Kuhls Kolumne: MODELL DUISBURG – Erste Skizze im Diskurs – Freilegung des verlorenen Paradieses

Ein paar Wochen nach der Loveparade begegnete mir Josip Sosic, mit dem ich studiert habe und der nun Sprecher von Adolf Sauerland ist, im Fitness-Studio. Im Smalltalk zwischen zwei Übungssätzen bemerkte er, das sei ja „ein Ding, was da so in Stuttgart abgeht“. Damit hatte er – unbedacht – sein Entlastungssyndrom ge-outet. Der bundesweite Focus schwenkte – vorübergehend – ins Ländle. „A guats Nächtle!“ war der medial transmissierte Ruf vom Süden zum Norden. Inzwischen wird der Kern der Schwabenmetropole für die Profite weniger genauso unwiederbringlich zerstört wie der Duisburgs mittels Fosters Monsterplan…

…und in Duisburg entsteht das Modell für Demokratie 2.0. Als dessen Urheber möchte ich Ihnen die Architektur im Grundriss vorzeichnen. Soviel vorab: Es ist die zweieinhalbtausend Jahre alte griechische Polis. Die Urdemokratie. Das versunkene Atlantis unserer politischen Kultur. Eine Geröllbeseitigung und ein erster archäologischer Grabungsversuch an den Wurzeln des Abendlands.

NACH-VOR-NACHWORT

Wissenschaftliches Arbeiten ist geplant. Literarisches entwickelt sich schreibend. Essay-Wrting ist der Spagat dazwischen. My Way of Gedanken ent-wickeln aus-packen. Oft fällt mir erst beim Schreiben das Wesentliche auf. Das heißt, ich merke erst, was ich da tue, während ich es schon getan hab. Und dann gehe ich das Ganze nochmal durch. Jetzt, wo ich die Hälfte der Kolumne fertig hab, und glaube, dass ich mich zu lange bei Schiller und Goethe aufgehalten hätte, ist es mir eingefallen und ich kann meinen geduldigen Lesern hier schon vorab sagen, was das ist, was das da ist, was das da ich da geschrieben hab. Das da:

Zuerst wollte ich ein knackiges rundes zu Ende gedachtes Super-Modell knapp und schlagend präsentieren. Und bin dabei unter Geröllmassen geraten. Und beim Aufräumen bin ich auf die Methode gestoßen.

NACHTWANDERUNG

Da wir hier einen gordischen Knoten haben und mit der Methode solcher Deppen wie Alexander oder Steegmann nicht weiterkommen können, muss ich ihn mühsam aufdröseln. Dabei keimt in mir der Wunsch auf, dass möglichst viele Leser sich anschließen werden während ich ohne Laterne im stinkigen Dunkel der Sauerland-Deponie den Weg ertaste. Sie hätten ja kein Risiko. Der bekloppte Kabarettist macht ja den Scout – und wenn ihm was passiert, kann man sich ja immer noch zurückziehn. Aber was, wenn nicht?

Darauf setze ich. Auf den gemeinsamen Suchprozess. Ich kann vorangehn – aber nicht alles wissen. Weshalb ich gelegentlich rück-fragen muss. Oder Ihr mir Informationen (postend oder an der Theke) zuruft. Wir sitzen jetzt im Schummerlicht vor dem Eingang und treffen letzte Vereinbarungen. Ich gehe schon mal los…

FUNDAMENTE IN SICHT

Hier unter der Müllhalde muss s noch zu finden sein, das was war, was wir ausgraben, restaurieren, modernisieren und schließlich implementieren wollen als Duisburger Modell gelebter Demokratie in der Stadt. Die baulich-konstruktive Fundierung der Demokratie des athenischen Stadt-Staates.

Ich wünsche mir, dass wir die Bodenplatte rekonstruieren könnten. Beim Wegrollen eines Felsens namens Sauerland würde Platz für die erste Säule des Wiederaufbaus geschaffen und der weitere Aufbau möglich.

Während ich das so denke sitze ich in einer Höhle und hab ein Deja-Vu.

