Duisburg-Ruhrort: Die Konferenz ‚Recht auf Stadt‘

Höhenfeuerwerk „Ruhrort in Flammen“ während de...

Höhenfeuerwerk „Ruhrort in Flammen“ während des Ruhrorter Hafenfestes im Jahre 2007 (Photo credit: Wikipedia)

Stadt und Entwicklung zu thematisieren, ist in Duisburg und dem gesamten Ruhrgebiet bitter nötig geworden. Nothaushalte, Sparzwänge, Bevölkerungsrückgänge, Abwanderungen der Wirtschaft sind nicht nur aktuelle Schlagworte, sondern beschreiben auch eine Abwärtsspirale, die manchen Politiker im Nebel stehen lässt. Es wird Zeit, dass sich die Bürger mit eigenen Ideen einbringen.

Die politische Situation ist im Ruhrgebiet derart zerfahren, dass bereits eine Revolution angeregt wurde. Ob es soweit kommen wird, muss freilich offenbleiben. Der Kreativkreis Ruhrort und eine Reihe weiterer Initiativen laden für das kommende Wochenende in das Gemeindehaus von Ruhrort ein. Außer einigen Impulsreferaten wird es auch Arbeitskreise geben. Die Themen reichen von lokalen Angelegenheiten bis zur Frage nach einer Metropole, deren Schriftzug sich tatsächlich auf etwas bezieht. Die Konferenz beginnt am Freitag den 22.06. um 16.00 Uhr im Ruhrorter Gemeindehaus und wird am Sonntag gegen 18.00 Uhr beendet sein. Der voraussichtliche Ablaufplan steht online zur Verfügung. Anzumelden hat man sich nicht. Die Teilnahme ist kostenfrei.

 

Duisburg-Ruhrort befindet sich in einem umfassenden Wandlungsprozess. Im Jahr der Kulturhauptstadt (2010), in dem ruhrgebietsweit die Bildung von ‚KreativQuartieren‘ angeregt wurde, ist dieser Stadtteil als ein Standort ausgewählt worden. Zentrales Anliegen ist, kreativwirtschaftliche Unternehmen anzusiedeln und kulturelle Veranstaltungen zu unterstützen.

Ruhrort ist das historische Hafenviertel der Stadt. Im Strukturwandel, von dem auch der Duisburger Hafen betroffen war und ist, entwickelte sich das logistisches Drehkreuz Europas, der duisport. Das alte Hafenviertel verkam. Der Konzern Haniel wollte sich mit dem Niedergang nicht abfinden. Zu stark hatten die eigenen lokalen Anfänge geprägt, als Kolonialwarenladen. Gemeinsam mit einigen Partnern wurde ein Stadtentwicklungsprojekt auf den Weg gebracht, um die wirtschaftliche Entwicklung zu fördern und das Viertel wieder lebenswert zu gestalten. 2009 entstand der ‚Masterplan Duisburg-Ruhrort‚ (PDF).

In diesem Plan wurde zwar auch von Kulturförderung gesprochen, im wirtschaftlichen Interesse standen jedoch Clusterbildungen auf der Grundlage noch ansässiger Unternehmen. Die Medizintechnik war eine relevante Branche. Durch ‚Ruhr 2010‘ veränderte sich die Ausgangslage und die erforderliche Orientierung. Das neue Anliegen war in den Masterplan zu integrieren. Und in der Praxis kamen schwerwiegende Probleme hinzu: Die Ruhrorter und die privaten Immobilienbesitzer waren und sind von dem Einzug kreativ Gesinnter zu überzeugen.

Die Konferenz in Ruhrort stattfinden zu lassen, ist vor dem Hintergrund der lokalen Bemühungen und Veränderungsprozesse sehr zu begrüßen. Haniel stellt das Gemeindehaus kostenlos zur Verfügung; es wird nicht mehr kirchlich genutzt. Die Adresse lautet:

Dr. Hammacherstraße 6
47119 Duisburg-Ruhrort

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35 thoughts on “Duisburg-Ruhrort: Die Konferenz ‚Recht auf Stadt‘

  1. Nur sollte man wissen, dass hinter diesem „Kreativkreis“ die Stadt (als Verwaltung) und vor allem die DMG (mit Janssen, Gerste, Jebavy) stehen, denn in einer „Kreativen Stadt“ bzw. im Falle Duisburgs in einem „Kreativen Quartier“ geht’s für die Stadt nicht ohne das Engagement von Bürgern und Wirtshaft. Was also, soll man bitte schön, mit einer Pseudo-Revolution?

