Zeit für einen „Systemwechsel“: Duisburg 21, Deutschland 21, Welt 21

Und, wie sieht´s bei Ihnen aus? Sind Sie auch für einen „Systemwechsel“? Jetzt mal ganz ehrlich: dass der Sauerland abgewählt wird, das allein kann es doch wohl nicht sein! Ich meine: den Sauerland abwählen, schön und gut. Aber danach … – haben Sie darüber schon einmal nachgedacht? Also nicht. Ich werde es Ihnen sagen:danach leben Sie immer noch in ganz genau demselben System. Ohne Sauerland zwar, aber immer noch in Duisburg, in ganz genau demselben System. Da staunen Sie jetzt aber, was?! Wenn Sie mich fragen: Sie denken nicht weit genug. Schauen Sie, hier steht: „Das ist das Problem. Die Abwahl des Oberbürgermeisters Sauerland ist ein entscheidender – und sicherlich auch nicht zu unterschätzender – Schritt; notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung, um überhaupt einen `Neuanfang für Duisburg´ in Gang zu setzen.“
Kleine Frage: haben Sie das verstanden? Notwendig, aber nicht hinreichend. Ganz schön kompliziert, was?! Also gut, versuchen wir es mal anders: „Duisburg wartet auf die Abwahl Sauerlands. Einen `Neuanfang für Duisburg´ wird es aber erst danach geben – mit den Forderungen nach einem Systemwechsel, hin zu mehr Transparenz und Bürgernähe.“ So, jetzt müsste es aber klar sein. Wenn Sie das jetzt immer noch nicht verstanden haben, dann kann ich Ihnen leider auch nicht helfen. So schwierig ist es ja nun auch wieder nicht. Erst Sauerland weg, dann der Systemwechsel, d.h. zunächst einmal die Forderungen nach selbigem. Ob Sie das nun verstanden haben oder nicht, ich finde das toll. Richtig tolle Sache: Systemwechsel, sicherheitshalber erst, wenn Sauerland weg ist. Wo ich das herhabe, wollen Sie wissen? Kein Problem, ich sage es Ihnen: ich bin nämlich auch sehr für Transparenz und Bürgernähe.
Also, die beiden zitierten Sätze stammen von der Homepageder Gruppe Duisburg 21. Unbedingt merken; denn „Bürgerengagement hat einen Namen“: Duisburg 21. Tolle Gruppe; vor allem der Slogan gefällt mir sehr gut. „Bürgerengagement hat einen Namen“. Nur Persil ist Persil. Wenn die Generation Privatversehen mal so richtig ins Bürgerengagement für den Systemwechsel gerät, dann geht es so richtig postmodern zur Sache: „Bürgerengagement hat einen Namen“. Und weil man sich zuvörderst für Transparenz und Bürgernähe engagiert, hat man auch reichlich Ärger mit der Bürgerinitiative „Neuanfang für Duisburg“. Das ist übrigens die Initiative, die die 80.000 Unterschriften für die Abwahl Sauerlands gesammelt hatte, die Initiative „Neuanfang für Duisburg“. Doch nicht die Gruppe Duisburg 21. Was Sie aber auch immer denken! Ehrlich: Ihnen fehlt so ein bisschen an Bewusstsein.
Okay, ich erkläre es noch einmal, aber jetzt wirklich zum letzten Mal. Duisburg 21 findet das auch wichtig, dass Sauerland abgewählt wird. Nicht nur wichtig, sondern auch notwendig, leider leider allerdings nicht hinreichend für den – gewiss ebenfalls unbedingt notwendigen – Systemwechsel. Haben wir es jetzt?! Und auch dann, wenn Duisburg 21 bei der praktischen politischen Arbeit nicht immer so ganz an vorderster Front steht, weiß man dort zumindest, was theoretisch dringend notwendig ist. Das eine erklärt das andere: vor lauter Theoriearbeit bleibt manchmal einfach nicht die Zeit für den praktischen Kleinkram. Und Theorie – das ist mein Ernst, ich mache ja auch kaum etwas Anderes – ist wichtig. Vielleicht sogar so wichtig, meint Duisburg 21, dass diejenigen, die nicht so viele Unterschriften haben sammeln können, denjenigen, die sie gesammelt haben, sagen, was mit den Unterschriften zu passieren hat.
Ja, wenn es um den notwendigen Systemwechsel geht, dann muss man sich auch mal klar und unmissverständlich ausdrücken. Dann muss man ganz deutlich durchgeben, was zu geschehen hat und was nicht. Originalton Gruppe Duisburg 21: „Die offiziellen Vertreter der unterzeichnenden Bürgerhaben unabhängig zu sein. Und das sind sie nicht mehr, wenn sie gemeinsame Strategien mit Parteivertretern entwickeln und sich einen Abwahlkampf von den Parteien finanzieren lassen.“ Wer stattdessen den Abwahlkampf finanzieren könnte, ist nicht so recht in Erfahrung zu bringen. Die ganze Sache wird natürlich allein dadurch ungemein billiger, dass man auf den ganzen Schnickschnack aus den Systemwahlkämpfen der Systemparteien verzichtet. Falls man dennoch ein paar Kröten braucht, könnte man die ja ganz systemalternativ in der Fußgängerzone zusammenschnorren.
Das wäre doch mal eine Idee; allerdings, um fair zu sein, eher so meine als eine von Duisburg 21. Die kümmern sich halt weniger um so einen praktischen Kram wie Geld, sondern mehr so um das theoretische Große und Ganze. Und da ist schon einmal völlig klar: Transparenz und Bürgernähe gibt es nicht, wenn Parteien ihre Finger im Spiel haben. Oder halten Sie etwa Parteien für transparent?! Aha. Die Gruppe Duisburg 21 ist dagegen sowas von transparent, transparenter geht´s gar nicht. Dash wäscht so weiß, weißer geht´s nicht. Nur Persil ist Persil. Und Bürgernähe hat einen Namen: Duisburg 21. Allerdings auch wirklich nur diesen einen Namen! Dasselbe gilt für die Transparenz: die Gruppe gibt imImpressum ihrer Internetseite sogar an, wer der medienrechtlich Verantwortliche ist. Es ist der Stefan Rosellen-Goßens.
Das ist erstens vorbildlich und zweitens noch lange nicht alles. Eine Unterseite der Homepage nennt sich „Meinungen“. Dort finden sich sechs Kolumnen, fünf davon hat der Stefan geschrieben. Sonst tut ja kaum jemand etwas; außerdem kann der Stefan so schön schreiben. Im Sinne der Bürgernähe und der Unabhängigkeit, und alles ganz transparent! Machen wir uns nichts vor: Leute, die in einer Partei sind, können gar nicht unabhängig sein. Das sowieso nicht, logisch. Aber auch Leute, die „gemeinsame Strategien mit Parteivertretern entwickeln und sich einen Abwahlkampf von den Parteien finanzieren lassen“, sind natürlich alles Mögliche (wir wollen es gar nicht verbalisieren), nur eben nicht wirklich unabhängig. Wahre Unabhängigkeit resultiert erst daraus, dass man Guru Stefan ganz autonom hinterherlatscht und macht, was der Meister sagt.
Und wenn Stefan Rosellen-Goßens sagt, die Initiative „Neuanfang für Duisburg“ sei nicht unabhängig, sondern im Grunde von Parteien ferngesteuert, dann ist das eben so. Ein genialer Denker, dieser Stefan. Eigentlich der erste aller Zeiten, der eine Theorie von Transparenz und Bürgernähe entwickelt hat. Ein wahrer Meister. Da ist echt noch niemand drauf gekommen, dass dieses ganze Parteienhickhack den Menschen letztlich jede Unabhängigkeit nimmt. Und zwar mit System. Ein Scheiß System, sowas. Mit Parteien und all so einem abhängig machenden Mist. Wenn ich jetzt nur auf das richtige Wort käme! Wie heißt dieses System nochmal, wo Parteien sich immer zanken und alles Mögliche beeinflussen wollen?! Mist, ich komme jetzt nicht drauf. Egal, so etwas hält sich nicht ewig. Die Menschen fangen an, sich zu wehren. Gegen dieses System.
Historisch erwiesen, vielleicht erklärt es Meister Stefan nach Sauerlands Abwahl. Also: man muss nur lange genug richtig Stimmung machen gegen das „System“. Gegen diese ekelhaften Parteien. Egal welches Thema, der Sauerland ist da eigentlich ziemlich egal. Den gab es ja auch damals noch gar nicht. Wenn irgendetwas so richtig falsch läuft oder sonstwie unzufrieden macht, einfach dem „System“ die Schuld geben. So oft wie möglich „System“ sagen! Systemparteien, Systempolitiker, … all sowas. Und irgendwann, fast wie von alleine, kommt er dann: der ganz große Systemwechsel. Keine Parteien mehr, totale Transparenz, Bürgernähe – so nah, näher geht´s nicht. In jedem Häuserblock, von der Basis bis zur Spitze: eine einzige Volksgemeinschaft. Doch, doch, es geht. Historisch erwiesen. Ja, wir schaffen es!