IN DER HÖHLE

Platon hatte mit seinem Höhlengleichnis die ewige Norm zwischen Schein und Sein eingängig formuliert. Man stelle sich vor, Menschen säßen gefesselt mit starrem Blick nach vorne. Hinter ihnen sei eine Mauer, die sie nicht sehen könnten. Hinter dieser Mauer wiederum zöge so eine Art Fackelzug herum. Die gefesselten Zuschauer sähen nur den Widerschein der Fackeln, den Fernseher oder die Kinoleinwand – und würden die Schatten und die diffuse Projektion von Licht für die wahren Dinge halten.

Wir müssen also zum Licht aufsteigen, um die Höhlenillusionen von Demokratur der Parteien, Koalitionen und Mafien zu erkennen, um sie entlarven zu können. Uns selbst aufklären indem wir als Aufklärer den Müll im Licht sortieren. Das, was die Staatsanwaltschaft nicht zustande bringt, als Wissen-Wollen mündiger Bürger. Erkenntnisstreben als Philo-Sophia als Liebe zur Weisheit.

In zwei Himmelsrichtungen: Investigatorisches Aufklären der politischen Verbrechen der CDU-Mafia und archäologisches Rekonstruieren der hellenischen Urdemokratie in der Statik ihrer tragenden Elemente. Erster athenoider Grabungsakt in Duisburg:

URKNALL

Und schon bin ich wieder in Widersprüchen verheddert. Es gab eine real existierende Polis. Es gab aber auch Sokrates, der auf das persönliche Gespräch und auf die Pädagogik setzte. Und es gab Platon, der im Spagat zwischen beidem sein „Über die gute Verfassung“, das hierzulande seit der wilhelminischen Staatsbesoffenheit als „Der Staat“ im Regal steht, als immer noch gültigen Standard des politischen Denkens verfasst hat.

PLATONS VERFASSUNG

In seinem Hauptwerk „Von der guten Verfassung“ hat Platon versucht, eine idealtypische Demokratie zu entwerfen, die nicht mehr die Fehler der damaligen athenischen hätte. Sein Modell steht stellenweise in krassem Widerspruch zur Urdemokratie. In der knappen Darstellungsweise will ich hier die Differenzen nicht auswalzen.

Der entscheidende Satz lautet „Der Staat ist der großgeschriebene Mensch“. Seine Verfassung war weniger körperlich als auf sein Bewusstsein bezogen. In diesem Sinne kann man eine Verfassung nicht schreiben. So wie die Bürger drauf sind – ist es die Stadt auch.

DUISBURGS TYRANNIS

Und da liegt die Krux. Diejenigen, die sagen „Weiß auch nicht, was ihr gegen den Sauerland habt. Das Citypalais, das Forum, die neue Galeria und jetzt das Stadtfenster, das ist doch geil. Und die 21 nach der Loveparade sind doch tot. Denen hilft die Abwahl auch nicht mehr.“ oder das „Honoratioren“-Pack von Haniel über Lehmbruck-Museum, Sparkasse, katholische Kirche, Mittelstandsvereinigung, Hellmich, Multi-Development, IHK und Universität, das über den Leichenberg hinweg „Nach vorne sehen“ will, dem Ralph Giordano „grauenhafte Schmerzfreiheit“ attestiert hat.

Die sind im Einklang mit der Tyrannei. Solche stören sich auch nicht an Judentransporten nach Auschwitz – solange die Geschäfte gut laufen. Die Ich-Ich-Ichlinge der Bevölkerung sind im Einklang mit dem IIIling im Rathaus. Handshake unter Menschen, die tyrannisch drauf sind – sprich: Unmenschen.

Da müssen wir abwählen und aufräumen.

DUISBURGS OLIGARCHENBANDE

Die Parteien sind noch zur Tyrannis unterwegs, sind zu ihrer großen Enttäuschung noch nicht angekommen. Weshalb es ganz gut war, ihnen letzten Dienstag was vor den Latz zu knallen, um sie zu bremsen.

Im Grundgesetz, Artikel 21, steht „Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit.“ Mehr nicht! Genau dieses verfassungsfeindliche Mehr haben sie sich seit Jahrzehnten angemaßt und sich die Demokratie nach und nach unter den Nagel gerissen.