    • Moderator des Kreativkreises ist Hr. Reifegerste, eigentlich Akzentebeauftragter der Stadt. Die direkte Verbindung zur DMG ist nicht leugbar 😉 Aber ich würde diese Gesellschaft wie auch die im Quartier involvierte Wirtschaftsförderung nicht vorab als ‚Feind‘ bezeichnen wollen. In der Revolution, die ich im Artikel angesprochen habe, geht es um die Durchsetzung einer regionale Strukturreform. Die Frage ist schlicht, wer so etwas unterstützt, nichts weiter. Ich verbinde damit keine ältliche Klassenromantik 😉 Noch geht es aber gar nicht um Revolution. Die Frage wird zunächst sein, was die Teilnehmer des Kongresses wollen, übrigens unabhängig von DMG und Wirtschaftsförderung.

      • Christian Heiko Spließ Do, 21 Jun 2012 at 06:06:25 -

        Ne, ne, ne – der Reifegerste ist Pensionär und nicht mehr für die Akzente tätig, stand zumindest in der Mail, die ich vor kurzem erhielt. Und dem ist wohl auch so. Beim Rest – hmmm.

      • Sicherlich ging es Henri Levevbre vor allem darum. Doch schauen Sie, wer unterstützt denn diesen „Kongress“, den ja eigentlich das Hamburger Recht auf Stadt Netzwerk ins Leben rief. In Duisburg ist das die DMG. Was man daran ablesen kann, dass „die Duisburgfans“ dahinter stehen. Und das ist niemand anderes als der Videofilmer und Webserver Frank M. Fischer, der das im Auftrag der DMG macht. Auch die Erfindung „Kreativquartier“ stellt keineswegs eine Ruhrgebietsidee dar, sondern findet sich als Creative City bei Richard Florida. Auch die Teilnehmer des Kongresses sind so unabhängig nicht, geht es doch vor allem um die Abhängigkeit städtischer Kulturfinanzmittel. Die ganze RUHR.2010-Duisburg-Ruhrortsache hatte nichts anderes im Sinn als Ruhrort für Investoren interessant zu machen und das Projekt Ex-Erzinsel attraktiv zu machen. So weihte man diese damals zur Auftaktveranstaltung groß ein, ließ menschen auf eine Treppe, die hinunter führt ohne dass diese TÜV-abgenommen gewesen wäre, was sie im übrigen bis zum heutigen Tage nichts ist. Und mit der Meratorinsel wird es genauso wenig was werden wie mit der „Freiheit“, dem Eurogate etc. Alles Eu-gefälliges Blabla, um Projektgelder abzusahnen und in Hochglanzmagazinen der DMG gut dazustehen. So siehst aus, Herr Matern.

        • Nicht jede Idee ist neu, die Frage ist, ob Ideen etwas taugen. Die verschrobene Fantasie über die Auwahl Ruhrorts geht an allem vorbei 😉 Ruhrort wurde ausgewählt, weil es dort bereits eime Reihe von kreativwirtschaftlichen Unternehmen gab, besonders Agenturen, zudem war ein außergewöhnlich hoher Leerstand im Stadtteil zu verzeichnen. Sorry, aber dieser knappe Hinweis muss reichen.

          • Sie haben in Ruhrort Haniel. Und gänzlich alle finanzstärksten Duisburger Unternehmen. Sowie dessen Standort. Eine vermeintliche Lebensqualität am Wasser, wenn man denn ein Boot/Schiff besitzt. Da ist nichts Verschrobenes, Sie sehen das nur nicht.
            Außerdem, was Sie für „Kreativwirtschaft“ halten mögen, ist nur ein Teil der Wahrheit.
            Das größte, finanzstärkste Kreativwirtschaftsunternehmen für die Stadt ist und bleibt Haniel.
            Da können dann noch so viele zeichnen, schneidern, fotografieren, malen… DAS ist nicht das Kreative, was die meinen, stellt ein i-Tüpfelchen dar, mehr nicht. In Wirklichkeit feixen die doch nur über die in ihren Augen selbsternannten, Kreativen. Für wahrlich kreativ halten sich Politiker und Wirtschaftsbosse nur selbst.
            Das „Problem“ Leerstand wird geflissentlich umgangen; wussten Sie z.B., dass ein Grund für diesen auffallenden Leerstand nicht nur Armut und Kriminalität ist, sondern auch die Tatsache, dass in Ruhrort die meisten psychisch Kranken von Duisburg leben?

