Duisburg will überzeugend einen Neuanfang! Gut so! Glückwünsche aus der Nachbarstadt!

Die alte Jeckenweisheit gilt nun auch für den „armen“ Adolf Sauerland. 
„Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei“ oder einfacher: „Und tschüss!“

Heute haben 364.908 wahlberechtigte Duisburger darüber abgestimmt, ob der seit der Loveparade umstrittene Adolf Sauerland ihr Oberbürgermeister bleiben soll oder nicht. Gegen 19.30 Uhr wurde das Ergebnis im Rathaus bekanntgegeben. Die Wahlbeteiligung lag offenbar bei über 41 Prozent und ca. 129.000 haben für die Abwahl gestimmt. Die Duisburger Bürger/innen haben damit auch den Duisburger Rat korrigiert, in dem bekanntlich gegen die Stimmen von CDU und einigen Grünen die notwendige Zweidrittelmehrheit nicht zustande kam. Damit war Duisburg heute auch ein überzeugender Beweis für Sinn und Zweck von mehr direkter Demokratie!

Duisburg bleibt damit ein OB Sauerland bis zur Wahl 2014 erspart. Wäre dieser OB, der seit der loveparade eine nur noch peinliche und tragische Figur abgab, wegen des zu hohen Quorums im Amt geblieben, alle hätten verloren, also eine „lose-lose“-Situation auf amikanisch.

  • Er selbst und seine Duisburger CDU hätten sich bis zur nächsten Wahl nur noch weiter vor sich hinquälen können, in permanenter Untergangsstimmung.
  • Die Stadt Duisburg hätte noch über 2 Jahre Kopflosigkeit erdulden müssen. Dabei braucht sie das Gegenteil, um unabhängig von der loveparade, deren Vor- und Nachspiel, ihre anderen Riesenskandale endlich besser in den Griff zu bekommen, von Eurogate, Küppersmühle, Landesarchiv bis zu ihrem Katastrophenhaushalt.
  • Auch die Duisburger Rathauskoalition aus Rot-rot-grün wäre bis zur Wahl 2014 de facto von der Sauerland-Starre erfasst gewesen.
  • Die Duisburger wären ihren Makel mit der schlimmen Tragödie der loveparade nicht nur noch weniger losgeworden, dieser wäre noch erweitert worden dahingehend, dass die Duisburger selber eben auch unfähig seien, notwendige Konsequenzen zu ziehen.

Inwieweit  der Neuanfang für die geschundene Stadt eines berühmten Kommissars Schimanski wirklich gelingt, wird sich zeigen. Das haben die Akteure vor Ort nun endlich wieder selbst in der Hand.

41% Wahlbeteiligung, immerhin und weit über 25% für die Abwahl des peinlichen Sesselklebers Sauerland. 129.000 stimmten für die längst überfälligen Abtritt, das ist weit mehr als die nötigen 92.000. Das ist gut so, denn alles andere wäre für Duisburg eine Katastrophe gewesen!

Die loveparade-Katastrophe war eben nicht irgendeine Filz- oder Schmiergeldgeschichte. Dabei wurden leichtfertig Menschenleben gefährdet. Doch Sauerland, seine CDU inkl. einiger Grüner und seine Gutachterin als teure Persilscheinschreiberin haben versucht damit genauso umzugehen, als sei alles nur eines der bekannten Parteiengeplänkel. Die gängigen Methoden Aussitzen, Vertuschen, Wegducken oder das bekannte Spiel der 3 Affen konnten aber in einem derart gravierenden Fall nicht ziehen. Dem haben auch die Duisburger Menschen jetzt überzeugend eine Abfuhr erteilt.

Warum z.B. konnte Adolf Sauerland die ganzen letzten Wochen etwas von einem „Rückfall in alte sozialistische Zeiten“ faseln, ohne dass halb Duisburg und drumherum vor Lachen zusammengebrochen wäre? Warum nur war die Landes- oder Bundes-CDU nicht in der Lage, die absehbare Riesenblamage frühzeitig zu verhindern, anstatt OB Sauerland von Fettnapf zu Fettnapf taumeln zu lassen?

Doch egal: Schwamm drüber, war alles schlimm und peinlich genug!

Duisburg ist nämlich `ne schöne und liebenswerte Stadt. Also: Glückauf!

 

L. Reinhard, MBI-Fraktionssprecher, Mülheim/Ruhr

 

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