Die Parteien-Demokratur entlarvt sich selbst indem die SPD im Abwahlbündnis mit 50tausend Euro für Fähnchen, Plakätchen und Luftballönchen winkt. Dieses Schnuller-Niveau beweist, was Partei-Idioten vom „mündigen“ Bürger wirklich halten.

Sie wirken über solche „Köpfe“ wie Schröder, den blonden und den braunen Steino, Oberlehrer Schmidt, Vertuscher-Meister Jäger oder Hampelmännchen Steegmann. Russisch gesprochen braucht Putin Sauerland diese zweite, die oligarchische Linie, um seine Diktatur zu machen.

Wobei die massiven Verflechtungen der beiden Volks(verarschungs)parteien bei den seriellen Skandälchen dieser Stadt ja nach und nach zutage treten.

DAS RICHTIGE TUN

Die Propaganda der Tat besteht darin, dass man Vor-Bilder schafft, die dann von möglichst vielen Nachahmern zum Großkunstwerk multipliziert – gehebelt – werden. Aus der Skizze oder dem Grundriss soll das Bild oder Gebäude werden.

Man muss also klein anfangen und gründlich arbeiten weil ein fundamentaler Fehler, der dann hochgezogen wird, sich mit jeder Etage multipliziert und das Bauwerk beim ersten lauen Lüftchen zum Einsturz bringt.

WISSEN STATT MEINEN ODER GLAUBEN

Natürlich kann man glauben, dass die Erde eine Scheibe sei, ein ungezeugter jüdischer Wanderprediger von den Toten auferstehen und dann zum Himmel abflattern könne, oder mit der SPD noch Demokratie möglich wäre. Manche sind so begabt, dass sie solche Wahnvorstellungen auch ohne Drogen zuwerke bringen.

Eine tolerante Gesellschaft schreibt sich dann das kölsche „Jede Jeck is anders“ als Glaubensfreiheit in die Verfassung. Artenschutz für Minderbemittelte, den dann antidemokratische Gemüts-Terroristen wie Ratzinger oder Kässmann gründlich missbrauchen…

Man kann im Stolpern auch mal meinen, man habe sich gerade mit seinem dritten Fuß ein Bein gestellt. Oder man habe eine Wahl, wenn man wählen geht. Das Wissen aus der Chaostheorie, dass das Chaos aus geordneten Fraktalen besteht, impliziert gerade nicht, dass es Kosmos, also Ordnung, überhaupt gäbe. Das freie Spiel von chaotischen Fraktalen, Meinungen, soll aber Ordnung, Demokratie, ermöglichen. Eine faszinierende Vorstellung – kopfstehend laufen zu können. Klappt manchmal sogar. Ist aber unwahrscheinlicher als ein Lottogewinn.

ICH WEIß WAS ICH NICHT WEIß

„Ich weiß, dass ich nichts weiß“ ist eine weithin kolportierte falsche Übersetzung, die dem Bildungsbürgertum nicht auffällt, weil die so fürchterlich ungebildet sind. Tatsächlich muss es heißen „Ich weiß, was ich nicht weiß“. Und das kam so:

Sokrates ging fürchterlich auf die Nüsse, dass er überall als der weiseste unter dem Olymp galt. Er kam dadrauf mit sich und seinen Leuten überhaupt nicht mehr klar – wusste aber auch keine Antwort zu finden. Also wollte er die Götter fragen und machte sich auf den Weg zum Orakel von Delphi. Über dem Eingang desselben stand der Torspruch:

ERKENNE DICH SELBST

„Erkenne dich selbst, dass du ein Mensch bist und kein Gott!“ Das Orakel, das er dann bekam, war sybillinisch. Die Sybille warf ihn auf sich selbst zurück, ob er weise sei, könne er ja – wenn er weise sei – selbst überprüfen. Und jetzt – Talkshowglotzer aufgepasst! – kommts:

Er ging zum Schuster und unterhielt sich mit dem zuerst über die Herstellung und das Reparieren von Schuhen, über Lederarten und Leisten sowie ähnlich Schusterhandwerkliches, wobei ihm klar wurde, dass der Schuhmacher hierin wesentlich kompetenter war als er, der Philosoph.