          • Es macht in diesem Zusammenhang wenig Sinn, über das Wort Kreativität zu sinnieren, nicht nur weil es um Wirtschaft geht. Der Link führt zu einer Übersicht. Und wer sich dabei wie fühlt ist völlig unerheblich.

            Davon unberührt bleibt eine ‚freie Kultur‘, die kein direktes wirtschaftliches Interesse verfolgt. Doch auch Anhänger dieser Ausrichtung sollten an der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt ein Interesse haben: Arme Städte können nicht fördern 😉

        • Christian Heiko Spließ Do, 21 Jun 2012 at 22:09:19 -

          Nicht jede gute Idee muss einem neu einfallen, man muss sie nur erneut gut umsetzen können. 😉 Das Ausrufen von Kreativquartieren fand so weit ich weiß tatsächlich im Rahmen von RUHR2010 statt. Merkwürdigerweise aber verorte ich Kreativquartiere eher in Richtung ECCE – also Dortmund, Bochum etc. pp. Ich hatte bisher immer die Vermutung, dass Duisburg-Ruhrort so eher „inoffiziell offiziell“ war. (Nur so meine Wahrnehmung, muss ja nicht stimmen, aber…)

          Ich glaube mit den Akzenten in Ruhrort und mit der stART ist bewußt geworden, was man da schon an Szene hat. Der Kreativkreis war eine Eigeninitiative, die den „Spirit“ von RUHR2010 für den Stadtteil weitertragen sollte – und es gab da schon Events wie „In’nen Hof gehen“, die Respekt erzeugten.

          Die DMG spielte in den letzten zwei Jahren bei den Eigeniniativen – so wie ich das mitbekommen habe, ist aber nur mein persönlicher Eindruck – keine Rolle. Sie konzentriert sich wie man das jetzt auch mitbekommt eher auf das Kinderkulturfest, das Weinfest, Duisburg in Lack und Chrome – eher Events in der City. Nicht in Ruhrort selbst. Gut, wer unbedingt was spinnern möchte, ja, die CreativeStage ist ein Konzept der GfW, aber ein Konzept das städteübergreifend von allen GfWs getragen wird und die dann halt im Gemeindehaus veranstaltet wird. (Bietet sich aber auch echt dafür an. :-))

          Inwieweit also Ruhrort jetzt vom ECCE als Projekt gesehen wird oder nicht – ich weiß es nicht, aber ja, Duisburg-Ruhrort war als Kreativquartier definitiv bei RUHR2010 gelistet, man findet noch den ein oder anderen Beitrag bei der noch bestehenden Hauptseite dort.
          Ad Astra

          • Gorny von ECCE hatte die ‚KreativQuartiere‘ in die Diskussion um ‚Ruhr 2010‘ gebracht. Für Duisburg wurde von ECCE der Kulturbunker in Bruckhausen samt Umgebung als zukunftsweisender Standort eingebracht. Diesem Vorschlag konnte hier jedoch niemand folgen! Das Konzept demonstierte ein sehr hohes Maß an Unkenntnis der lokalen Bedingungen. Ruhrgebietsweit gab es einige Vorschläge von ECCE, bei denen man sich an den Kopf fassen konnte 😉 Wie auch immer, die Kommunen konnten selber entscheiden, wo sie ein Ansiedlungsprojekt starten wollten. In Duisburg fiel die Wahl auf Ruhrort, weil es dort bereits einige Kreativbetriebe gab (Agenturen) und der Leerstand weitere Möglichkeiten bot. Von der konzeptionellen Arbeit hört man wenig bis nichts. Das liegt vermutlich daran, dass es bereits einen Materplan von Haniel und anderen gab, der anzupassen war und ist. Es gibt aber den munteren Kreativkreis, der über Versammlungen und Veranstaltungen Kultur in Ruhrort verstärkt etablieren möchte. Die Gfw ist für das Ansiedlungsprojekt zuständig (inkl. der KreativStage), Reifegerste ist Moderator im Kreativkreis. Klar, dass man sich über weitere kultiurelle Events wie stART freut. – Ich kann die Worte ‚Kreativität‘ und ‚kreativ‘ bald nicht mehr hören … 😉

