Kulturschock – Punk im Pott

Vom 29.12 bis 30.12.2011 fand in der Oberhausener Turbinenhalle das „Punk im Pott“ Festival statt. Auf zwei Tagen verteilt, traten Bands wie: Sondaschule, Die Lokalmatadore, Atemnot und Dritte Wahl auf.

Punk im Pott

"Die Lokalmatadore"

Am 30.12. fuhren wir also gegen 22.30 Uhr hin. Auf dem Parkplatz war schon viel los, u.a Polizei und jede Menge Sanitäter. Vor dem Eingang wurden wir durchsucht, für „rein“ befunden und durften durch. Mit 25 € Abendkasse pro Person gingen wir nun hinein.

Als Neuling in der Punkszene herrschte erst einmal eine Reizüberflutung vor. Von dem Styling brauche ich ja nichts erzählen. Es war schon sehr beeindruckend. T-Shirts, bedruckt mit politischen Parolen und Lebenseinstellungen herrschten vor. So z.B. „Wer säuft, hat Recht!“

Ein junger Mann lief mit einem Stofftier Tiger herum, mit dem ich, ob ich wollte oder nicht Bekanntschaft machen musste.

Die Leute waren sehr nett, höflich und vorsichtig beim Pogen. Untereinander stützten sie sich, fingen sich auf und schubsten sich wieder.

Als wir uns mehr nach vorne arbeiteten, um besser sehen zu können, standen wir an einer Treppe. Ich filmte die Band Lokalmatadore und plötzlich bekam ich eine Bierdusche. Instinktiv wurde erst mal mein Handy gerettet, um dann den Schaden zu betrachten…

Fazit: Beim nächsten Event dieser Art- eine Cap anziehen, Wechselwäsche einpacken und ein Handygummischutz kaufen. Haare föhnen lohnt sich definitiv nicht!

„Das gehört dazu!“, so ein Bekannter, der die Szene schon was länger kennt und mich bereits vor warnte. Ich werde demnächst besser auf ihn hören.

Zur Musik: „Sondaschule“ und „Die Lokalmatadore“ bekam ich zusehen. Bei beiden Bands war ich von der Musik sehr begeistert, mehr von „Sondaschule“. Die Texte allerdings will und kann ich nicht wiedergeben. Dazu muss man wohl die Einstellung teilen und vor allem Fan sein.

Das Ziel, „mein Repertoire zu erweitern“, ist in jedem Fall geglückt. Das Konzert von den „Broilers“ in Herford war Super, die Band gefällt mir sehr gut und schreit nach Wiederholung.

Punkrock

Broilers in Herford

Ein Punk-Festival wie „Punk im Pott“ kann man sich jährlich ruhig mal anschauen, muss man aber nicht!

Heute steht erst mal ein ruhiges Beisammensein mit Freunden auf dem Programm. Raclette, Sekt und Musik und in diesem Sinne wünsche ich allen einen guten Übergang.

 

 

4 thoughts on “Kulturschock – Punk im Pott

  1. Noch ein Kulturschock.

    Buh-Rufe beim Neujahrskonzert 2012 im City-Palais Duisburg
    Die Philharmoniker Duisburg waren exzellent. Gegen den Moderator Kai Magnus Sting gab es Buhrufe.

    Sicherlich war es ein gut beabsichtigter Versuch von der Kulturchefin in Duisburg Frau Ute Saalmann, Klassik und Kabarett beim Neujahrskonzert 2012 im City-Palais Duisburg anzubieten.

    Problem nur: Der sog. Moderator Kai Magnus Sting zog in endlosen Tiraden über menschliche Schwächen bei einem Konzert her. In Überlänge schnaufte, rotze und hustete er ins Mikrophon – und erhielt dafür vom rechten Möwenfelsen in der Philharmonie (aus seiner Sicht) einen Chor von Buhstimmen.

    Die Verbreitung eines solchen trocknen Keks reizte den Rachengrund und passte nicht in eine erwartete festliche und freudige Erwartung eines Neu Jahr Konzerts.

    Kai Magnus Sting scheint zudem in seiner Artikulation noch üben zu müssen, mehr als tausend Menschen in der vollbesetzten Philharmonie Duisburg anzusprechen. Seine Schnauf-Rotz-Husten-Schnatterei passte in die Akustik.

    Die Duisburger Philharmoniker sowie die Sänger Cristina-Antoaneta Pasaroiu (Sopra) und Daniel Raschinsky (Bariton) wurden vom Publikum gefeitert.

    Städtische Beamte und Politiker (die mit dem Null-Euro-Ticket) empörten sich über die Unmutsäußerungen des Publikums. Sie sind konditioniert, allem, was von der großen Bühne kommt, zuzustimmen. Dafür gibt es erwartungsgemäß ein NEINZEICHEN.

    • Die Neujahrfestzeitlich schwarz kostümierten städtischen sog. Dienstleiter haben noch nie in einer Vorstellung zu Goethe oder Schillerzeiten gesessen. Auch ohne Regie-Anweisung hat das Publikum damlas reagiert: „Das Volk murrt!“