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63 thoughts on “Zeit für einen „Systemwechsel“: Duisburg 21, Deutschland 21, Welt 21

  1. @ Dr. Werner Jurga

    „Und weil man sich zuvörderst für Transparenz und Bürgernähe engagiert, hat man auch reichlich Ärger mit der Bürgerinitiative „Neuanfang für Duisburg“. Das ist übrigens die Initiative, die die 80.000 Unterschriften für die Abwahl Sauerlands gesammelt hatte, die Initiative „Neuanfang für Duisburg“. Doch nicht die Gruppe Duisburg 21. Was Sie aber auch immer denken! Ehrlich: Ihnen fehlt so ein bisschen an Bewusstsein.“

    Sehnse mal, Herr Jurga, auch Sie sollten sich besser informieren, bevor sie hier etwas behaupten, von dem Sie offensichtlich keine Ahnung haben.
    Die Besetzung am Stand am Livesafer zum Unterschriften sammeln wurde mehrheitlich von Mitgliedern der Gruppe Duisburg21 gestellt.
    Ich persönlich war z.B. die ganzen 4 Monate vor Ort. Tagtäglich.

  2. HOHLE PHRASEN – pfui..

    Bürgernähe, Transparenz, Zukunft, Familie, Dialog, Humanität, Nachhaltigkeit,Toleranz – allesamt Begrifflichkeiten, die seit Dekaden auf Partei- Wahlkampfplakaten ihrer Sinnhaftigkeit beraubt, ja geradezu negativ besetzt wurden, weil…….anschließend kam da irgendwie wenig bis nichts von alledem !

    M. E. sollte der Journalist und auch der Politiker im Einzelnen verdeutlichen, was der Fall sein soll und wie es der Fall wird. Alles andere ist Verstecken hinter hehren Worten oder Vortäuschen falscher Absichten.

    In Duisburg muss sich – jetzt – ein bürgerschaftlich-politisches KORRELAT in Form einer Wählergemeinschaft konstituieren. Alles andere würde 2014 – nach einer Abwahl Sauerland’s ? – keinen Sinn ergeben.

    Es sind genügend Akteure vorhanden, das haben die post-LP‘ischen Aktivitäten sowie die aktuellen BI’s in Duisburg deutlich gezeigt.

    Wenn dieser Schritt nicht gegangen wird, dann wird viel Zeit ins Land gehen, bis konkrete Gegenmaßnahmen der Bürgerabschaltung in Duisburg wieder zum Thema werden.

    Die Weiterführung der alten HOHLEN PHASE ….

    Politik – weniger ist mehr !

    Glückauf

  3. Herr Dr. Jurga,

    die Internetpräsenz http://www.duisburg21.info existiert bereits seit weit über einem Jahr. Und ebenso lange waren die inhaltlichen Grundaussagen von Duisburg21 dort nachzulesen. Ich frage mich also, was nun ausgerechnet jetzt der ausschlaggebende Grund dafür sein könnte, dass Sie mit einem bewusst polemisch gehaltenen Kommentar die Gruppe Duisburg21 und auch meine Person in Misskredit zu bringen versuchen.

    Das Sie meinen persönlichen Schreibstil für zu kompliziert halten; – das habe ich verstanden. Wenn man nun aber Ihre semantische Analyse der auf unserer Website veröffentlichten Texte beiseite lässt, bleiben subtile Unterstellungen die jeder Grundlage entbehren.

    Damit der Leser aber versteht, warum dieser Kommentar zu dieser Zeit ausgerechnet von Ihnen verfasst und veröffentlicht wurde, hätten Sie ihnen natürlich auch mitteilen sollen, dass Sie als langjähriges aktives SPD-Mitglied (z. B. als stellv. Vorsitzender des SPD-OV Bergheim) und Unterstützer der BI Neuanfang für Duisburg keinesfalls aus einer neutralen Position heraus Front gegen Duisburg21 machen.

    Parallelen zu einer erst kürzlich erschienen Klarstellung der BI Neuanfang für Duisburg, in der inhaltlich auf ähnliche Art versucht wurde, der Gruppe Duisburg21 durch bewusste Falschdarstellungen und gewollte Unschärfen unlautere Motive zu unterstellen, sind wohl nicht zufällig.

    Dazu hier mal ein paar Fakten:

    Bei Duisburg21 handelt es sich um zwei Gruppierungen. In ihrer Zielsetzung weisen sie partiell Gemeinsamkeiten auf – in ihrer Protestform schlugen sie jedoch unterschiedliche Wege ein.

    Duisburg21 – Suchet der Stadt Bestes hat in der Tat – wie auf der Seite der BI Neuanfang zu Lesen war – zur Gründung eines „Unabhängigen Bürgerforums“ aufgerufen. Offensichtlich nicht zuletzt als Reaktion auf das undemokratische Verhalten des Orga-Teams der Initiative „Neuanfang für Duisburg“. Ein Mitglied dieser Gruppe hat dies sehr sachlich begründet in seinem Blog dargestellt:

    http://duisblog.du.funpic.de/wp/?p=1478

    Duisburg21 – BÜRGER! MACHT! POLITIK! sah und sieht sich als Gruppe, die auf die gravierenden Missstände im kommunalen Politbetrieb hinweisen möchte. Neben der Abwahl des Oberbürgermeisters fordert diese Gruppe mehr Transparenz und Bürgernähe der Verantwortlichen.

    Im Rahmen des Abwahlbegehrens standen Mitglieder von Duisburg21 – BÜRGER! MACHT! POLITIK! tagtäglich am Hauptstand (Live-Saver) und diskutierten mit Bürgern, sammelten mit anderen gemeinsam vermutlich den Hauptanteil der unterstützenden Unterschriften.

    Bereits im Juli diesen Jahres wandte sich diese Gruppe in einer Mail an die Initiative „Neuanfang für Duisburg“ um ihre Bedenken bezüglich einer Teilhabe von Parteien mitzuteilen. Verschiedene Umstände – wie etwa die Planung eines Workshops, welches von einem SPD-Funktionär moderiert werden sollte – liessen Zweifel an der immer wieder erklärten Parteiunabhängigkeit aufkommen.

    http://www.duisburg21.info/index.php?option=com_content&view=article&id=96:mail-an-neuanfang-fuer-duisburg&catid=29:nachgehakt&Itemid=42

    Kritik wurde also nicht, wie von der Initiative behauptet, erst vor kurzem geäußert. Allerdings wurde in der Gaststätte Jedermann anlässlich des nun beabsichtigten offiziellen Zusammengehens mit den Parteien die zuvor mehrmals geäußerte Kritik erneuert und auf die undemokratischen Strukturen der Initiative hingewiesen.

    Diese Kritik wurde von der großen Mehrheit der anwesenden Kritiker durchaus sachlich vorgetragen. Lediglich eine Person, die keiner der o. g. Gruppen angehört, reagierte zeitweise unangemessen in der Form – konnte inhaltlich aber, ebenso wie die übrigen Kritiker, nicht widerlegt werden.

    In ihrer nun veröffentlichen Klarstellung der Initiative heißt es wörtlich: „Ohne die Unterstützung der Parteien wäre die Zahl von fast 80.000 Unterschriften nicht erreicht worden.“

    Herr Dr. Jurga, als aktives SPD-Mitglied und Unterstützer dieser von uns kritisierten Initiative können Sie dem Leser sicher erklären, warum mittlerweile sämtliche Beiträge der Initiative, in der wiederholt die Parteiunabhängigkeit beteuert wurde, von der Internetpräsenz verschwunden sind.