          • Gorny-viva und der Mustafa-made-in-Marxloh haben genauso an Ruhrort gearbeitet wie auch in diversen anderen Ruhrpottstädten. Crative Quarter ist nix von hier, s. z.B. NY-Brooklyn…, Boston u.a.
            Den Kreativkreis hat die GfW mit O.Reifegerste (DMG) ins Leben gerufen, unter Zuhilfenahme derjenigen, die dort verortet waren, allen voran TAD, dem Bürgerverein und der Werbegemeinschaft. Zugpferd war und ist, wie bei allen Ruhrgebietsprojekten, Haniel. Man findet das „Kreativquartier“ Ruhrort vor allem bei sämtlichen Ruhrgebiet GmbHs (Regionalverband, metropoleruhr etc)

    • Elisabeth Höller Do, 21 Jun 2012 at 09:56:16 -

      Olaf Reifegerste engagiert sich aus rein privatem und kulturellen Interesse in Ruhrort, er gehörte auch nicht zur DMG sondern war direkt im Kulturdezernat angesiedelt, ist aber seit Ende der letzten Akzente in Vorruhestand. Er ist ein Unterstützer dieser Konferenz unter vielen, sonst nichts. Für meinen Teil hätte das ganze nur besser in der Vorbereitung sein müssen. Infos zu so komplexen Themen 2 Wochen vorher zu verschicken ist etwas unglücklich. Die Konferenz ist ja auch nicht Ruhrort bezogen, sondern Ganzstädtisch anzusehen.

      • Du hast völlig Recht, Elisabeth. Deshalb ist dieses Thema auch nicht in den Artikel eingegangen. — Eine Verbindung zur DMG könnte freilich über das Dezernat hergestellt werden … Aber all die Fragen sind reichlich belanglos, wenn es um mehr gehen soll, als nur um ein Spiel 😉

          • Offiziell vielleicht, inoffiziell wird es ihn wohl noch geben, s. GfW und Ruhrort.
            Zur Erinnerung: Es geht um eine marxistische Forderung, die heißt: Recht auf Stadt, und diese befindet sich in städtischer und wirtschaftlicher Hand.

          • Elisabeth Höller Fr, 22 Jun 2012 at 11:39:02 -

            die sind nicht die schnellsten bei der Verwaltung.Olaf Reifegerste ist definitiv!!!!! nicht mehr im Dienst. Er ist seit dem 1.4. im Vorruhestand!!!

      • Christian Heiko Spließ Do, 21 Jun 2012 at 22:21:01 -

        An mir gings auch vorbei – allerdings wenn ich mir die Info-Texte so durchlese muss ich an Terry Pratchett denken: DRAMA! 🙂
        Und dann – das ist eigentlich eine so tolle Idee und das schreit so nach BARCAMP oder Open Space… Na ja, lassen wir uns mal überraschen was da rauskommt.
        Ad Astra

  2. Olaf Reifegerste ist für die Wirtschaftsförderung tätig und erhält möglicher Weise nach wie vor sein Honorar von der DMG.

      • Wenn die GfW nach Ruhrort lädt, moderiert und wirbt er. Für Janssen und DMG stellen Kultur nur ein Wirtschaftsfaktor dar. Mit dem TAD ist nix zu holen, fungiert aber wunschgemäß, zudem können die Herren sich so einer freien Theaterszene rühmen, die auf Anarchie machen. Rebellion als Farce. Reifegerste sollte die Machthaber entthronen, Skandale benennen, tut er aber nicht, weil er von denen bezahlt wird. Kultursoldat.

        • Dass die Gfw gerne Olaf Reifegerste moderieren lässt, kann ich gut verstehen. Er kann dies besser und ist ja Moderator in Ruhrort, gehört deshalb aber nicht zur Gefw. Um es unmissverständlich zu sagen: In Ruhrort geht es um ein Ansiedlungsprojekt in der Branche Kreativwirtschaft. Wie sollte es dabei nicht zentral um wirtschaftliche Interessen gehen? Thema ist die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt!