Dann fragte er – und ich liebe diesen großartigen Ironiker und Deppenverarscher – den Schuster nach der großen Politik. Und dann kam die gequirlte Scheiße, die wir sattsam kennen. Der Schuster „meinte“, was man so aus der BILD, der Tagesschau, den Talkshows oder den Parteien hört.

Nun ging Sokrates noch zum Bäcker, zum Metzger, zum Soldaten und vielen anderen, wo er immer wieder die Schusternummer erlebte.

SCHUSTER, BLEIB BEI DEINEM LEISTEN!

Ihm wurde klar, dass der Schuster nicht wusste, was er nicht wusste – sondern sein Meinen für Wissen hielt. Dagegen erkannte er, dass er wusste, was er nicht wusste. Das war seine Weisheit, die ihn tatsächlich überlegen machte.

Wenn also ein abgehalfterter Lehrer namens Dr.SPD in einer Bürgerversammlung von „40 Jahre politischer Erfahrung“ gesprochen hat, war er sich nicht im Klaren darüber, was er nicht wusste. Wer bloß meint sollte seinen Doktortitel zurückgeben. Womit ich nicht ausschließen will, dass er als Lehrer viel besser die Tafel putzen kann als ich.

SCHILLER STATT GOETHE

Die Dümmsten hierzulande sind nach wie vor die Bildungsbürger. In der Weimarer Klassik wollte man sich in Konkurrenz zur französischen Kultur erkennbar abgrenzen. Deshalb fand man deren Volksbefreiung, die Revolution, einfach vulgär – nicht etepetete genug für hochnäsige Möchtegern-Schlaumeier.

Schiller hatte in seinem wunderbaren Erstlingswerk „Die Räuber“ den ewigen Konflikt zwischen Gesetz und Freiheit thematisiert. Das war Revolution, das zweite Mal schon seit den Bauernkriegen, der ersten deutschen Revolution.

Goethe war zwar auch talentiert, aber ohne Charakter. Statt als Literat Literatur zu schreiben zog der feige Faulenzer es vor, der Herzogin Anne Amalie in den Arsch zu kriechen, um Minister zu werden – und wurde damit zum Vorbild einer Oberflächlings-Kaste, die in Duisburg Jäger oder Sauerland heißt.

OBERHAMPELMANN MERCATOR

hat vor seiner philosophischen Magisterarbeit, dem Vergleich zwischen dem Kästchendenker Aristoteles und dem Möchtegern-Erlöser Jesus, gekniffen weil er lieber glauben als denken wollte. Und dann irgendwelche Kärtchen gekritzelt, womit er zum Säulenheiligen Duisburgs und zum allgemeingültigen Versager-Vorbild wurde.

Dass sich die hiesige Universität eine zeitlang nach diesem Denk-Verweigerer benannt hat, spricht Bände über ihren Grad an akademischer Verblödung, die ihr aktueller Rektor Radtke so schön repräsentiert. Dass sich hier jede Pommes-Bude nach diesem Rotzbengel benennt, ist mir egal – solange die Pommes schmecken.

DEN FAUST IM NACKEN

Leider konnte Goethe sich durchsetzen. Deshalb hat sein Freund Schiller ihm vierzig Jahre lang auf den Füßen stehen müssen, damit der „große Denker“ endlich seinen Faust geschrieben kriegt. Ich vermute, dass er dem doofen Karrieristen auch inhaltlich, na sagen wir mal „geholfen“ hat. Die Faust-Materie ist ein Niveau, das Goethe sonst nirgendwo zeigt. Ob er ein früher Guttenberg war – da ist die Forschung gerade dran.

