Lensdorf meinen Respekt für seinen Einsatz, auch wenn ich die Sauerland Ära ganz anders beurteile.

Die Lokalpresse hat insgesamt keine so gute Figur gemacht. Natürlich sind 13 Kandidaten eine Herausforderung und man kann auch nicht alle gleich behandeln, aber etwas mehr Kreativität wäre eine Werbung für mehr Lokalpresse gewesen. Auch da wurde eine Chance vertan.

Was die übrigen unabhängigen Kandidaten betrifft fand und finde ich Herrn Karling am glaubwürdigsten. Man kann ja über die Art streiten und die Diskussionsrunde in Rheinhausen war sicher sehr chaotisch, aber die Arbeit die hier geleistet wird verdient mehr Respekt und Unterstützung. Hier werden Themen und Probleme konkret angegangen, für die sich sonst niemand interessiert.

Mein Ausblick: Es wird sich schneller zeigen als manch einer glaubt, ob die Aussagen während des Wahlkampfes nun auch in die Tat umgesetzt werden. Ich denke ja, denn es gibt im Grunde keine wirklich Alternative. Es wird auch nicht einfach, Bürgerbeteiligung effektiv umzusetzen. Es reicht nicht aus „sachkundige“ Bürger in im Grunde bedeutungslose Bezirksvertretungen zu entsenden. Damit sind die aktiven Bürger nicht zufrieden. Es ist aber auch nicht ganz klar womit sie denn eigentlich zufrieden wären.

Mindestens eine unabhängige Gruppierung wird sich neu für die kommende Kommnalwahl aufstellen, ob es eine schlagkräftige Gruppierung wird bleibt abzuwarten. Es mangelt aber bisher auch ganz deutlich an Inhalten. Ohne Substanz, Inhalt und auch Bekennen von Positionen zu sehr unbequemen Themen wird man keine Glaubwürdigkeit erreichen können. Das sollten die Lehren aus diesem Wahlkampf und vor allem aus der geringen Wahlbeteiligung sein.

Was ich persönlich mitnehme ist die positive Ansprache auf der Strasse auch nach der Wahl. Meine Themen werden weiterhin positiv gesehen, mein klares Bekenntnis zu einigen Dezernenten trifft auf breite Unterstützung und es gibt die ersten Einladungen zu Veranstaltung, auf denen man meine Meinung hören möchte. Und das, obwohl ich bereits bekundet habe, kein Berufspolitiker werden zu wollen. Ich werde die weitere Entwicklung kritisch begleiten, mich aber nur zu den Themen äußern von denen ich auch was verstehe. Besonders positiv war die Aufnahme der „Oldies“ in der Zinkhüttensiedlung. Sie haben es mehr als verdient gehört und ernst genommen zu werden, was bisher nicht der Fall ist.

Man lernt nie aus und ich nehme zahlreiche positive Erkenntnisse und Erlebnisse mit, auch wenn es anstrengend war, denn mich hat niemand freigestellt, mein Büro lief gerade in dieser Zeit unter Volldampf weiter. Bürgerbeteiligung ist anstrengend. Ich beneide den neuen OB nicht, das wird kein angenehmer Job. Soviel steht fest. Im Grunde kann er die Erwartungen gar nicht alle erfüllen, daran ist im Endeffekt auch die Suche nach dem SuperOB gescheitert. Also mal abwarten was denn wirklich bis Jahresende passiert und dann ist Zeit für eine erste Bilanz gekommen.