        • ‚…warum mittlerweile sämtliche Beiträge der Initiative, in der wiederholt die Parteiunabhängigkeit beteuert wurde, von der Internetpräsenz verschwunden sind.‘
          Ich meine den letzten Abschnitt. Sollte da was dran sein, werde ich mich dahinter klemmen.

  4. Herr Rosellen-Goßens, es ist geradezu beschämend, die Leistung Einzelner, (die ich im Übrigen sehr schätze), über die Gesamtleistung stellen zu wollen. Für mich stellt sich her die Frage, für welche Interessen stehen Sie?.Ich denke, die Kommentierung des Herrn Jurga trifft den Kern Ihrer bisherigen Leistungen an dem laufenden Abwahlverfahren recht präzise.
    Nehmen Sie es sportlich, wer austeilt, muss auch einstecken können.

    Im Übrigen möchte ich betonen, es ist alles eine Frage des Zeitpunktes.

    • Im Gegensatz zu Dir, Werner, ist mir Herr Dr. Jurga noch nie bewußt über den Weg gelaufen. Insofern finde ich es schon einigermaßen anmassend, eine Analyse meiner Person bzw. meines Engagement zu betreiben – insbesondere wenn dann auch noch klar wird, dass offensichtlich viel Unwissenheit eine Rolle spielt.

      Aber ja, Du hast Recht, man muss auch einstecken können. Dazu bin ich bereit – wenn die Kritik sachlich und fair erfolgt. Das kann man bei dem o. g. Kommentar von Dr. Jurga allerdings durchaus in Frage stellen.

      Und noch eins, Werner: Bürgerengagement begann nicht erst im Juli diesen Jahres mit der Sammlung von Unterschriften für ein Bürgerbegehren. Ich denke, Du wirst mir Recht geben, dass ein Streit darüber, wer wie viele Unterschriften sammelte oder wer sich wann und in welcher Form im Rahmen seiner Möglichkeiten bürgerschaftlich engagierte, eher müßig und nicht zielführend ist.

  5. Seht das alles nicht zu verbissen. Wir werden unser Ziel erreichen. Dieses ‚Geplänkel‘ ist unnötig wie ein Kropf.

    Guten Rutsch.

  6. werner hüsken

    Wir sehen das nicht verbissen. aber solch ein ahnungsloses Geschwafel wie dieses von Herrn Jurga, von dem man auch weiß aus welcher Ecke das kommt, wird auch in Zukunft nicht unkommentiert bleiben. Das gilt auch für Statements von Leuten aus der BI „Neuanfang für Duisburg“.

    • Axel !
      Ein gutes neues Jahr mit viel Hoffnung und Gesundheit wünsche ich Dir.
      Ruhig bleiben, nicht ärgern.
      Katharina, die kleine dicke Naive.

  7. Lieber Herr Werner Hüsken
    Dieser Bericht eines Herrn Dr. Jurga verwundert mich schon sehr. Was will er oder die BI damit erreichen?

    Es gibt ein Interview, da wurde die Frage gestellt:
    „Der Abwahl wird oft parteipolitisches Kalkül vorgeworfen. Gehören Sie einer Partei an?“

    Darauf kam diese die Antwort:
    „Nein. Und wir haben von Beginn an erklärt, dass unsere Initiative parteiunabhängig ist und ausschließlich Sache von uns Bürgern.“

    Jetzt meine Frage an Sie Herr Werner Hüsken oder Herr Dr. Jurga:
    Darf es auch etwas mehr sein?????

    Ein gewisser „Streisand-Effekt“ sollte auch Ihnen „Herr Werner Hüsken und Herr Dr. Jurga“ sicherlich bekannt sein!

    So, jetzt wünsche ich allen noch einen Guten Rutsch ins „NEUE JAHR“!!

  8. @jurga

    Es wäre auch für Sie sinnvoll gewesen, sich vorher zu informieren.
    Aber so ist das eben, kurz reingeschaut, nix kapiert, aber dann einen raushauen.
    Das ist die typische Vorgehensweise, die wir kritisieren.
    Dann, neben der Nichtkenntnis der Sachlage, auch noch Personen angreifen, von denen man nicht die geringste Kenntnis hat, das ist gelinde gesagt einfach zu viel. Eine Entschuldigung ist das Mindeste, was ich erwarte.

  9. Lieber Stefan Rosellen-Goßens,

    vielen Dank dafür, dass Sie sich Zeit dafür genommen haben, meinen – wie Sie ganz zutreffend schreiben – „bewusst polemisch gehaltenen Kommentar“ nicht nur zu lesen, sondern auch in aller Ausführlichkeit auf xtranews zu kommentieren. Sie fragen gleich zu Beginn, warum ich „ausgerechnet jetzt“ die Gruppe Duisburg21 und auch Ihre Person in Misskredit zu bringen versuche. „Ausgerechnet jetzt“, weil doch die Internetpräsenz http://www.duisburg21.info bereits seit weit über einem Jahr existiert.

    Zunächst einmal möchte ich Ihnen sagen, lieber Stefan Rosellen-Goßens, dass ich Ihnen sehr dankbar bin, dass Sie mein bislang sorgsam gehütetes Geheimnis, nämlich Mitglied der SPD zu sein, endlich gelüftet haben. Und dies, wohl damit es auch den oberflächlichen Lesern nicht entgeht, gleich zweimal. Zugegeben, erst einmal war ich über Ihr Zwangsouting etwas geschockt; doch inzwischen weiß ich die Vorzüge zu schätzen. Es fühlt sich so befreit an, sich nicht ständig verdrehen und verbiegen zu müssen, nur damit etwas, was doch irgendwie zu meiner Person gehört, den Leuten vorenthalten bleibe.
    Jetzt, wo es raus ist, haben Sie sicherlich auch nichts dagegen, wenn ich auf Ihre Frage – meiner ganzen Art folgend – auch wie ein Politiker antworte. Also: ich bin Ihnen, lieber Stefan Rosellen-Goßens, äußerst dankbar, dass Sie mir diese Frage stellen. Aber Sie haben gewiss Verständnis dafür, dass dies jetzt nicht die Stunde ist, darüber zu spekulieren. Hier und jetzt wollen wir uns über den großartigen Erfolg freuen, der sich darin zeigt, dass Sie als Sprecher der Gruppe Duisburg 21 so angestochen reagieren. Alles Weitere erfahren Sie – stets zeitnah -im Laufe der nächsten Wochen.
    „Alles Weitere“, das bedeutet auch, dass ich die eingangs von Ihnen aufgeworfene Frage gar nicht mehr zu beantworten brauche, allein schon deshalb nicht, weil Sie ja bereits so freundlich waren, mir die entsprechende Arbeit abzunehmen. Nur einen Absatz lang konnten Sie das neugierige Publikum auf die Folter spannen, dann musste es aber raus: „Damit der Leser aber versteht, warum dieser Kommentar zu dieser Zeit ausgerechnet von Ihnen verfasst und veröffentlicht wurde, hätten Sie ihnen natürlich auch mitteilen sollen, dass Sie als langjähriges aktives SPD-Mitglied …“

    Ja, ich hätte es tun sollen. Natürlich, ausgerechnet ich – und das zu dieser Zeit bei diesem Kommentar. Sei´s drum, nun ist es ja raus. Ihren persönlichen Schreibstil, um auf Ihren kleinen Pausenfüller-Absatz kurz einzugehen, halte ich übrigens dennoch nicht für zu kompliziert, obwohl man freilich geneigt ist, bei aktiven SPD-Mitgliedern davon auszugehen, dass ihnen schlichtweg das Zeug dazu fehlt, die Komplexität und Kompliziertheit Ihrer Gedankenwelt auch nur annähernd zu erfassen.

    Sehen Sie, lieber Stefan Rosellen-Goßens! Und genau dies hatte ich mir – Sie werden staunen – von vornherein gedacht und deshalb – da bin ich ganz konsequent! – auf die Lektüre Ihres persönlichen Schreibstils vollständig verzichtet. Ich hatte „nur“ die Startseite duisburg21.info gelesen und mir eingebildet, so einigermaßen alles verstanden zu haben. Das scheint Ihnen nicht wesentlich anders gegangen zu sein: „Wenn man nun aber Ihre semantische Analyse der auf unserer Website veröffentlichten Texte beiseitelässt …“, – Entschuldigung? Wieso eigentlich?! Ist Ihr vollmundiges Wort vom „Systemwechsel“ etwas nur semantisches Klimbim?!