Als junger Werther hätte er aus eigener Kraft was werden können. Als Minister im Spagat hat er die Eier verloren. Und die höfische Gesellschaft glaubte, begriffen zu haben, dass der französiche freiheitlich-revolutionär-demokratische Politikansatz von Übel sei. Politik ist pfui! Und „Kultur“ geil!“ Der Weimarer Kulturdünkel fiel spätestens da über seine eigenen Füße, als ein gescheiterter Postkärtchenmaler aus dem Wiener Obdachlosenasyl zum Führer werden konnte.

SICH DIE HÄNDE IN UNSCHULD WASCHEN

Da das Vorurteil, wer in die Politik gehe, könne nicht gebildet sein, und wer kultiviert sei, solle sich nicht die Hände mit Politik schmutzig machen, inzwischen in den Spatzenhirnen des Bildungsbürgertums betoniert ist, wurde dann das Herabschauen auf den „böhmischen Gefreiten“ zum Wegschauen beim Judenmord – während man gute Literatur las und in Konzerte ging. Ich nenne das „Den Pilatus geben“.

JUDAS AM SCHEIDEWEG

Goethe – das hatte ihm wohl der Schiller gemeinerweise entlarvenderweise aufklärerischerweise eingeflüstert – plante mehrere Jahre lang, das Thema „Judas“ literarisch zu  bearbeiten, wozu es nie gekommen ist.

Erstens ist die Materie noch schwerer als die des „Faust“ und zweitens hätte der Schiller dem Deppen nicht noch mal vierzig Jahre lang „helfen“ können, wohl auch nicht wollen. Aber entscheidend war, dass er keine Eier für so große Sprünge hatte. Ein Nicht-Denken-Wollender als „Dichter und Denker“ – wie Duisburgs Mercator.

Schiller war beides. Und wäre ein guter Politiker gewesen. Vaclav Havel steht vorbildhaft für beides – und fand dennoch Zeit, mit Mick Jagger Rotwein zu picheln, wie ich 1995 im Prager Straha-Stadion zusammen mit 135tausend anderen erleben durfte, als er als Staatspräsident die Stones anmoderierte – mit dem Glas in der Hand. Gegen so was würde der Duisburger Rechtsdezernent und Ordnungsamtsleiter Rabe Militärparaden veranstalten: „Alles Leben kaputtmachen“ ist Duisburger Politik – Noch!

MIT MARLENE IM GRAEFEN

Ich kandidiere für das Oberbürgermeisteramt aus politischer Verantwortung für meine Stadt. Ich will es aber nicht werden müssen. Und suche deshalb mit meinen Freunden einen Kandidaten.

Wenn ich mit Marlene Dietrich im Graefen an der Theke sitze und die beiden Freiheitsadler Schiller und Heine über der Stadt schweben weiß, ist Duisburg die schönste Stadt der Welt. Und Schreiben bleibt meine Zukunft.

Dass ich das Judas-Projekt jetzt mache, entlastet Goethe kein bisschen. Schillers „Charakter ist wichtiger als Karriere“ ist das alte sokratische Gesetz, dass eine stinkende Seele in der Politik nichts zu suchen hat.

HALLO ADOLF!

Haben Sie gehört, Herr Sauerland?! Und natürlich hat Sokrates auch gesagt, dass eine stinkende Seele uns nicht die Jugend versauen soll.

Wenn Sie am 12.Februar abgewählt sind, kehren Sie nicht an die Berufsschule zurück, um da weiteren Schaden anzurichten! Verkaufen Sie das Haus, das ihr Amigo Hellmich Ihnen gerade in Mülheim baut, packen Sie ihre Bestechungsgelder ein – und, wie man hört, bauen Sie ja auch in der Türkei – und gehen sie mit Ihrer Zweit-Frau in die Türkei, dahin, wo der Pfeffer wächst.

Im Nebengang müssten wir dann mit einer neuen Integrationsbeauftragten die von der alten massiv geförderten parallelgesellschaftlichen Probleme in Marxloh und Hochfeld lösen. Was beim Volumen der Verwüstungen die Sie mit Ihrer Bande hier angerichtet haben, nicht weiter ins Gewicht fallen würde…

MEHRHEITEN FINDEN

sich nicht von selbst. Wir wollen auch nicht auf die Luftballönchen der Parteien-Oberflächlinge setzen. Nachhaltig wird die Duisburger Revolution nur, wenn die Bürger dieser Stadt Bescheid wissen, wenn sie miteinander ins Gespräch kommen, diskutieren, debattieren, sich fetzen und aufeinander zugehen.

