„Überraschung“ oder „neues Ungemach“ ? – Grundstücksverkauf am Duisburger Wambachsee zieht Kreise!

Mitte dieser Woche trafen sich die drei Sprecher der BI Wedau mit der „kompletten Stadtspitze“ zum Gespräch – STD Dr. Greulich hatte neben dem neuen Baudezernenten Thum gleich vier weitere Amtsleiter zur Verstärkung mitgebracht.

Die Stellungnahme der Stadt hieß lapidar. Der Verkauf des Tafelsilbers muss sein – die städtische Finanznot lässt keine andere Wahl. Und außerdem könne man es angesichts der in der Großstadt überall vorzufindenden Wohnsituationen der nun mal den städtisch bedingten, beengten bzw. nun mal qualitativ eingeschränkten Wohngegenden nicht zulassen, auf Kosten dieser anderen Bürger nur den Wedauern „den Luxus“ eines Freizeitgrundstücks zu bieten.

Die BI-Vertreter zeigten sich einhellig erschüttert, dass die Stadt die ihr schriftlich seit März vorliegenden Argumente wohl überhaupt nicht geprüft hatte. Weder sei man auf die siedlungswirtschaftlichen Aspekte eingegangen noch habe sich die Stadt überhaupt mit ihren Anregungen, Ideen und Argumenten beschäftigt. Einziges Argument der Stadt sei eben, dass der aus den Ende der sechziger Jahre stammende Bebauungsplan rechtskräftig sei und die Vermarktung des letzten Grundstücks nun erfolgen müsse.

Die BI-Vertreter verwiesen hingegen auf die nur innerhalb kurzer Zeit gesammelten fünfhundert Unterschriften – und dass die Seen und Seegrundstücke der Allgemeinheit gehören – alle Seen entlang des Ufers zu umwandern sein müssen und äußerten ihren Unmut über die nicht kompetente Behandlung ihrer Anregungen. Heute sei dieser Bebauungsplan aus guten Gründen eben überhaupt nicht denkbar – daher muss man den Fehler der Vergangenheit mit dem Verkauf und der Bebauung des Grundstücks nicht komplettieren.

Am Ende des Gesprächs zeigte sich Dr. Greulich sichtlich überrascht und beeindruckt; die Bürgerinitiative zeigte sich bestens vorbereitet und überreichte dem stellvertretend amtierenden Oberbürgermeister die Ankündigung eines Bürgerbegehrens gegen den Ratsbeschluss, sofern sich der Stadtrat am 21. Mai für den Verkauf entscheidet. Dann will die BI Wedau diesen Ratsbeschluss durch Unterschriftensammlung ‚kippen’.
Stadtdirektor Dr. Greulich prüft nun, ob die BI die rechtliche Möglichkeit dazu hat. So wie es scheint – ist der BI der Coup gelungen – die Stadt ist erst mal ‚ausgebremst’!

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