    „ … bleiben subtile Unterstellungen, die jeder Grundlage entbehren.“ Okay, trotzdem sind sie jetzt in der Welt. Und irgendwie haben sie sich ganz schlüssig gelesen. Wie unfair von mir! Vielleicht erklärt dies, warum Sie, lieber Stefan Rosellen-Goßens, auch im gesamten weiteren Verlauf Ihres Kommentars mit keinem Wort auf die „subtilen Unterstellungen“ eingehen. Verstehe: das haben Sie nicht nötig! Und überhaupt: Angriff ist die beste Verteidigung.

    Ich, also Werner Jurga, hätte nämlich auch mitteilen sollen – ich fahre mit dem bereits begonnenen Zitat fort – „dass Sie als langjähriges aktives SPD-Mitglied (z. B. als stellv. Vorsitzender des SPD-OV Bergheim) und Unterstützer der BI Neuanfang für Duisburg keinesfalls aus einer neutralen Position heraus Front gegen Duisburg21 machen.“ Ja, wie gesagt, hätte ich vielleicht, lieber Rosellen-Goßens. Nur, wissen Sie, ich gehe gemein hin davon aus, dass meine Leser davon ausgehen, dass ich nie aus einer neutralen Position heraus schreibe, sondern immer gegen irgendetwas oder irgendjemanden Front mache. Warum sonst sollte ich denn überhaupt schreiben, wenn nicht deshalb?! – Ach so, ich vergaß …

    „Parallelen zu einer erst kürzlich erschienen Klarstellung der BI Neuanfang für Duisburg, in der inhaltlich auf ähnliche Art versucht wurde, der Gruppe Duisburg21 durch bewusste Falschdarstellungen und gewollte Unschärfen unlautere Motive zu unterstellen, sind wohl nicht zufällig.“ Sagen Sie mal, Rosellen-Goßens, Sie meinen doch nicht allen Ernstes mich?! „Gewollte Unschärfen“, okay; es sind so viele Schärfen in der Kolumne, da sind ein paar Unschärfen durchaus gewollt. Aber „bewusste Falschdarstellungen“ – mir unterstellen Sie ja implizit „nur“ eine „ähnliche Art“ wie „bewusste Falschdarstellungen“. Da haben Sie aber ganz schön Glück gehabt, Rosellen-Goßens! Ich kann nämlich, wenn es drauf ankommt, auch ziemlich humorlos sein.

    Ich komme zum Ende; denn in Rosellen-Goßens´ Kommentar geht es weiter mit: „Dazu hier mal ein paar Fakten“. Ich nehme an zu den „bewussten Falschdarstellungen“. Achtung! „Bei Duisburg21 handelt es sich um zwei Gruppierungen. In ihrer Zielsetzung weisen sie partiell Gemeinsamkeiten auf – in ihrer Protestform schlugen sie jedoch unterschiedliche Wege ein.“ Also, ehrlich gesagt: so eine Scheiße hatte mich schon in den 1970er Jahren nicht so richtig zu interessieren vermocht, als die KPD-ML und die KPD-AO trotz partieller Gemeinsamkeiten jedoch unterschiedliche Wege eingeschlagen hatten. Ein „SPD-Funktionär“ taucht im Text mal auf, wie aufregend. Ansonsten hat der ganze Kram mit meiner Kolumne nichts mehr zu tun.

    Damit man es nicht so merkt, werde ich im Schlussabsatz noch einmal erwähnt: „Herr Dr. Jurga, als aktives SPD-Mitglied und Unterstützer dieser von uns kritisierten Initiative können Sie dem Leser sicher erklären, warum mittlerweile sämtliche Beiträge der Initiative, in der wiederholt die Parteiunabhängigkeit beteuert wurde, von der Internetpräsenz verschwunden sind.“ Nein, lieber Rosellen-Goßens, das kann ich nicht! Ich bin nämlich kein Mitglied, sondern, wenn überhaupt, „Unterstützer“ dieser Initiative. Auf meine Art und Weise. Und die besteht vornehmlich darin, gegen irgendwelche Leute, die ihr schaden wollen, „Front zu machen“, wie Sie sich auszudrücken pflegen.

    Und natürlich, Rosellen-Goßens, schaden Sie und Ihre Leute nicht nur dieser Initiative, sondern dem ganzen Projekt, Herrn Sauerland am 12. Februar abzuwählen. Sie haben sich gemacht und machen sich zum Stichwortgeber und Kronzeugen Adolf Sauerlands und der Duisburger CDU, die „wohl nicht zufällig“ die Parallelen zu ihrem Duisburg21-Kram rauspowert: Unterwanderung, Mogelpackung, … – Sie kennen das doch, Herr Rosellen-Goßens! Das kann Ihnen doch unmöglich entgangen sein! Aber Sie machen schön weiter mit Ihrem denunziatorischen Scheiß von den SPD-Mitgliedern und der daraus vermeintlich resultierenden Parteiabhängigkeit.

    So, Rosellen-Goßens: ich bin Mitglied der SPD. Das hatten wir ja nun – mit Ihrer freundlichen Hilfe – geklärt. Wenn Sie jetzt noch so freundlich wären, uns zu sagen, wer Sie sind. Wer sind Sie? Was wollen Sie? Ob mit oder ohne Parteibuch – das interessiert mich nicht die Bohne. Ich hätte einfach nur gern gewusst: was soll dieser ganze Scheiß?! Eine Bitte noch: fangen Sie nicht wieder mit diesem „Systemwechsel“ an! Sie machen sich lächerlich und mich ärgerlich. Und das wollen wir doch nicht.

    Werner Jurga, 31.12.2011

  10. Vielen Dank, Herr Dr. Jurga, für Ihre Kommentierung. Sie werden sicher Verständnis dafür haben, dass ich auf diese Ihre Zeilen in dieser Stunde nicht näher eingehe. Ich werde es aber gerne noch in naher Zukunft nachholen …

    Allen Menschen guten Willens wünsche ich einen guten Rutsch ins neue Jahr – welches hoffentlich neben der längst überfälligen Abwahl Sauerlands auch einen wirklichen Neuanfang in Duisburg in Gang setzt …

  11. Liebe Kommentatoren,

    Etwas weniger performatives Eigengeleute im neuen Jahr wäre schon toll..

    Frohes Neues

  12. @Werner Jurga

    „Ich hätte einfach nur gern gewusst: was soll dieser ganze Scheiß?!“

    Ganz genau, was sollte dieser Artikel?
    Oder sollte ich sagen: der Scheiß?
    Tun se doch nicht blöder als Sie sind.
    Es geht uns nicht im mindesten darum, eine Bürgerbewegung zu kritisieren, nur Vertretern der BI.
    Deren Gesichter und Namen kennen wir schon. Wir waren von Anfang an mitten drin, statt, wie z.B. Sie nur „dabei“. Und wenn wir Kritik anbringen, dann hat das seine Gründe und fußt auf Erfahrungen vor Ort. Und wenn Sie diese BI unterstützen, dann ist die Frage nach Ihren Beweggründen nur zu offensichtlich.
    Trotzdem gibt es erstmal das gemeinsame Ziel der Abwahl Sauerlands. Aber das ist nur das eine Ziel. Und was wir wollen, oder gedenken zu tun, das machen wir noch immer unter uns aus. Dafür interessieren sich so uninformierte und bedenkenlose Unterstützer sowieso nicht.

    Ich schließe mich Stefan an und wünsche einen guten Rutsch.

    Und es ist etwas völlig anderes, von Fachkreisen als „der Verständnisvolle“ bezeichnet zu werden, statt der Verständnisvolle zu sein. Dazu braucht es Kenntnis um die BI, und die geht Ihnen offensichtlich ab.

  13. „Und natürlich, Rosellen-Goßens, schaden Sie und Ihre Leute nicht nur dieser Initiative, sondern dem ganzen Projekt, Herrn Sauerland am 12. Februar abzuwählen. Sie haben sich gemacht und machen sich zum Stichwortgeber und Kronzeugen Adolf Sauerlands und der Duisburger CDU, die „wohl nicht zufällig“ die Parallelen zu ihrem Duisburg21-Kram rauspowert: Unterwanderung, Mogelpackung, … – Sie kennen das doch, Herr Rosellen-Goßens! Das kann Ihnen doch unmöglich entgangen sein! Aber Sie machen schön weiter mit Ihrem denunziatorischen Scheiß von den SPD-Mitgliedern und der daraus vermeintlich resultierenden Parteiabhängigkeit.“

    Machen Sie sich doch nicht lächerlich.
    Wir kennen die Stimmung der Bürger genau, und zwar aus eigener Erfahrung.
    Die Duisburger werden Sauerland abwählen.
    Und Dampf machen muß man in Duisburg nicht nur gegen Sauerland. Da sind sich die Bürger einig. Aber auch gegen die Parteienvertreter der kommunalen CDU, SPD und Grünen. Oder wollen Sie deren Rolle seit der LoPa etwa gutheißen?

