DGB Duisburg: immer mehr Minijobs in Duisburg

Duisburg – In Duisburg sind nach DGB-Informationen immer mehr Menschen in so genannten Minijobs beschäftigt. „Während bundesweit die Anzahl der sozialversicherten Beschäftigten um 2,5 % gestiegen ist, stagniert sie in Duisburg. Die Zahl der geringfügig Beschäftigten in Duisburg ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum jedoch gestiegen“, berichtet Angelika Wagner von der DGB-Region Niederrhein. „Somit geht die Schere immer weiter auseinander: 29.000 Duisburgerinnen und Duisburger sind ausschließlich geringfügig beschäftigt. Fast 64% davon, also ca. 18.500 sind Frauen. Wie sollen Beschäftigte da von ihrer Hände Arbeit vernünftig leben, geschweige denn, irgendwelche Rentenansprüche ansammeln können? Zur Zeit beträgt die durchschnittliche Rente für Frauen nach Erwerbstätigkeit etwa 535 Euro im Monat! Das ist unter dem Existenzminimum.“ Der DGB weist darauf hin, dass allein in Duisburg der Lohn immer häufiger aufgestockt werden muss. Unter Einbeziehung auch der Bedarfsgemeinschaften, in denen der Lohn von sozialversicherten Beschäftigten nicht ausreicht, mussten insgesamt für alle Erwerbstätigen mit Niedrigeinkommen fast 8,4 Mio. Euro ergänzend zum Lohn über Hartz IV aufge­stockt werden. Dabei nehmen längst nicht alle in Frage kommenden Gering­verdiener ihren Anspruch auf zusätzliche Fürsorgeleistungen wahr. „Nur etwa jede/r zweite Vollzeitbeschäftigte stockt den zu geringen Ver­dienst mit Hartz IV auf“, so Angelika Wagner. „Diese Armutsfalle trotz Arbeit und die staatliche Subventionierung der Niedriglöhne müssen durch gesetzliche Mindestlöhne nicht unter 8,50 Euro die Stunde beendet werden.“

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