Duisburg: Stadt verabredet mit Hinterbliebenen und Verletzten des Loveparade-Unglücks Gedenkveranstaltung

Die Hinterbliebenen und Verletzten der Loveparade 2010 werden in diesem Jahr in Duisburg eine Gedenkveranstaltung für die Opfer organisieren, die Stadt Duisburg wird sie dabei umfassend unterstützen – dies ist das Ergebnis eines Gesprächs, zu dem Stadtdirektor Dr. Peter Greulich Vertreterinnen und Vertreter des Vereins „Loveparade Selbsthilfe“ eingeladen hatte. Im Verein „Loveparade Selbsthilfe“ haben sich sowohl die Hinterbliebenen der Todesopfer der Loveparade als auch die Verletzten und ihre Angehörigen zusammengeschlossen.

Eine Gedenkveranstaltung soll zukünftig in jedem Jahr stattfinden und auf Wunsch der Betroffenen aus zwei Teilen bestehen. Am Unglücksort möchten die Hinterbliebenen und Verletzten im kleinen Kreis des Unglücks gedenken. An einem zentralen Ort in der Duisburger Innenstadt soll ein Gedenken an die Opfer der Loveparade für die breite Öffentlichkeit stattfinden. Die Stadt Duisburg wird die Gedenkveranstaltung an beiden Orten sowohl finanziell als auch organisatorisch unterstützen. Mit dieser Verabredung hat die Verwaltung einen Auftrag des Stadtrates aus dem vergangenen Sommer umgesetzt.

In dem Gespräch mit Stadtdirektor Dr. Greulich haben die Vertreterinnen und Vertreter des Vereins „Loveparade Selbsthilfe“ einen großen Beratungsbedarf bei den Hinterbliebenen und Verletzten in verschiedenen Problemlagen beschrieben. Um diesem Bedarf gerecht zu werden, möchte der Verein eine Selbsthilfekontaktstelle mit wöchentlichen Beratungszeiten einrichten. Auch hierbei wird die Stadt Duisburg Hilfestellung geben.

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9 thoughts on “Duisburg: Stadt verabredet mit Hinterbliebenen und Verletzten des Loveparade-Unglücks Gedenkveranstaltung

  1. Herr Greulich,
    ich hoffe sehr, dass dies erst der Kleine Finger ist, den die Stadt den Angehörigen und Opfern der Loveparade hinstreckt. Die rechtliche und moralische Aufarbeitung der LoPa muss folgen! 130.000 Bürger haben dazu ihre Stimme abgegeben.

    • Was Eure Rampenretterei und Gedenkerei angeht, verhält es sich nicht anders.
      Euch geht es doch nicht ernsthaft um die Opfer oder die Angehörigen.

      • Nun scheint es ja für die Rampenretter/Gedenken-Fraktion nicht sonderlich positiv auszusehen. Denn wie Frau Hendrix auf Ihrer Never-Forget-Facebookseite heute schreibt, wollen die Angehörigen der Toten und die Verletzten nicht mehr, dass sie die prov. Stätte so weiter versorgt wie bisher. http://tinyurl.com/6vvnadw

        Es ist wirklich gut und richtig, dass die von der Loveparade-Katastrophe selbst betroffenen Menschen dies nun selbst in die Hand nehmen. Darüber scheint es in Duisburg großen Konsens zu geben, wie der obige Artikel über den Verein Loveparade-Selbsthilfe auch aussagt. Schliesslich finden sich dort die Menschen wieder, die es wirklich angeht. Vielleicht kehrt nun endlich Ruhe ein.

      • ups, sorry. ich gehöre mittlerweile auch nur noch zu der besserwisser-aber-selbst-nix-ausser-schlau-kommentare-poster fraktion.

        und ein 1/2 treffer: ich bin nicht „Euch“ und da sind noch andere, ausser opfer und angehörige, richtig! die wollen vielleicht nicht diesem oder jenen verein angehören, aus gründen, die man hier u.a. nachlesen kann…

        selber klugsch*****!

    • >> http://tinyurl.com/6vvnadw
      Dieser Inhalt ist derzeit nicht verfügbar

      Was sollte uns der Link zeigen?

      Das soll das “Eiserne Kreuz” sein? http://bit.ly/GCJwlD – Aufnahme v. 16. 1. 2012

      Es klingt alles wie eh und je ziemlich daneben.

      Und wenn Herr Greulich jetzt meint, 50.000 Euro für die Gestaltung des zweiten Jahrestages an einen Verein abdrücken zu müssen, der sich das Gedenken seit nicht einmal vier Monaten auf die Fahne schreibt und inhaltlich für die Allgemeinheit wenig Relevanz hat, weil die Opfer von der Notfallseelsorge betreut und von der Kanzlei Baum & Reiter rechtlich vertreten werden, dann soll er das gerne tun. Aber bitte aus seiner privaten Tasche und nicht auf Kosten des Steuerzahlers.

  2. Da spricht die Kommunalaufsicht der Bezirksregierung – Dezernat 31 – bei erfolgter Haushaltssperre auch ein Wörtchen mit. Für die in Schieflage geratenen Kommunalhaushalte hat der Gesetzgeber den Kommunen das sog. „Haushaltssicherungskonzep​t“ (HSK) als Instrument angeboten, um der gesetzlichen Pflicht, wieder einen ausgeglichenen Haushalt aufzustellen, nachkommen zu können (§ 76 GO NRW). Auch wenn dieses einer Genehmigung durch die kommunale Finanzaufsicht bedarf (§ 76 Abs.2 Satz 2 GO NRW), bleibt es eigene Aufgabe und Pflicht der Kommune in der Haushaltssicherung, ein genehmigungsfähiges HSK aufzustellen (§ 76 Abs. 1 Satz 1 GO NRW). Gelingt dies nicht, wie in Duisburg, steht den Kommunen die kommunale Finanzhoheit und damit auch das kommunale Selbstverwaltungsrecht nur noch im Rahmen der durch § 82 GO NRW gezogenen, engen Grenzen einer vorläufigen Haushaltsführung zu. Praktisch bedeutet das im Ergebnis nichts anderes, als dass sie nur noch Aufgaben wahrnehmen bzw. Aufwendungen entstehen lassen dürfen, zu deren Erfüllung bzw. Leistung sie rechtlich verpflichtet sind, und auch nur noch solche Ausgaben bzw. Auszahlungen leisten dürfen, zu deren Leistung eine Rechtspflicht besteht (sog. „Nothaushaltsrecht“).

    Im Regierungsbezirk Düsseldorf befanden sich Ende 2009 insgesamt 9 Städte und Gemeinden (7 von 10 kreisfreien Städten und 2 kreisangehörige Gemeinden) in der Haushaltssicherung, so auch Duisburg. Die Haushaltssicherungskonzept​e dieser Kommunen konnten bis auf ein Haushaltssicherungskonzept​ einer kreisangehörigen Gemeinde nicht genehmigt werden, so dass diese den Restriktionen des sog. „Nothaushaltsrechtes“ unterliegen. Daher darf Duisburg die 50000 Euro nicht ausgeben, da zu deren Leistung keine Rechtspflicht besteht.