  14. Am 8. August 2010 schrieb ich hier auf xtranews:
    „Ich habe stets gegen Beschwerden über Parteienhickhack und dergleichen argumentiert. Ich halte den dahinter steckenden Harmonismus für im Grunde demokratiefeindlich. Gerade deshalb erlaube ich mir die Frage, ob es ausgerechnet jetzt, (keine) zwei Wochen nach dem entsetzlichen Ereignis besonders stilvoll ist, die eigenen Parteifarben zu preisen und die andere Seite in Klein-Fritzchen-Manier anzugehen … Im Stadtrat spielt das Kartell der Mittelmäßigkeit Bundestag. Die CDU versammelt sich hinter ihrem Oberbürgermeister, so als wäre nichts gewesen und käme auch nichts mehr. Bei der SPD gibt es niemanden, der dem OB auch Positives bescheinigen könnte. Bei dem, was die Grünen – also deren Ratsfraktion – abliefert, versagt sogar das Modell vom „Bundestag Spielen“. Im Stadtrat ist niemand auszumachen, der die Dimension des Geschehenen auch nur annähernd in der Lage wäre zu erfassen.“

      • Werner Jurga. Wir müssen überlegen, was nach dem Abwahltermin kommt.
        Besonnene (und auch heftig überzeugte Sauerland-Gegner) fragen sich, was kommt danach.
        Wenn sich Neuanfang für Duisburg und Duisburg 21 beharken, nutzt das überhaupt nichts für die Zukunft von Duisburg. Und die verdammt nicht gut aus. Duisburg ist und bleibt in politischer und administrativer Weicheihaft nach dem Abwahltermin, egal wie der ausgeht.

        Letztlich müssen sich möglichst viele Engagierte aus der Bürgerschaft auf ein gemeinsames Ziel nach dem Abwahltermin verständigen. Und das knn nur Bürgerbeteiligung heißen. Denn unsere sog. politischen und administrativen Eliten betrachte ich als höchstgradige Versager.

        Viele städtische Indikatoren sind im endlosen Sturzflug. Die Stadt Duisburg, unsere Heimat, wird ruiniert.

        Wir müssen auf die Gerechtigkeit der Staatsanwaltschaft und Gerichte bei der Loveparade hoffen. Dann sind Stadtentwicklungsdezernent Dressler, Oberbürgermeister Sauerland und Rechtsdezernent Rabe weg. Aber Stadtdirektor Peter Greulich gerät dann ins Visier: Stadtdirektor Dr. Peter Greulich ist während seiner Amtszeit gescheitert, das Feld für eine lösungsorientierte Konfliktkultur in Duisburg zu bestellen. Das hat 21 Menschen getötet und hunderte verletzt.

        Kann mir jemand diese Unterlassung von Peter Greulich Stadtdirektor Duisburg erklären?

        • Keiner unterlässt diesen Mann. Er steht im Moment nicht im Foccus, da sich alles um die Abwahl von Sauerland dreht.
          Aber wir Bürger vergessen nicht, wie arrogant und oberflächlich
          Herr Greulich mit 21 Toten umging.
          Wie er sich NICHT um Opfer und Hinterbliebene gekümmert und bemüht hat.
          Es sieht im Moment nur so aus, als hätten wir ihn vergessen.
          In Hamborn (Botanischer Garten) wird er am wenigsten vergessen werden.

  15. Herr Hüskens nennt es „Geplänkel“, Herr Dr. Jurga fragt, was der „Scheiß“ soll.

    Ja, in der Tat, das frage ich mich mittlerweile auch.

    Die Diskussion über die strategische Ausrichtung der Initiative Neuanfang für Duisburg halte ich für kontraproduktiv – und sie wäre auch vermeidbar gewesen.

    Denn den Menschen im Orga-Team der Initiative (welches offensichtlich die massgeblichen Entscheidungen traf) musste klar gewesen sein, dass sie mit ihrer Abkehr von der immer wieder beteuerten Parteiunabhängigkeit Widerspruch provozieren würde.

    Menschen an den Ständen – aber auch Bürger, die mit ihrer Unterschrift das Abwahlbegehren unterstützten – vertrauten auf die Aussagen der Initiative. Und wurden massiv enttäuscht.

    Um es noch mal ganz klar zu stellen: Selbstverständlich ist es vollkommen in Ordnung, wenn sich Parteimitglieder in einer Bürgerinitiative aktiv einbringen. Etwas ganz anderes aber ist es, wenn Parteien als solches durch z. B. großzügige finanzielle und logistische Unterstützung de facto Einfluss auf das Handeln der Bürgerinitiative ausüben.

    Das die Initiative Neuanfang für Duisburg offensichtlich bereits seit einiger Zeit – und nicht erst jetzt – auf die Unterstützung von Parteien setzte, wird nun auch gar nicht mehr bestritten. So ist auf ihrer Internetpräsenz z. B. zu lesen: „Ohne die Unterstützung der Parteien wäre die Zahl von fast 80.000 Unterschriften nicht erreicht worden.“ Artikel oder Blogeinträge, in denen die Initiative auf ihre Parteiunabhängigkeit hinwies, sind dagegen verschwunden.

    Kritiker, wie beispielsweise die Mitglieder der Gruppen Duisburg21, sahen sich plötzlich einem Dilemma ausgesetzt. Einerseits durfte das große gemeinsame Ziel der Abwahl Sauerlands nicht gefährdet werden – andererseits fühlte man sich von der Initiative Neuanfang für Duisburg getäuscht.

    Den Kritikern wird nun vorgeworfen, Sauerland und der CDU in die Hände zu spielen. Aber ist das so? Hat nicht eher die Initiative durch ihren Kurswechsel – hin zu einer Zusammenarbeit mit den Parteien – dafür gesorgt, sich angreifbar zu machen.

    Und welchen Zweck hat eine Klarstellung der Initiative auf ihrer Homepage oder ein Kommentar von Herrn Dr. Jurga hier auf xtranews, wenn eine Eskalation des Konfliktes ganz offensichtlich nicht im Interesse des Bürgerbegehrens ist.

    Es geht am 12. Februar nicht darum, einer (aus meiner Sicht gescheiterten) Bürgerinitiative die Absolution zu erteilen. Es geht ausnahmslos darum, einen Oberbürgermeister abzuwählen, der sich durch sein Verhalten als unfähig und untragbar erwiesen hat. Dafür will ich mich bis zum Wahltag einsetzen – und nicht für so ein „Geplänkel“ oder „Scheiß“, wie er hier (warum auch immer) provoziert wurde.

    @Herr Dr. Jurga: Sollten Sie tatsächlich daran interessiert sein, zu erfahren, wer ich bin und was mich „treibt“, so können wir uns gerne mal persönlich treffen.

    • „Es geht ausnahmslos darum, einen Oberbürgermeister abzuwählen, der sich durch sein Verhalten als unfähig und untragbar erwiesen hat. Dafür will ich mich bis zum Wahltag einsetzen – und nicht für so ein „Geplänkel“ oder „Scheiß“, wie er hier (warum auch immer) provoziert wurde.“
      Dies könnte aus meiner Feder stammen… Nur Sie handeln nicht danach. Das ist in hohem Maße und auch noch bewusst kontraproduktiv.

      Im Übrigen sind die Entscheidungsprozesse im Orgateam – offenbar entgegen Ihren Erwartungen- demokratisch zustande gekommen. An diese Entscheidungen halte ich mich – auch wenn sie nicht in jedem Falle meiner eigenen Überzeugung entsprechen.

    • Mal was ganz praktisches. Beim Auftakt des Bürgerforums Duisburg 2027 hatte Alt-OB Josef Krings gewarnt, dass sich die Politik ja nicht einmische. Sie hat es trotzdem getan. Das Projekt Bürgerforum Duisburg 2027 ist tot – trotz aller schön bedruckten Papiere.