Noch ein Wort aus dem alten Hellas wurde im kriegslüsternen Kaiserreich falsch übersetzt. Richtig ist:

DER STREIT IST DER VATER ALLER DINGE

Damit hatte Heraklit lange vor Sokrates die Streitkultur postuliert, die später die Demokratie ermöglichen sollte. Nicht das Schaufenstergequatsche dümmlicher Politikaster im ansonsten schnarchenden Stadtrat. Das gemeinsame Ringen ist ein Ringkampf. Und Ringen um die richtige Politik ist Streitkultur – für ein Leben, das zu leben wert ist.

LEBEN LEBEN

In den Betrieben , der Stadtverwaltung, der Universität, den Schulen und Vereinen, an den Theken und wo sonst noch.

Redet miteinander!

Diskutiert das Modell Duisburg!

Lebendige Demokratie muss gelebt sein!

BARBAREN

Barbaroi, also Laller, nannten die alten Griechen diejenigen, die keine lebendige Diskussionskultur hatten

IDIOTEN

Idiotes war die Bezeichnung für diejenigen, die sich nicht an politischen Diskussionen beteiligten, die nicht zu den Versammlungen auf der Agora gingen. Solche

PRIVATIERS

vom lateinischen privare, berauben, berauben sich selbst der politischen Teilnahme und damit der Kultur des gemeinsamen Politischen. Ob man sich währenddessen als Wichser Pornos runterlädt, als Bildungsbürger lieber in der Oper rumlungert oder als Millionär lieber in seinen Aktien badet – ohne Belang.

Die sogenannte „Schweigende Mehrheit“, die die Sauerland-Mafia immer wieder postuliert, heißt in Amerika „Moral Majority“ und hat nicht nur Bush hochgebracht – sondern auch den religiösen Neofaschismus einer Sarah Palin.

BAGGERN

Dass ich, um die Skizze sichtbar zu machen, soviel kontaminiertes Geröll wegräumen müsste, hätte ich nicht gedacht. Indem ich es in meinem Kopf wegbaggere, schaffe ich Transparenz für das Wahre, die Skizze dessen was kommen soll.

Wenn ich mir als Mensch soviel Unsinn aus dem Kopf schlagen muss und Platon sagt, dass der Staat der großgeschriebene Mensch sei, dann stehen uns massivste Räumarbeiten bevor. Wir müssen die Deponie, die eine Bande von Räubern, Mördern und Terroristen aus Duisburg gemacht hat, sanieren, das Unterste nach oben kehren. Ein Herkules-Job. Dass das getan ist, werde ich nicht mehr erleben. Schade…

ICH

bin, wie man bei der Versammlung im Jedermann wieder mal erleben konnte, ein Parrhesiast und möchte deshalb meinen Lesern transparenterweise darlegen, was mich treibt:

Michel Foucault: „Die Regierung des Selbst und der anderen“ sowie „Mut zur Wahrheit“

Der die Dinge zurechtrückt und im richtigen Moment interveniert

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/sachbuch/michel-foucault-die-regierung-des-selbst-und-der-anderen-der-die-dinge-zurechtrueckt-und-im-richtigen-moment-interveniert-1883871.html

EVAKUIERUNG

Ex Postum stelle ich fest, dass ich mehr geräumt als freigelegt hab. Das konnte ich vorher nicht wissen. Im Gang der Exemplifizierung sind wir aber auch schon eine Menge Müll losgeworden, haben unsere Hirne von ein paar schädlichen scheinbaren Selbstverständlichkeiten befreien können.

HALLO!

Ich setze auf den großgeschriebenen Menschen, darauf, dass Sie lieber Leser den beschwerlichen Weg meiner Kolumne mit mir gehen und letztlich so immer mehr von uns sich durch die stinkende Deponie der Duisburger Tyrannis mit ihren Oligarchen-Banden, aus der Höhle der Parteien-Demagogen ans Licht wühlen.

