FCR 2001 Duisburg: Ohne Islacker nach Wolfsburg

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Mandy Islacker

Duisburg – Die Verletzungsmisere hält leider an; denn wenn der FCR 2001 Duisburg am Sonntag zum richtungsweisenden Spiel beim VfL Wolfsburg (Anstoß 14 Uhr, live auf DFB-TV) antritt, fällt neben Simone Laudehr mindestens eine weitere Leistungsträgerin aus: Torjägerin Mandy Islacker (schon sieben Ligatore) musste sich in dieser Woche erneut einer Zehenoperation unterziehen; ‚Doc‘ Claus Petsch macht aber Hoffnung auf ein Comeback schon zum Pokal-Halbfinale an Ostern.

„Klar ist das sehr ärgerlich, zumal auch noch offen ist, ob Marina Himmighofen nach ihrer Verletzung aus dem Freiburg-Spiel bis zum Sonntag fit wird“, kommt FCR-Trainer Marco Ketelaer angesichts dieser traurigen Nachrichten durchaus darüber ins Grübeln, „wie wir solche (möglichen) Ausfälle kompensieren können.“ Also nicht gerade eine reibungslose Vorbereitung für dieses ‚kleine Finale‘ um den ChampionsLeague-Platz? Soweit will ‚Kette‘ nicht gehen, räumt aber ohne Umschweife ein, dass es in der VW-Stadt um einen echten „big point“ geht: „Da baut sich die Motivation von alleine auf, dafür reicht schon ein Blick auf die Tabelle.“

In der Tat; denn wenn die Löwinnen bei den Wölfinnen tatsächlich einen Sieg erbeuten sollten, beträge der Vorsprung auf den dritten Platz aktuell beachtliche acht Punkte (der VfL hat noch ein Nachholspiel in Neuenahr).

Aber nicht nur diese Konstellation, auch die Trainingseindrücke stimmen den FCR-Chefcoach sehr, sehr positiv: „Die Einheiten sind sehr intensiv, die Stimmung ist gut, das Team trainiert konzentriert, ja sogar bärenstark.“ Eine Analyse, die Luisa Wensing nur bestätigen kann: „Sicherlich habe ich mich über mein Tor zum Ausgleich gegen Freiburg gefreut – das war übrigens tatsächlich ein Schuss und keine verunglückte Flanke, wie viele geflachst haben – aber viel lieber wäre mir ein Sieg gewesen. Die Mannschaft ist sich aber absolut einig: Diesen Punkteverlust wollen wir durch einen Dreier in Wolfsburg gerne wieder wettmachen.“

 

„Wir haben noch große Ziele“

 

Und das gilt ganz besonders für die Jung-Nationalspielerin und ihre Mitspielerin Alexandra Popp, die Beide geradezu leidenschaftlich über diese ganz besondere Aufgabe sprechen: „Ok, wir spielen bekanntlich in der neuen Saison für Wolfsburg, aber jetzt sind wir noch Löwinnen, 110prozentig! Und deshalb werden wir alles geben, was wir können, um Sonntag zu gewinnen.“ ‚Poppi‘ sieht einen solchen Erfolg auch als wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu ganz großen Zielen: „Schließlich haben wir Löwinnen in dieser Saison noch viel vor und wollen unbedingt einen Titel gewinnen!“

Körpersprache, Trainingseinsatz und auch solche erfrischenden Ansagen freuen den Trainer natürlich, doch wie will er die spielerisch und ergebnistechnisch ein wenig schwächelnde Mannschaft wieder auf die Erfolgsspur bringen? „Es stimmt schon, die Leichtigkeit der Hinrunde ist noch nicht ganz wieder da, aber das liegt auch daran, dass alle Gegner uns jetzt sehr ernst nehmen und unser System und unsere Philosophie kennen. Trotzdem: Wir haben auch in allen Begegnungen der Rückrunde ausreichend Chancen heraus gespielt, um stets klar zu gewinnen. Nur das letzte Timing, die letzte Konzentration hat mitunter gefehlt, daran arbeiten wir derzeit intensiv.“

Das ist bei einem Gegner vom Kaliber des VfL auch dringend notwendig, schließlich haben die Gastgeber in dieser Saison erst zehn Gegentore zugelassen, was natürlich auch ‚Kette‘ nicht entgangen ist: „Offensiv wird Wolfsburg die gesperrte Martina Müller sicher fehlen, aber Abwehr und Mittelfeld mit Spielerinnen wie Goeßling, Keßler, Henning oder Jakabfi haben hohes Niveau.“ Zudem stimmt offenbar das Selbstbewusstsein, wie man am Statement von Nationalstürmerin Conny Pohlers unschwer erkennen kann: „Das Duell in der Hinrunde haben wir unnötig verloren. Ohne Angst müssen wir von Beginn an zeigen, wer der Chef im Ring ist. Duisburg ist auch anfällig, wir müssen nur vom Anpfiff weg an richtig Druck machen.“

Das wollen natürlich auch die Löwinnen; Popp und Wensing verraten vor diesem elektrisierenden Spiel sogar ihren Traum: „Entscheidend sind die drei Punkte – wenn wir dann noch 2:0 gewinnen und wir Beide die Tore schießen, dann wäre das ganz großes Kino!“ Schön, dass trotz aller Bedeutung und Ernsthaftigkeit bei diesem sympathischen Duo noch Platz für ein wenig Lockerheit und Augenzwinkern ist – alles scheint also angerichtet für einen richtig großen Fight!

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