      Und das was an Vernünftigen herausgekommen ist, versinkt in der generellen Unverbindlichkeit von Bürgerlichen Empfehlungen.

      Es ist der vergebliche Kampf von Proll Malochiote gegen die Leuchttürme der Kulturhauptstadt RUHR.2010, so die Sicht der Revier-Entscheider. Dieses Gesöcks feixt, wenn sie mit der Lupe auf die Bohrer bürgerschaftlich engagierter Einwohner blickt. „Ejh boar Mann, mein Bohrer ist viel dicker als deiner! – Geh, scher Dich, geh dünne Bretter bohren!“ (So wird wohl Bundespräsident Wulff auch bei der BILD gedacht haben.)

      • Bei Neuanfang für Duisburg handelte Krings wie ein guter Katholik frei nach dem Motto „Tut nach meinen Worten, nicht nach meinen Werken“, denn er mischte sich als ehemaliger SPD OB sehr wohl bei der BI ein, von seiner SPD, die flugs das Ruder übernahm, ganz zu schweigen.

  16. Stefan Rosellen-Goßens, es ist anmaßend, wie Sie – in meinem Fall gar wider besseren Wissen – den politischen Hintergrund Anderer beurteilen. Mache Sie sich wenigstens die Mühe, meinen Namen richtig zu schreiben.

    • Ich nehme an, Herr Krause, dass es sich bei dem „Wir“ nicht um einen Majestätsplural handeln soll, sondern dass Sie – vermutlich demokratisch – legitimiert sind, für die Gruppe Duisburg 21 zu sprechen.

      Zur Sache: mir ist entfallen, wofür ich mich Ihrer Ansicht nach entschuldigen sollte. Seien Sie doch bitte so freundlich, mich an eine schuldbeladene Äußerung meinerseits zu erinnern! Erstens.

      Zweitens: da nun leider doch ken Gespräch zwischen Herrn Rosellen-Goßens und mir zustande kommt, wäre es sehr nett von Ihnen, wenn Sie ihn daran erinnern könnten, dass er mir in seinem Kommentar gestern um 16:43 Uhr irrtümlicherweise „bewusste Falschdarstellungen“ in meinem Ursprungsbeitrag unterstellt hatte, und dass ich keinerlei Interesse an einer Verrechtlichung unseres kleinen Dissenses hege.

      Ich bedanke mich für Ihre Mühe!

  17. Off-Topic: Betrifft IP-Adressen von Kommentaren. Welche Regeln der Vorratsdatenspeicherung gelten bei xtranews.de?

  18. Thema System bei Xtranews: Mitgliederbestand. Das Ende der Volkspartei SPD. Das bisherige demokratische System zweier großer Volksparteien im Widerstreit löst sich auf. Das ist eine ernste Bedrohung, nicht nur für die SPD.

    http://jakobswege.wordpress.com/2010/06/23/das-ende-der-volkspartei-spd/
    Eine Projektion zeigt, wie der bisherige Trend des Mitgliederverlust der SPD zu einer Katastrophe in etwa 2020 führt.

    Die Parteie-Daten für 2010 und Mitte 2011 liegen voll auf der Absturzgeraden in der Graphik der Bundeszentrale für politische Bildung bpb (bisher nicht publiziert).

  19. Der Artikel ist doch ein Witz, Satire oder so. Kann ich leider nicht ernst nehmen.
    Die Bürger wissen, dass das System krankt und nicht alles „heil“ ist, wenn Sauerland weg ist.
    Das ist doch gerade die Gefahr, dass die Bürger sagen, es „nützt nichts“
    und dann nicht zur Abwahl gehen.
    Nicht nur OB klebt, der ganze Rat. ALLE reagieren wie kleine Kinder.
    Trotzig:“Wir haben soviel getan für Duisburg und jetzt werden wir nur noch beschimpft. Wir Arme.“
    Alle zurücktreten! Neuwahlen! Ein frommer Wunsch, denn sie tuen es nicht.
    Also bleibt erst mal nur die Abwahl, aber JEDER BÜRGER denkt darüber nach, was danach kommt.
    Also hoffe ich mal, das dieser Artikel als Witz verstanden werden darf.
    Ansonsten werde ich sauer, weil man die Bürger für so doof hält. Wir sind nicht doof, sondern enttäuscht, ratlos, entsetzt, wütend und traurig, weil es in Duisburg so ist, wie es ist.
    Wir Bürger werden schon von der Politik ver……! Wir brauchen keinen Journalisten, er es auch noch tut. ODER?

  20. Der Artikel ist doch ein Witz, Satire oder so. Kann ich leider nicht ernst nehmen.
    Die Bürger wissen, dass das System krankt und nicht alles „heil“ ist, wenn Sauerland weg ist.
    Das ist doch gerade die Gefahr, dass die Bürger sagen, es „nützt nichts“
    und dann nicht zur Abwahl gehen.
    Nicht nur OB klebt, der ganze Rat. ALLE reagieren wie kleine Kinder.
    Trotzig:“Wir haben soviel getan für Duisburg und jetzt werden wir nur noch beschimpft. Wir Arme.“
    Alle zurücktreten! Neuwahlen! Ein frommer Wunsch, denn sie tuen es nicht.
    Also bleibt erst mal nur die Abwahl, aber JEDER BÜRGER denkt darüber nach, was danach kommt.
    Also hoffe ich mal, das dieser Artikel als Witz verstanden werden darf.
    Ansonsten werde ich sauer, weil man die Bürger für so doof hält. Wir sind nicht doof, sondern enttäuscht, ratlos, entsetzt, wütend und traurig, weil es in Duisburg so ist, wie es ist.
    Wir Bürger werden schon von der Politik ver……! Wir brauchen keinen Journalisten, der es auch noch tut. ODER?

  21. Ich habe damals die SPD gewarnt, den Herrn Schröder als Kanzlerkanditat aufzustellen. Dieser „selbstverliebte Egoist“ schadet der Partei, dem Volk und dem Land, habe ich gesagt. Von da an ging´s bergab mit der SPD.
    Sie ist keine Volkspartei mehr. Nicht umsonst sind die PDS/WASG, die heutigen Linken, entstanden. Wieviele ehemalige SPDler sind aus Verzweiflung und Enttäuschung über die Schröderpolitik ausgetreten. Das ist nicht vergessen.
    Zudem verweise ich in Duisburg auf den Innenminister Jäger, der für die
    NRW-Polizei zuständig ist. Da gibt es auch eine Spendenaffäre und die
    Sache mit dem Handy am Ohr im Straßenverkehr. Ist die Strafe nun bezahlt?
    Warum hat er als ortskundiger Bürger sich nicht gegen die „Loveparade“ ausgesprochen? Müssig in Duisburg, zu fragen. Mann oder Frau bekommen keine anständigen Antworten. Erwarte auch keine mehr.
    Aber die SPD ist nicht unschuldig an der Katastrophe.

  22. Lieber Leser,

    Sie fanden diesen Artikel und die nachfolgenden Kommentierungen kontraproduktiv und überflüssig wie Kropf?

    Sollte dies so sein, dann schließe ich mich Ihnen an.

    Gleichzeitig bitte ich um Entschuldigung, dass ich durch meine Kommentare überhaupt so intensiv auf diesen Artikel eingegangen bin.

    Herr Dr. Jurga beabsichtigte mit seinem Beitrag die Gruppen Duisburg21 und meine Person zu diskreditieren. Inwieweit ihm das gelungen ist, entscheiden Sie selbstverständlich selbst.

    Machen Sie sich selbst ein Bild: http://www.duisburg21.info – und verlassen Sie sich nicht auf den Artikel eines Autors, der erklärtermaßen über das Lesen der Startseite nicht herauskam …

    • Jeder Beitrag ist wichtig! Wir brauchen den Diskurs. Das ging durch den Reviergeist verloren, von dem wir alle geprägt sind. Jede Meinung zählt: Verdammt! Das ist Demokratie!

      Das Regiem der historischen Monopole der Montanindustrie, Parteihochburg und WAZ-Medien-Giant versagt heute. Einst war es eine richtige gesellschaftliche Antwort – heute längst untauglich verflossen.

      Die alten vom Reviergeist geprägten Socken leben in der Vergangenheit. Die Zukunft von Duisburg verfällt.

