OB-Wahl in Duisburg: Unabhängige Kandidaten fühlen sich benachteiligt

Unabhängige Kandidaten fühlen sich bei Duisburger OB-Wahl benachteiligt

Duisburg – Kurz vor der Wahl am Sonntag regt sich Widerstand bei den unabhängigen Kandidaten Rolf Karling, Rudolf Kley, Frank Koglin, Harald Lenders, Sascha Dieter Miskov und Ahmet Siegel. In einer Resolution, die der xtranews Redaktion vorliegt, werfen sie der Stadt Duisburg eine unzulässige Parteinahme vor.

So heißt es unter anderem: „Anscheinend existiert eine stillschweigende Vereinbarung, die Kandidaten benachteiligt und andere bevorzugt. Dies wird auch von Gremien der Stadt so praktiziert. Zu öffentlichen Diskussionen werden nachweislich nur die OB Kandidaten der SPD, CDU, Grünen, Linke und die Kandidaten der gespaltenen Initiative auf dem Podium zugelassen. Wir sehen darin eine unzulässige Parteinahme und drängen auf Unterlassung. Das Wahlergebnis wird verfälscht, wenn mit städtischer Unterstützung zwischen Kandidaten 1. und 2. Klasse unterschieden wird. Das muss für diese Wahl und alle folgenden ein Ende haben. Die rechtlichen Folgen dieser Parteinahme können wir im Augenblick nicht übersehen, behalten uns aber entsprechende Schritte vor.“

In der Resolution  wird konkret auf das Verhalten des Citymanagements und der VHS eingegangen und die Nichteinladungen gerügt.

 

So kommt man zu der Forderung, dass die „Diskriminierung von Teilen der OB Kandidaten durch die Stadt […] aufhören“ muss. „So kann es einfach nicht sein, dass über die Stadt OB Kandidaten zu einer Veranstaltung eingeladen wird „…lade ich Sie als Gast ein, die Diskussion zu verfolgen. Sie werden im Laufe des Abends die Möglichkeit bekommen, Ihre Meinung zum Thema Integration zu vertreten.“ Hier wird ganz offensichtlich -aber willkürlich- zwischen „geeigneten Kandidaten“, die auf dem Podium sitzen dürfen und „weniger geeigneten Kandidaten“ im Publikum unterschieden und bezüglich der Wählbarkeit für die Wähler ein Vorurteil produziert. Absender dieser Einladung ist ein Gremium der Stadt Duisburg, der Integrationsbeirat.“

explizit wird in der Resolution eine öffentliche Entschuldigung der Stadt Duisburg gefordert.

Nach Informationen, die xtranews vorliegen, soll die Resolution am Donnerstag im Rathaus übergeben werden.

 

9 thoughts on “OB-Wahl in Duisburg: Unabhängige Kandidaten fühlen sich benachteiligt

  1. Das stimmt und das habe ich von Anfang an gesagt.
    Das ist keine Chanchengleichheit.
    Das ist Diskriminierung.
    Ich habe die etablierten Parteien aufgefordert, die einen Apparat und Gelder hinter sich haben, die nichtetablierten Kandidaten zu
    unterstützen.
    Stattdessen machen sie wieder KLüngelkram.
    Auch die Bürger dieser Stadt hatten nicht die Möglichkeit ALLE
    Kandidaten kennenzulernen?
    Und nur auf´s Internet hinzuweisen, ist schwach.
    Das war und ist KEIN NEUANFANG für Duisburg.
    Das machen die Parteien den Bürgern was vor und denken und hoffen,
    wir merken es nicht.
    Diese nichtetablierten Kandidaten haben unseren Respekt verdient.
    Duisburg zu führen und zu stemmen ist eine enorme Herausforderung.
    Alle Achtung vor dem MUT dieser Kandidaten.
    Auch wenn einige wissen, daß sie keine großen Chanchen haben,
    fordert der Wahlkampf viel ab. Meinen Respekt und Dank haben sie.

    Jetzt wird wieder großes Geschrei sein unter den etablierten Parteien. Seid einfach fair und guckt mal über´n Tellerrand.

  2. Di 12.06.12 18:14, das jetzt der brüller! rudolf kley, der initiator und verfasser der resolution teilt mir mit, das wir bis donnerstag absolutes stillschweigen wahren müssen! ja,das dann mal echt schief gelaufen, hätte man vielleicht von anfang an sagen sollen! das ist wieder typisch der karling, während die beteiligten noch an den feinheiten der resolution arbeiten, hat der schon mit journalisten geredet. bin ja schon froh, das die sperrfrist nicht erst am 18.06.2012 endet! ich brauch jetzt euer alle hilfe!;- also der thomas rodenbücher hat von dem rolf karling keine information bekommen, hat nichts darüber geschrieben und die leser von xtranews haben vor donnerstagmittag auch keine kenntnis von einer resolution der unabhängigen gelesen!! wenn ihr mitspielt, verspreche ich euch als neuer ob von duisburg, das der msv nächstes jahr in die erste liga aufsteigt!;- und jetzt will ich mein schäufelchen zurück, sonst werd ich echt sauer!

  3. Fair Play oder gute demokratische Gepflogenheiten gelten für Freund und Feind. Ich kann nicht Menschen, nur weil mir ihre Fresse nicht passt, als Kandidaten 2. Klasse behandeln. Nervensäge Karling hat es vorgemacht: Er hatte sogar nach Rheinhausen Uckermann eingeladen, der aber nicht kam. Der Bürger hat ein Recht darauf, ohne Vorauswahl von Dritten sich ein objektives Bild zu machen und zu informieren. Mir gefällt dann so eine Knaller-Zeitung, wie Xtranews, die heiße Eisen anpackt, keine Angst hat, sich unbeliebt zu machen und das Maul aufreißt.

  4. ich hab es mal ergänzt. danke für die inspiration 😉

    „13 kleine bürgermeister stellten sich der wahl,
    den einen hat man unterschlagen und verringert so die zahl.

    12 kleine bürgermeister liessen sich gerne draussen sehen,
    der eine war zu rechts davon, den liessen sie da stehn.

    11 kleine bürgermeister, die stritten weiter um den thron,
    dem einen wurdes bald zu bunt und machte uns den clown.

    10 kleine bürgermeister, herrlich diese pracht!
    rechnet man zwei weitere ab, bleiben nur noch acht!

    8 kleine bürgermeister wären es gern geblieben,
    doch einer hat nen zulangen weg, es bleiben also sieben.

    7 kleine bürgermeister man um parteisoldaten reduziert,
    da bleiben nicht mehr viele über und wir scheinen verwirrt…

    der letzte kleine bürgermeister gewinnt das rennen über nacht,
    wir alle wollen inständig hoffen, die hausaufgaben sind gemacht!

    und die moral von der geschicht?

    keine ahnung, ich verstehs ja selber nicht“