          • Eine „Vernetzung“ in DU führt dazu, dass die Stadt die s.g. Freie Kunstszene längst okkupiert hat, während sich diese wiederum wähnt ein Recht auf Stadt anmelden zu können. Doch aus diesem vermeintlichen Deal wird nichts. Untere einem Recht auf Stadt versteht man in Ihrer Verwaltung ein Okkupationsversuch derselben. Während sich der weibliche Kopf dieser „Freien Szene“ darum bemüht ist die fetzten Stücke zu ergattern, kriegt der Rest nichts davon mit, sich längst tief in der Hölle zu befinden.
            Janssen & Co. spannen sich die Leute vor den Karre wie es ihnen beliebt. Das einzige wovor die sich fürchten ist ein evtl. Erstarken eines anarchistisch-intellektuellen Erwachens innerhalb der von ihnen bestens kontrollierten, kurz gehaltenen „Szene“. Und so lässt man diese glauben, man ließe sie für ihr „Recht auf Stadt“ zu kämpfen, um alles, was nach einer echten Revolte aussehen könnte, sofort eliminieren zu können unter Zuhilfenahme der vorherig Genannten.
            Damit aus der ganzen Sache überhaupt was werden soll, müssen die, die sich dafür einsetzen kapieren, dass sie sich ganz unabhängig zumachen haben und sich in kein Bündnis begeben mit Personen und Institutionen, die sie gewohnt aussaugen und benutzen.

          • Ich finde es sehr schade, dass mal wieder das Blümlein ‚Rührmichnichtan‘ eine Rede schwingt. Dabei bietet der pragmatische Anarchismus so viele Möglichkeiten, sich einzubringen: Selbstorganisation, Stadtteilarbeit, Bürgerversammlung sind einige der relevanten Stichworte. Es ginge um Kooperation, nicht um eine pubertär anmutende Abgrenzung 😉

          • Elisabeth Höller Fr, 22 Jun 2012 at 11:28:43 -

            Du kennst Dich ja wirklich gut aus, lauter Halbwahrheiten, Verdächtigungen, Vermutungen, Unterstellungen, Falschaussagen, Verschwörungstheorien!!!!Und das gegenüber Leuten die sich hier EHREBAMTLICH engagieren und wir lassen uns vor keinen Karren spannen und es gibt überhaupt keinen Weibl. Kopf der freien Szene, die hat nämlich gar keinen Kopf!!!!

          • Christian Heiko Spließ Do, 21 Jun 2012 at 22:25:28 -

            Ich ergänze: GfW und DMG sind ganz verschiedene Gesellschaften mit unterschiedlichen Aufgaben. Die DMG macht Stadtmarketing – Duisburg Marketing Gesellschaft. Die GfW ist die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung – ich denke, was deren Ziele sind, sind klar allein von deren Namen abzuleiten. Wir hätten noch die IHK anzubieten und – ähm… 🙂

            Dass die GfW und die DMG eventuell mal zusammen kooperieren – kann der Fall sein, ist mir so nicht bekannt. Und zum Thema „rotierende Veranstaltung namens CreativeStage“ hilft Google.

            Wobei: Kultur ist ein Wirtschaftsfaktor? Erzählt man nicht dauernd sonst was anderes? 🙂
            Ad Astra

          • Ob, inwieweit und welche Kultur Wirtschaftsfaktor ist, darüber lässt reden, forschen und streiten 😉 Grundsätzlich wäre dabei zwischen öffentlichen und privatwirtschaftlichen Einrichtungen zu unterscheiden. Im ersten Fall ginge es um den sogenannten ‚weichen‘ Standortfaktor für die Wirtschaft, im zweiten um die kreativwirtschaftlichen Aktivitäten.

            NW ist durch die Städte Düsseldorf (Werbung) und Köln (Medien) ein bedeutender Standort für die Kreativwirtschaft. Im Ruhrgebiet tat sich bislang nur Bochum etwas hervor, bei insgesamt marginalen Zahlen. Interessanterweise handelt es sich in Bochum um die Musikwirtschaft. Da die Zahlen keine Namen preisgeben, lässt sich nur vermuten: Musical? Grönemeyer? …

            Innerhalb der Konkurrenz zu Düsseldorf und Köln wird es nicht leicht sein, zumal in Duisburg, am Westrand des Ruhrgebiets, ein relevanter Standort der Kreativwirtschaft zu werden.