      • Ja, es scheint, als hielte ein System von Parteiparasiten Duisburg 21, Deutschland 21 und die Welt 21 in Weicheihaft. Pfui – Pfui – Pfui.

        Wir in Duisburg, Ruhrgebiet und NRW leben an einer Unterdrückung, wie sie der Bundespräsident Wulff auch bei BILD versucht hat, wenn Pressebericht zutreffen.

  23. Habe etwas in der Biografie von Wolfgang Thierse gelesen.
    Zitate:
    „Routine hat etwas Beruhigendes, wenn zugleich Neues entstehen kann.“
    +
    „Demokratie braucht Langsamkeit“

    Wenn denn LANGSAM in Duisburg etwas NEUES entstehen kann,
    haben die Bürger schon viel erreicht.

    • Wolfgang Thierse denkt in historischen Zeiträumen. Doch die Veränderung braucht immer das Hier und Heute, das beständig den neuen Weg bahnt. Nur so ist Demokratie langsam!

      Wenn sich die NEINZEICHEN wie Pflöcke zur Umzinglung schließen, war das die Langsamkeit der Demokratie. Aber jeder einzelne Pflock war der harte Kampf eines Tageswerks.

  24. Jurga? Who the hell is Jurga?

    Waren Sie, Herr Dr. Jurga am 6.12. im Jedermann? Kann nicht sein, sonst hätten Sie die zerstörerische Aktion Ihres Mitschreibers Thomas Kuhl in Ihrem Artikel erwähnen MÜSSEN. In betrunkenem Zustand hat er ungefragt, äußerst lautstark, unsachlich und teilweise sogar beleidigend (gelinde ausgedrückt) gegen die BI und die unterstützenden Parteien aus allen Rohren gefeuert. Und das vor versammelter Lokalpresse. Folge: Negative Presse für die (angeblich zerstrittene BI, der T.K. nie angehört hat). DAS nenne ich Beschädigung der BI! Stefan und Axel haben vergeblich versucht, ihn zu bremsen. Keine Chance. Er fiel jedem lautstark und selbstgerecht ins Wort. Der einzige Zweck seiner Auftritte war Selbstdarstellung – ohne Rücksicht auf die Außenwirkung. Er hat damit sowohl dem Abwahlverfahren als auch der BI einen Bärendienst erwiesen.

    Aber, statt mal ein Wörtchen mit T. Kuhl zu reden, fallen Sie über Stefan her. Eine Krähe hackt – offenbar auch auf XtraNews – der anderen kein Auge aus.

    Sowohl Axel als auch Stefan haben – jeder an seinem Platz – ihren Teil bei der Unterschriftenaktion geleistet. Sie auch?

    Dr. Jurga, Sie schlachten mit Stefan das falsche Schaf. Stefan und Axel sind – in Sachen Parteibeteiligung – zwar grundlegend anderer Meinung als die BI, aber sie äußern ihre Meinung moderat und niemand muss sie sich zu eigen machen.

    Das lautstarke Krakeelen Ihres Kommentatoren-Kollegen T. Kuhl hat weitaus mehr Schaden verursacht. Meine Empfehlung: Beschäftigen Sie sich – sofern Sie es wagen – mit SEINEM Verhalten am 6.12. im Jedermann. Nur Mut. Bin zu Live-Berichten gerne bereit. Nicht verzagen, turnaround fragen.

  25. Ok, meine Kritik an dem Kommentar des Herrn Dr. Jurga scheint nicht gut angekommen sein und sie wurde gelöscht.

    Ich versuche es trotzdem nochmal, denn ich gehe davon aus, dass gerade XtraNews auch konträre Meinungen verträgt. Wenn nachfolgende Kommentatoren mir verbale Prügel verpassen möchten, nur zu.

    Waren Sie, Herr Dr. Jurga am 6.12. im Jedermann? Kann nicht sein, sonst hätten Sie die zerstörerische Aktion Ihres Mitschreibers Thomas Kuhl in Ihrem Artikel erwähnen MÜSSEN. In betrunkenem Zustand hat er ungefragt, äußerst lautstark, unsachlich und teilweise sogar beleidigend (gelinde ausgedrückt) gegen die BI und die unterstützenden Parteien aus allen Rohren gefeuert. Und das vor versammelter Lokalpresse. Folge: Negative Presse für die (angeblich zerstrittene BI, der T.K. nie angehört hat). DAS nenne ich Beschädigung der BI! Stefan und Axel haben vergeblich versucht, ihn zu bremsen. Keine Chance. Er fiel jedem lautstark und selbstgerecht ins Wort. Der einzige Zweck seiner Auftritte war Selbstdarstellung – ohne Rücksicht auf die Außenwirkung. Er hat damit sowohl dem Abwahlverfahren als auch der BI einen Bärendienst erwiesen.

    Aber, statt mal ein Wörtchen mit T. Kuhl zu reden, fallen Sie über Stefan her. Eine Krähe hackt – offenbar auch auf XtraNews – der anderen kein Auge aus.

    Sowohl Axel als auch Stefan haben – jeder an seinem Platz – ihren Teil bei der Unterschriftenaktion geleistet. Sie auch?

    Dr. Jurga, Sie schlachten mit Stefan das falsche Schaf. Stefan und Axel sind – in Sachen Parteibeteiligung – zwar grundlegend anderer Meinung als die BI, aber sie äußern ihre Meinung moderat und niemand muss sie sich zu eigen machen.

    Das lautstarke Krakeelen Ihres Kommentatoren-Kollegen T. Kuhl hat weitaus mehr Schaden verursacht. Meine Empfehlung: Beschäftigen Sie sich – sofern Sie es wagen – mit SEINEM Verhalten am 6.12. im Jedermann. Nur Mut. Bin zu Live-Berichten gerne bereit. Nicht verzagen, turnaround fragen.

    • > In betrunkenem Zustand hat er ungefragt, äußerst lautstark,
      > unsachlich und teilweise sogar beleidigend (gelinde ausgedrückt)
      > gegen die BI und die unterstützenden Parteien aus allen Rohren
      > gefeuert. Und das vor versammelter Lokalpresse.

      Sagen wir einmal: Das war eine Äußerung im politischen Diskurs.

      Ich entgegne: Ich war auch da.

      Der Redner hat keinen Eindruck erweckt, er sei betrunken.
      Es gab keine „versammelte Lokalpresse“. Als einziger Pressevertreter erschien Oliver Schmer WAZ Duisburg. Ich habe genau beobachtet, wer sich regelmäßige Notizen gemacht hat. Das war Oliver Schmer WAZ Duisburg allein.

      Den Beitrag von turnaround schätze ich als befangen vom alten P-R-O-L-L-Regiemgeist Ruhrgebiet ein (Proll: Projektion-Ruhrgebiet-Ohne-Langfristige-Lösung) ein.

      Gegen den turnaround-Beitrag setze ich ein NEINZICHEN. Beiträge wie von turnaround sind Widerstände der alten Parteihochburg, mit dem Einwohner der Stadt Duisburg umzugehen lernen müssen.

      Dann öffnet sich der Weg für die Zukunft der Stadt Duisburg.

      Reviergeist: Duisburg, Ruhrgebiet und NRW ist in Weicheihaft der drei historischen Monopole Montanindustrie, Parteihochburg sowie WDR- und WAZ-Mediengiganten.

      Der Beitrag von turnaround war nicht charmant, aber das ist im politischen Diskurs um die Zukunft normal.

      Im Bezirk Homberg Ruhrort Baerl verbreiten die Sternsinger der Kirchengemeinde St. Johannes eine Karte: “Klopft an Türen, pocht auf Rechte!“ Gutes Neues Jahr 2012.

      • „Der Beitrag von turnaround war nicht charmant, aber das ist im politischen Diskurs um die Zukunft normal.“

        Jop, so ist das wohl. Ist einfacher als Auseinandersetzung.
        Insofern ist das Neinzeichen berechtigt.

        • Politsiche Diskussion. Es geht noch schlimmer. Der Stadtdirektor Duisburg Dr. Peter Greulich geht gegen Bürger mit einer Strafanzeige vor, die bei einem Bezirksamtsleiter in einer Mitteilung an die Stadtverwaltung jahrelange Untätigkeit darlegen. Üble Nachrede und Beleidigung, behauptet Greulich. Das ist wie eine verschärfte Wulff-Nummer: Einschüchterung der Meinungsfreiheit.