5 thoughts on “„Köln hat kein Ballett“ – Der Wahlkampf, meine Sicht der Dinge

  1. Herr Rubinstein hat den Leuten nicht möglichst viel versprochen. Herr Rubinstein wurde Dritter, weil Sie gegen ihn antraten und die BI bewiesen hat, dass sie ein reines Zweckbündnis darstellte. Herr Rubinstein hätte eine Chance vor Lensdorf haben können, hätte es Sie als Kandidaten nicht gegeben, sondern als Berater. Herr Rubinstein hatte es auch nicht nötig Ihr Konzept zu adaptieren, da er ein eigenes hatte. Ich halte ihn, selbst wenn er von Hüsken und Konsortien „unterstützt“ wird, für durch und durch glaubhaft und integer. Das Ergebnis war für die meisten (auch für die „freien“ Kandidaten) nicht erwünscht, weil es nicht um den Neuanfang „Ihrer“ Stadt ging, sondern um persönliche Vorteile, die ich wiederum Herrn Rubinstein nicht unterstelle. Ich frage Sie, Herr Wittsiepe, warum kam es denn eigentlich zur „Spaltung“ der BI; haben Sie gar mitgespaltet? Sie wollen der FDP nicht mehr angehören, Stegmann nicht mehr der SPD – wie lange soll das gelten? Vielleicht hat sich die BI ja auch vorsätzlich gespalten, um Link nach vorne zu bringen. Dann würden Sie jedoch, Herr Wittsiepe, eine zentrale Rolle spielen.
    Es ist eine gute Idee die Stichwahl ungültig ausgehen zu lassen, aber nur dann wenn sich die Wähler (und dann auch mehr) entweder für Sie oder Herrn Rubinstein entscheiden, wobei es ratsam wäre Sie träten erst gar nicht an, um so dessen Erfolg nicht zu behindern.

    • Dr. Richard Wittsiepe Mi, 27 Jun 2012 at 12:54:50 - Author

      Pro Nix: Nomen est Omen. Verschwörungstheorie hatte ich bisher nicht auf dem Schirm. Aber klar, kommen jetzt unter den Steinen hervorgekrochen.

  2. Machen wir uns doch nichts vor: Die große Mehrheit der Duisburger interessiert sich nun mal nicht für Kommunalpolitik. Selbst bei der hochgelobten (und notwendigen) Abwahl Sauerlands fanden es nur knapp 42 % der Wahlberechtigten erforderlich, ihre Stimme abzugeben.

    Leider ist genau das die Ursache, warum die in Duisburg seit Jahrzehnten agierenden Politiker meinen, sie könnten mit dieser Stadt machen was sie wollen – ohne das dies irgendwelche Konsequenzen nach sich ziehen würde. Noch viel bedauerlicher ist, dass sie damit am Ende immer wieder Recht behalten.

  3. Keep your Company Asshole-free

    Folgend hab ich meinen Bemerkungen zu den Ausführungen von Richard einfachheitshalber ein „AK“: vorangestellt.

    Kandidaten sollen bitte so weitermachen wie bisher, Geld muss fliessen für Kultur und alles andere auch, so wie immer. Singend und tanzend in den Untergang, die Kapelle auf der Titanic muss weiterspielen. Man darf sich nicht wundern, wenn sich eine deutliche Mehrheit den Abstimmungen versagt („AK“: das ist Bullshit, 130.000 haben Sauerland aus dem Amt gejagt, die Ursache liegt woanders, dazu später mehr) denn wer spricht die Mehrheit noch an?