  3. Die Duisburger Freie Kunstszene ist nicht frei. Wer dies annimmt, hat sich erfolgreich von DMG, Kulturdezernat und GfW blenden lassen. Ohne GfW keine DMG. Überschneidungen allüberall, auch mit der „Freien Szene“.

  4. Olaf Reifegerste Sa, 30 Jun 2012 at 16:11:30 -

    Ich danke Elisabeth, Chrstian und Reinhard sehr, dass sie sich gegenüber „Pro Nix“ geäußert haben, und zwar mit ihren Namen und nicht unter Pseudonym. Auch Katharina danke ich für ihre Recherche: Diese Adresse bei der DMG war immer falsch, sie führte nicht zu mir, sondern ins „Nirwana“. Ich bin, seit ich bei den Duisburger Akzenten deren Koordinator war, immer beim Kulturdezernat angesiedelt gewesen, hatte dort meine E-Mail-Adresse (o.reifegerste@stadt-duisburg.de) und saß allein aus organisatorischen Gründen im Festivalbüro der DMG. Nun bin ich ganz offiziell formuliert in der „Ruhephase meiner Alterszeitzeit“, und zwar bis zum 30.11.2014. Ich beziehe also Altersteilzeitgeld über die Stadt, gehöre defacto also noch ihr an. Von daher bin ich nach wie vor zur Loyalität verpflichtet und könnte, wenn ich gegen Dienstrecht verstoße, gekündigt werden. Nichtsdestotrotz engagiere ich mich wie ich es für richtig erachte kulturell in Ruhrort und darüber hinaus stadtweit auf unterschiedlichen Ebenen – jedoch immer selbst- und nie fremdbestimmt. Ich stehe auf keiner Gehalts- oder Beraterliste, weder bei der DMG noch bei Haniel noch bei der GFW noch bei irgendjemand anderem. Das war so und wird auch so bleiben. Unabhängigkeit ist das wichtigste Gut meiner Glaubwürdigkeit. Ab 1.12.2014 gehe ich (als ehemaliger städtischer Angestellter, nicht als Beamter) dann in den Ruhestand. Was Pro NIX über mich verbreitet ist wirklich NIX – und demzufolge auch nix Wert. Sorry „Pro Nix“, das ich das aufklären musste. Aber mir geht die Sache vor, sie ist mir zu wichtig, als dass ich Gerüchte und Verdächtigungen unkommentiert lasse. Eine Teilnahme an der Konferenz hätte dich ohnehin eines anderen Belehrt. Aber du bleibst ja lieber in Deckung – als Heckenschütze.

    • Ullrich Müller Fr, 17 Aug 2012 at 18:00:44 -

      > Von daher bin ich nach wie vor zur Loyalität
      > verpflichtet und könnte, wenn ich gegen
      > Dienstrecht verstoße, gekündigt werden.
      > Nichtsdestotrotz engagiere ich mich wie ich
      > es für richtig erachte kulturell in Ruhrort und
      > darüber hinaus stadtweit auf unterschiedlichen
      > Ebenen – jedoch immer selbst- und nie
      > fremdbestimmt.

      „Loyalität“ und „nie fremdbestimmt“ – Ist das ein Widerspruch? Oder das „gelebte“ Dilemma zwischen Gesinnungsorientierung und Erfolgsorientierung?

      Kant betrachtet die „Gemeinschaft der vernünftigen Wesen überhaupt“ als typisch für die menschliche Kultur, nämlich „ein Herausarbeiten der Lebensordnung zu gemeinsamen Tätigkeiten und zur Erzeugung sichtbarer Institutionen“. Die Erzeugung der Kultursysteme ist die Aufgabe der Willensgemeinschaften.

      Die Kommunikation und Kooperation der Duisburger Willensgemeinschaften ist historisch stark vom Bergrecht geprägt (http://jakobswege.wordpress.com/2012/06/24/die-aufarbeitung-der-loveparade-und-das-bergrecht/) – ausgesprochen einseitig.

      Bei der Stichwahl von Sören Link hat sich eine sehr große Willensgemeinschaft gebildet; Wahlverdrossenheit wird das genannt. Aus meiner Sicht führt dieser Ansatz zum Verständnis der (aussichtslosen) Situation in Duisburg.