Wir werden klarer sehen und im nächsten Schritt schon weniger Geröll haben – und mehr vom Grundriss sehen. Ich möchte hier mit Ihnen das Modell schrittweise ent-wickeln oder ent-windeln. Dann werden wir uns über unser Super-Baby freuen können, das Modell Duisburg.

Denken Sie in Ruhe drüber nach. Tragen sie es als Diskussionsbeitrag zu Ihren Freunden. In der Weihnachtszeit werden Sie die Zeit dafür haben. Und was ist eine schönere Bescherung als die Befreiung der Stadt, in der man lebt? Als gemeinsam mit Freunden selbst geleistetes Erfolgs-Erlebnis?

Wir marschieren in Riesenschritten auf das „Jahr 1 nach Sauerland“ zu. Und ich freue mich schon darauf, Sie in meinen kommenden Kolumnen begrüßen zu dürfen. Duisburg Glückauf!

SPANNMANNS ANMERKUNG

Wenn man beim Umzug die großen Teile transportiert, entstehen Gespanne, die gut zusammen tragen können. Mein Spannmann ist Axel Krause, den ich bei der Unterschriftensammlung am Lifesaver kennengelernt hab.

Wenn ich samstags die Kolumne halb fertig hab, schicke ich ihm das.
Worauf er mir eine lange Email geantwortet hat. Worauf ich ihn anrief, um ihm zu sagen, dass er das unter der Kolumne posten solle.

Und er sagte mir, dass ich ihm das mündlich am Telefon viel besser erklärt hätte, als es im Text zu lesen sei.

Da könnte was dran sein.

Sokrates, der letzte Weise, hat nichts aufgeschrieben. Platon, der erste Weisheitsliebende „Philo-Soph“ hat dann Bücher gebaut – und sich den Sokrates ganz schön passend gefälscht.

Meinen Vorschlag, solche Gespräche mit Walters Diktiergerät aufzunehmen und dann das Protokoll zu veröffentlichen, fand Axel gut.

Inzwischen frage ich mich, warum ich das dann auch noch abpinnen sollte.

Kuhls Kolumne als Podcast?

Schaun wer mal…

Wir werden schon sehn…

 

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49 thoughts on “Kuhls Kolumne: MODELL DUISBURG – Erste Skizze im Diskurs – Freilegung des verlorenen Paradieses

  1. Zum lesen zu anstrengend und ohne Sinnhaftigkeit. Es wäre schön, wenn kurz und knapp das Wesentliche geschrieben würde und nicht so ein Schwall von Wörtern.

  2. Den Text lese ich gern, wenn ich denn genug Zeit dafür habe. In diesen Tagen reicht es nur fürs Überfliegen, was angesichts der Wichtigkeit bedauerlich ist. Allerdings finde ich es immer sehr angenehm, wenn derjenige, der etwas sagen möchte, dieses auch mal kurz, knapp und knackig tut. Insofern wäre es sicherlich nicht falsch, wenn es auch noch parallel eine allgemeinverständliche Kurzfassung mit klaren Worten gäbe. Also, bleibt es zunächst beim Alete-Süppchen.

    • in dem text steht kurz vor ende daß man sich das in ruhe über die weihnachtstage zu gemüte führen könne

      oder glaubst du daß ich jede woche son nen kraftakt kann

      kurz und knackig kommt im wahlkampf

      wer nicht vorher schon gedacht hat wirds dann nicht mehr verstehn

      die krux mit der aktuellen demokratur ist ja gerade daß man kurz und knackig verarscht wird

      und ausgerechnet von dir die du sonst so akribisch recherchierst so was zu hören macht mich doch nachdenklich

      geh nicht mit dem mainstream derer die sich kurz und knackig von rattenfängern im teich ersäufen lassen

      • Spar dir das Nachdenken. Dir geht es ums Selbstbespiegeln, mir um das Thema. Das ist der Unterschied zwischen uns. Nicht jeder, der praktisch, zielorientiert und mainstreamunabhängig für die Sache arbeitet, ist blöd.