    Mir war klar, dass eine sachliche Bearbeitung der Probleme Duisburgs in der Breite kaum auf Interesse stösst, und ich wusste auch, dass man den Wahlkampf so führen muss als wolle man Waschmittel oder Windeln mit neuester Technologie an den Mann oder Frau bringen („AK“: den Fehler hat auch Herr Rubinstein gemacht, aber so ist das, wenn man auf „Marketingexperten setzt, statt auf die Bürger zu hören) davon habe ich aber ganz bewusst Abstand genommen, weil ich aus Erfahrung genau weiss, dass sich die richtigen Erkenntnisse durchsetzen („AK“: das ist Bullshit, wo haben sich in Duisburg richtige Erkenntisse durchgesetzt?) Man konnte das auch erkennen, wurden doch meine Themen von den anderen Wahlkämpfern übernommen. Jedenfalls hat unsere BI die Akzente gesetzt, z.B. die Doppelstrukturen und die Qualität einiger Dezernenten („AK“: das ist Bullshit, diese Erkenntnis stammt nicht nur von Euch) fehlende Konzepte bei der Jugendarbeitslosigkeit etc. Man gewinnt so aber keine Wahl, man muss einfach den Leuten möglichst viel versprechen. Diese Strategie ging aber auch nicht auf, wie das Ergebnis von Herrn Rubinstein zeigt („AK“: an dieser Stelle platzt mir fast der Kragen: Warum seid Ihr als SPD-und Gewerkschafts-gesteuerte BI überhaupt mit Dir als Kandidaten angetreten? Es hält sich nach wie vor bei vielen eine Meinung: um Rubinstein zu verhindern. Das mag nicht Deine persönliche Prämisse gewesen sein, da komme ich jetzt zur meiner Überschrift: („AK“: Keep your Company Asshole-free)
    Die Diskussion und das Verhalten unter den Kandidaten war von einem sehr positiven Grundton bestimmt, der zumindest auf einen Neuanfang hoffen lässt. Im Ergebnis kam nicht das heraus was viele vorher erwünscht hatten, aber es blieben zu viele Protestler einfach im Sessel sitzen. Hinzu kam die aufgespaltene BI („AK“: wer das betrieben hat ist sonnenklar: Bürgerverräter Steegmann und alle die Leute, die dem blind hinterhergerannt sind) und nicht zu vergessen der kurze Zeitraum von Abwahl zur Wahl mit einer Landtagswahl dazwischen.
    Nun steht die Stichwahl an und ich habe bereits gewählt. Ich finde die Kommentare sehr merkwürdig. Mit welchem Anspruch wollen sich Personen möglicherweise für die nächste Kommunalwahl aufstellen, wenn sie jetzt die Abgabe ungültiger Stimmzettel empfehlen („AK“: Ich kenne niemanden, der sich zur Kommunalwahl aufstellen lassen möchte, auch ich empfehle zur Wahl zu gehen und den Stimmzettel ungültig zu machen.) ? Was ist das für eine Einstellung? Man sollte auch Ergebnisse akzeptieren, wenn sie einem persönlich nicht gefallen und dann auch klar sagen wofür man ist.
    Abseits der Anonymität der Internet Foren noch einige Bemerkungen zu den Kandidaten:
    Es ist ein Trugschluss andauernd zu behaupten, Herr Link wäre ein ferngesteuerter Parteisoldat („AK“: Das ist mitnichten ein Trugschluss, wie will denn dieser Jungspund mit Firmen in Verhandlung treten, wenn er noch nie etwas mit der freien Wirtschaft zu tun hatte? Die ziehen ihm die Hose aus ohne das er das bemerkt.. Ich habe während der Podiumsdiskussionen einen anderen Eindruck erhalten. Er hat die Chance innerhalb der nächsten sechs Monate sich freizuschwimmen („AK“: in den sechs Monaten haben Jäger, Mettler, Lorenz und die Dezernenten und Ratsleute aller Coleur alles unter den Teppich gekehrt). Einfach wird das nicht, aber ich traue es ihm zu. Gelingt es nicht, wird sich voraussichtlich eine starke Gruppierung für die nächste Kommunalwahl bilden, obwohl ich persönlich skeptisch bin, was die verschiedenen Personen, Ansichten und Konzepte betrifft. Aber das ist nicht entscheidend.
    Frau Laakmann hat sehr authentisch ihre Positionen vertreten, ihre Erfahrung des Schulalltags eingebracht und wurde mehr oder weniger nicht wahrgenommen, ähnlich sehe ich auch das Ergebnis der Grünen. Die CDU hat den Neuanfang noch nicht geschafft, ich zolle aber Herrn Lensdorf meinen Respekt („AK“: und hier ist das unglaublich. einen der engsten Sauerlandbefürworter mit seinen tränenreichen Abschiedsbrief dankst Du noch?) für seinen Einsatz, auch wenn ich die Sauerland Ära ganz anders beurteile.
