Loveparade-Veranstalter Schaller sucht Duisburger Arbeitssklaven

Wer heute die Samstags-Ausgabe des Duisburger Wochenanzeigers aufgeschlagen hat, dem wird eine Stellenanzeige von McFit aufgefallen sein. Für die Hamborner Dependance sucht der Fitness-Discounter Mitarbeiter für die Nachtschicht. Der geneigte Bewerber solle 10 Tage im Monat zwischen 22- und 5 Uhr morgens dort die anwesenden Mitglieder betreuen, das Studio beaufsichtigen und auch „unterstützende“ Reinigungsarbeiten durchführen. Dies alles auf 400 Euro Basis. 10 Tage á sieben Stunden, sind 70 Stunden im Monat. Teilt man diese in Aussicht gestellten 400 Euro durch die Stundenzahl, kommt man auf den existenzsichernden Stundenlohn von 5,71 Euro.
Als wenn Rainer Schaller nicht schon einen schlechten Ruf in Duisburg hätte, legt der Lopavent-Geschäftsführer noch einen drauf.
Des Weiteren werden natürlich auch die nachts trainierenden Mitglieder sich freuen, von einer 5,71-Euro-Kraft betreut zu werden.

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13 thoughts on “Loveparade-Veranstalter Schaller sucht Duisburger Arbeitssklaven

  1. Besser 5,71 als nix. und sind wir doch mal ehrlich…es scheint kein job zu sein,bei dem man sich aufreibt.
    also….immer schön die kirche im dorf lassen. wenn man dann mal dieanderen annoncen durchsieht,dann wird man feststellen, dass es bei den anderen 400 euro-jobs nicht besser aussieht. meiner meinung nach sollte man die ganzen 400 euro-jobs abschaffen, die arbeitgeber steuerlich entlasten und mehr halbtags oder auch vollzeitstellen schaffen.

  2. Mindestens 7,50€ muß es schon sein.
    Darunter geht´s nicht.
    Was ist mit Nachtzuschlag. Ist das nicht üblich?

  3. Dieser Mensch ist einfach nur widerlich.. Es wird Zeit das er auch seine Gerechte Strafe für sein Versagen vor, während und nach der Loveparade.. es kann nicht sein das nur Herr Sauerland die Verantwortung übernehmen musste, wenn der größte Verbrecher da noch frei rum läuft!

  4. Hier spricht man eigentlich von drei Berufsgruppen die in einer Tätigkeit stecken… Kindergärtner/in, Reinigungskraft und Security… Wenn man die Stundenlöhne dieser Berufsgruppen betriebswirtschaftlich gegeneinander aufrechnet, eine Quersumme bildet, dann komme ich auf einen Stundenlohn von 10,23 Euro. Das entspricht bei 70 Stunden im Monat ein Gehalt von 715,30 Euro… Was passiert denn mit den restlichen 315,30 Euro? Gehen die an der Steuer vorbei? Oder in einen Opferfonds für die LoPa? Wohl kaum… Erbärmich…

    • Quersumme? Wohl eher Durchschnitt, oder was soll die Quersumme für einen Sinn machen hier? So oder so wohl eher eine Milchmädchenrechnung als betriebswirtschaftlich. Denn Kindergärtner haben einer Erzieher-Ausbildung, Reinigungkräfte machen mehr als nur „unterstützende Reinigungsarbeiten“, Securitys werden zum Objekt/Personenschutz eingesetzt und nicht zur „Beaufsichtigung“ eines Ladens. Beaufsichtigung macht auch ein Kassierer im Geschäft, zusätzlich zum Kassieren. Sollte man denen vielleicht auch das Security Gehalt draufaddieren, oder vielleicht die Quersumme oder vielleicht doch die Winkelsumme der Kinderanzahl abzüglich Cosinus der Arbeitszeit?

      Und abgesehen davon: McFit ist halt Billigheimer, da kann nur der Konsument sich verweigern und mehr bezahlen in anderen Läden, oder der Gesetzgeber eingreifen mit Mindestlöhnen. Den Unternehmer, der billig anbietet kann man kaum darum bitten Personal zu Konditionen einzustellen das nicht zu seinem Geschäftskonzept (billig) passt. Presse-Bashing kann auch nicht drüber hinwegtäuschen: Wir brauchen auch einen Niedriglohnsektor, damit wir einen Niedrig-Güterpreis-Angebot haben. Wenn das alles per Mindestlohn wegfallen würde, dann gibts eben z.B. kein McFit mehr, der einfache Arbeiter kann sich kein teures Fittnesstudio leisten und die Niedriglöhner werden zu Arbeitslosen. Überregulierung führt gesamtwirtschaftlich zu Wohlstandsverlust.

        • ok stimmt schon. Es muss Grenzen geben, und 5,x€ ist ganz hart an der Ausbeutungsgrenze. Wahrscheinlich könnten die auch 6,50 zahlen ohne in Schwierigkeiten zu kommen. Aber wahrscheinlich wird dann die Luft auch ganz schnell sehr dünn. Personalkosten sind für fast jeden Betrieb ein großer oder der größte Faktor.

  5. Elisabeth Höller Mo, 20 Feb 2012 at 09:07:42 -

    nein, es müssen weniger als 15 Wochenstr. sein. Bereits 15 mal 4,35 (durchschnittliche Wochen im Monat) sind nur 65,25 Std.