  26. Die Moderation hat auch innerhalb von fast zwei Stunden noch nicht darüber entschieden, ob mein Kommentar auf XtraNews bestehen bleibt, oder nicht. Sei’s drum. Herr Dr. Jurga, nehmen Sie am öffentlichen Treffen der BI am 04.01.2012 in der Alten Feuerwache in Hochfeld teil? Falls ja, bin ich nur zu gerne gerne bereit, mit Ihnen in eine persönliche Auseinandersetzung einzusteigen. Ich werde da sein.

  27. @ turnaround:
    „Jurga? Who the hell is Jurga?“
    Nun, falls es Sie interessiert: ein Mitglied der Sozialdemokratischen Partei und zwar, wie Sie vielleicht diesem Blog entnommen haben, in der bedeutenden Funktion eines stellvertretenden Ortsvereinsvorsitzenden. Nur am Rande: es gibt in Duisburg, wenn ich richtig informiert bin, über 30 SPD-Ortsvereine.
    Da mir, lieber „turnaround“, Eitelkeit von Grund auf wesensfremd ist, möchte ich um meine Person hier keinen großen Bohei machen. Ich will nur ganz kurz schreiben, wer oder was ich nicht bin. 1. Ich bin kein Mitschreiber eines T. Kuhl. 2. Ich bin nicht jemand, der es gewohnt wäre, anonymen Kommentatoren Rechenschaft über seine Zeitgestaltung abzulegen. 3. Ich bin auch an keinerlei „persönlichen Auseinandersetzung“ mit Ihnen interessiert. Wieso auch; ich bin doch – noch ne Info – ein Mann des Friedens. 4. Ich bin grundsätzlich allenfalls an politischen Auseinandersetzungen interessiert; allerdings liegt mein Schwerpunkt nicht in der Kommunalpolitik. Was 5. Insofern ein wenig bedauerlich für Sie sein könnte, als dass dies nicht nur eine persönliche, sondern auch eine politische Auseinandersetzung für Sie unmöglich macht, weil ich nämlich nicht gedenke, an „örtlichen (?) Treffen der BI“ teilzunehmen. 6. Nur zu meiner Ehrenrettung: man erzählt sich, ich sei nicht nur schriftlich, sondern auch mündlich live on stage durchaus dazu in der Lage, „Schafe zu schlachten“, wie Sie sich ausdrücken. Ich habe sogar oft Bock drauf. Allein: es sollte schon politisch irgendwie nützlich sein.
    Sei´s drum; Sie werden es verkraften; denn: „Who the hell is Jurga?“ (Immerhin schon mal ein Name; besser als „turnaround“ – meine Assoziation ist übrigens: „Fähnchen“).
    P.S. dass die Jungs von Duisburg 21 nicht annähern über solch ein destruktives Potenzial verfügen wie der von Ihnen angeführte T. Kuhl, glaube ich Ihnen unbesehen (ungehört? Weiß nicht …)
    Ach, und noch was: P.S. 2: sollen Sie das Bedürfnis verspüren, mir antworten zu wollen, worauf ich freilich nicht bestehe, hier auf xtranews, unterstellen Sie nicht sogleich wieder eine Zensur-Verschwörung, wenn der Herr Rodenbücher wieder mal offline sein sollte.

    • Stimmt´s? Das war ein Beitrag im Sinn des alten Reviergeist: Integration statt Inklusion!

      Die untergehende Volkspartei SPD kann keine Angebote zur Mitwirkung (hier bei irgendeinem darhergelaufenen, aber ernsthaft interessierten und öffentlich Bürger wie Turbelsound oder so) unterbreiten. Stattdessen gibt es endlose Liste der Rechtfertigung. Das ist escht voll-P-R-O-L-L.

      Noch ein NEINZEICHEN!

        • So hat wohl auch einst der Zeitgeist die Gebrüder Grimm und Lessing abgestraft: Publikationsverbot!

          Wer noch etwas kritischer war, wurde damals in die Verbannung geschickt: Verlust der Heimat.

          Fortzug ist Heimatsverlust. Das machen heute die Duisburger ganz von allein und freiwillig. 100.000 in 5 Jahren. Proll-Regiem – und tschüss.

          Die Reviervergeistigten als verbleibende Finalbürger von verloschenen Leuchttürmen in der Polder und auf den Halden des Ruhrgebiets.

  28. So, so, Sie sind also „in der bedeutenden Funktion eines stellvertretenden Ortsvereinsvorsitzenden.“ Also etwa vergleichbar der 2. Garde eines Karnickelzüchtervereins.

    Eitelkeit ist Ihnen „von Grund auf wesensfremd“? Ich lach‘ mich schlapp – Sie quillt aus jedem Ihrer Sätze.

    Ihr „Schwerpunkt“ liegt nicht „in den Kommunalpolitik“? Extrem schwaches Bild für einen „stellvertretenden Ortsvereinsvorsitzenden“. In einer solchen Funktion MUSS Ihr Schwerpunkt gerade jetzt und hier in Duisburg liegen. Da es nicht so ist, sind Sie hier politisch völlig fehl am Platz.

    Jeder Möchtegern-Politiker muss sich zunächst an der Basis beweisen und profilieren, bevor er Ambitionen auf die nächsthöhere Ebene anstrebt, schon vergessen?

    Josef Krings war mein Deutsch- und Geschichtslehrer. Ihm habe ich mein Demokratieverständnis und noch vieles andere mehr zu verdanken. Sie sollten ihn um ein paar Nachhilfestunden ersuchen.

    Aus einem Zufalls-Nickname sollten Sie nicht auf die Person, die darunter schreibt, schließen. Kann mächtig daneben gehen.

    Herr Rodenbücher ist sich – im Gegensatz zu Ihnen – nicht zu schade, sich in die Niederungen der Basis-Demokratie in Duisburg zu begeben und an einem Treffen der BI teilzunehmen – zuletzt am 14.12.

    Sie geben ein ausgesprochen schlechtes Beispiel für die SPD- Möchtegern-Elite Duisburgs ab. Sie und Ihresgleichen sollte sich erst einmal auf den Wählerauftrag besinnen. Ohne Wähler sind Sie und die SPD ein NICHTS in dieser Stadt. Menschen mit Ihrer egozentrischen Gesinnung werden hier nicht gebraucht. Wozu? Wir haben doch schon Sauerland. Wenn die SPD den nächsten OB stellen und eine Mehrheit im Rat erreichen will, muss da mehr, sehr viel mehr kommen.

    • Leider ist es mir nicht gelungen, meine (Selbst-) Ironie so zu dosieren, dass Sie Ihnen hätte verständlich werden können. Offenbar hat Josef Krings diese Dinge in seinem Unterricht ein wenig vernachlässigt.

      Doch ich bin sicher, dass Sie diese Art, anonym jemanden zu belehren, was dieser zu tun oder zu lassen habe, nicht bei Krings gelernt haben können. Wissen Sie, „turnaround“, der Krings ist nämlich ein anständiger Kerl. Und ich vermute sehr stark, dass er den Schülern beibegracht hat, was sich – nicht nur im demokratischen Umgang miteinander – gehört und was nicht.

      Als Angehöriger der „2. Garde eines Karnickelzüchtervereins“ habe ich es bedauerlicherweise bislang noch nicht vermocht, beispielgebend für die, wie Sie sich ausdrücken, „für die SPD-Möchtegern-Elite Duisburgs“ wirken zu können. Nicht einmal als schlechtes Beispiel.

      Ich muss Sie um Verständnis bitten, dass hiermit der Dialog mit Ihnen für mich beendet ist. Ich ziehe es vor, meine „egozentrischen Gesinnung“ zu pflegen als mich mit einem Anonymus in die Wolle zu kriegen. Adieu!

      • Wir, alle diese Bürger dieser unserer Stadt Duisburg, sollten schleunigst erkennen, wir sehr wir escht voll Proll von den Entscheidern des fünzigjährigen Reviergeist geprägt wurden.

        Ein Madenwerk der Systemfuzzies hat tiefe Furchen als Systemfuzzies und Parteiparasiten (im Sinne unserer abendländischen Leitkultur: der Parteitischgenosse) hinterlassen.

        Das Tanzen nach dieser kulturhistorischen Pfeife und Pfeifen treibt Stadt unde Land in den ewigen Niedergang.