    Die Lokalpresse hat insgesamt keine so gute Figur gemacht. Natürlich sind 13 Kandidaten eine Herausforderung und man kann auch nicht alle gleich behandeln, aber etwas mehr Kreativität wäre eine Werbung für mehr Lokalpresse gewesen. Auch da wurde eine Chance vertan („AK“: das hast Du vollkommen Recht, erwartet war das aber, oder etwa nicht?.
    Was die übrigen unabhängigen Kandidaten betrifft fand und finde ich Herrn Karling am glaubwürdigsten. Man kann ja über die Art streiten und die Diskussionsrunde in Rheinhausen war sicher sehr chaotisch, aber die Arbeit die hier geleistet wird verdient mehr Respekt und Unterstützung. Hier werden Themen und Probleme konkret angegangen, für die sich sonst niemand interessiert.
    Mein Ausblick: Es wird sich schneller zeigen als manch einer glaubt, ob die Aussagen während des Wahlkampfes nun auch in die Tat umgesetzt werden. Ich denke ja, denn es gibt im Grunde keine wirklich Alternative. Es wird auch nicht einfach, Bürgerbeteiligung effektiv umzusetzen. Es reicht nicht aus “sachkundige” Bürger in im Grunde bedeutungslose Bezirksvertretungen zu entsenden. Damit sind die aktiven Bürger nicht zufrieden. Es ist aber auch nicht ganz klar womit sie denn eigentlich zufrieden wären („AK“: Mit Offenheit, Transparenz und Bürgernähe, gelle!.
    Mindestens eine unabhängige Gruppierung wird sich neu für die kommende Kommnalwahl aufstellen, ob es eine schlagkräftige Gruppierung wird bleibt abzuwarten. Es mangelt aber bisher auch ganz deutlich an Inhalten. Ohne Substanz, Inhalt und auch Bekennen von Positionen zu sehr unbequemen Themen wird man keine Glaubwürdigkeit erreichen können. Das sollten die Lehren aus diesem Wahlkampf und vor allem aus der geringen Wahlbeteiligung sein („AK“: die geringe Wahlbeteiligung liegt doch nur an diesem vorgefertigten Parteienwahlkrampf. Das will niemand mehr sehen. Und in erster Linie natürlich an diesem Lügengespinst um einen überparteilichen Kandidaten, der in Wirklichkeit gar nicht gesucht wurde, auf den aber die Duisburger gewartet haben und den wir vier Monate am Livesaferstand versprochen und den SPD und Gewerkschaften verhindert haben).
    Was ich persönlich mitnehme ist die positive Ansprache auf der Strasse auch nach der Wahl. Meine Themen werden weiterhin positiv gesehen, mein klares Bekenntnis zu einigen Dezernenten trifft auf breite Unterstützung und es gibt die ersten Einladungen zu Veranstaltung, auf denen man meine Meinung hören möchte. Und das, obwohl ich bereits bekundet habe, kein Berufspolitiker werden zu wollen („AK“: Ja, ne is klar, warum bist Du dann angetreten?. Ich werde die weitere Entwicklung kritisch begleiten, mich aber nur zu den Themen äußern von denen ich auch was verstehe. Besonders positiv war die Aufnahme der “Oldies” in der Zinkhüttensiedlung („AK“: das ist auch mitnichten Euer Verdienst, da wehren sich Bürger und nicht eure BI. Sie haben es mehr als verdient gehört und ernst genommen zu werden, was bisher nicht der Fall ist.
    Man lernt nie aus und ich nehme zahlreiche positive Erkenntnisse und Erlebnisse mit, auch wenn es anstrengend war, denn mich hat niemand freigestellt, mein Büro lief gerade in dieser Zeit unter Volldampf weiter. Bürgerbeteiligung ist anstrengend. Ich beneide den neuen OB nicht, das wird kein angenehmer Job. Soviel steht fest. Im Grunde kann er die Erwartungen gar nicht alle erfüllen, daran ist im Endeffekt auch die Suche nach dem SuperOB gescheitert. Also mal abwarten was denn wirklich bis Jahresende passiert und dann ist Zeit für eine erste Bilanz gekommen.

    So, jetzt fehlt noch ein Kommentar vom Herrn Jurga, der ja massgeblich das Wahlprogramm für Herrn Rubinstein geschrieben hat.