Piratenpartei kritisiert vorgeschlagene Tarifreform der GEMA

Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) versucht den Rückgang der eigenen Einnahmen mit geänderten Tarifstrukturen zu kompensieren. So wurden jetzt neue Tarife vorgestellt die ab Januar 2013 gelten sollen. Die Piratenpartei kritisiert die geplanten massiven Verteuerungen als einen Schritt in die verkehrte Richtung, der die kulturelle Entwicklung der Gesellschaft hemmt.

Die Tarifreform, die vor allem massive Erhöhungen der Abgaben auf Veranstaltungen beinhaltet, trifft sowohl die Veranstalterbranche als auch Künstler und Bands, die auf eigene Kosten Tourneen durchführen. Das wiegt umso schwerer, da solche Künstler bereits durch die die ungerechte und intransparente Abrechnung der GEMA-Lizenzen aus öffentlichen Aufführungen benachteiligt werden.

»Die unverhältnismäßigen Ansprüche der GEMA zeigen, wie sehr die durch das Urheberrechtswahrnehmungsgesetz legitimierte Institution ihre Sonderstellung als Verwertungsgesellschaft missbraucht und dabei gesellschaftliche Entwicklungen und kulturelle Vielfalt durch Intransparenz und mangelnde Kompromissbereitschaft blockiert.

Das Tarifsystem der GEMA und deren gesamte Struktur bedürfen sicherlich einer umfassenden Reform. Die Piratenpartei Bayern hat auf dem Landesparteitag 2012 ein Positionspapier verabschiedet, welches unsere Anforderungen an eine solche Reform beschreibt«, so Bruno Kramm, Urheberrechtsbeauftragter der Piratenpartei. »Der nun vorgelegte Tarifvorschlag geht aber genau in die falsche Richtung, da er noch mehr Ungerechtigkeit bei der Verteilung und im Wettbewerb der Veranstaltungen schafft, die gerade in der heutigen Zeit eine der wichtigsten Einnahmequellen von Musikern sind.«

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