        • @bandelier

          als du mir hier am küchentisch zwei stunden lang beibringen wolltest wie ich zu leben hätte da hab ich den kontakt abgebrochen

          axel hatte schon vorher so ne phillipika von dir erlebt und wollte auch nix mehr mit dir zu tun haben

          heute mittag riefst du an und wolltest mir wieder deine weltordnung aufzwingen

          da habe ich dir gesagt daß ich die schnauze von dir gestrichen voll hab

          das hat mit deinem alter nix zu tun

          wenn man dich läßt dann machst du diktatur

          und das in einer bürgerbefreiungsbewegung

          ist das nicht witzig?

          freiheit ist ein hohes gut

          nicht nur deine!

          • Kuhl, dir kann man nur noch sagen, Du spinnst, und das gewaltig. Ich habe dir nicht erzählt, wie Du leben sollst, sondern wie politische Arbeit praktisch getan werden sollte, damit sie verstanden und akzeptiert wird. Aus 10 Jahren politischer Arbeit mit absoluter Basisdemokratie kann ich in der Tat einiges dazu beitragen. Mein Anruf hatte den Hintergrund, diese persönlichen Anfeindungen hier zu vermeiden und dich persönlich um Klarheit in deinen Aussagen zu bitten. Leider bist Du völlig kritikresistent und überheblich, gepaart mit einem Mangel an Diskussions- und anderer Kultur. Das Thema Kuhl und seine Vorstellungen von Freiheit sind schon lange für mich erledigt. Es ist einfach unappettitlich.

    • Wieviele Generationen haben sich immer wieder um ein und die selbe Sache wie
      z.B. Demokratie und Bürgerbeteiligung gestritten? Judas Thomas Kuhl hat ein paar Anker geworfen.
      Das stabiliste Thema ist das Wetter. Weniger Fernsehen ist eine Gut-Wetterfront für das Gemeinwesen.

      .. und damit ja keiner auf eine dumme Idee kommt, heißt die heutige Frage nicht mehr offen: „How do you do? – Wie geht´s?“
      sondern manipulierend: „Dir geht´s doch gut!“
      Man könnte meinen, es gilt eine Maxime des Leugnens: „Ähh boar, iss doch schön hier!“ Das ist ein Neinzeichen wert.

  3. Sabinchen, die Doofe Mo, 12 Dez 2011 at 10:55:12 -

    Vorweg, ich bin doof! Ich könnte mir aber vorstellen, dass auch vielen Intelligenten Ihre selbstverliebten Zeilen unverständlich bleiben. Ich könnte mir auch vorstellen, dass die arbeitende Bevölkerung sich nicht die Zeit nimmt und nehmen kann, um derart ausufernde Reden zu lesen.
    Ich, als Doofe, hätte gerne kurze, knackige Kolumnen! Ironie und Sarkasmus liebe ich sehr, aber doch bitte als kurzen schmerzhaften Hieb! Kommen Sie herunter von Ihrer pseudo-intellektuellen Palme, wen wollen Sie beeindrucken? Ihre alten Profs? Seien Sie der Sache, Abwahl Sauerlands, dienlich!

    • dummheit ist heilbar

      torheit ein charakterproblem

      faulheit bei intelligenz eine schwäche

      zeitmangel ein organisationsproblem

      kurz und knackig ist der hirnschlag

      ich hoffe dir hiermit nicht weitergeholfen zu haben

  4. Sabinchen, wer nicht mit auf die pseudo-intellektuelle Palme klettern kann, darf dann eben auch nicht mit Kokosnüssen werfen. Abwahl ist eine hochintellektuelle Geschichte mit Fäkalsprache, da darf nicht jeder mitspielen. Das ist nichts für Dumme mit Milchzähnen.

  5. Es ist schon bemerkenswert wie sie mit Kritik umgehen. Sie kennen die Menschen nicht und urteilen trotzdem. Übrigens kann ich mich nicht erinnern das wir und duzen. Offensichtlich bin ich ja nicht alleine mit meiner Meinung, wie sie lesen.

  6. Ich habe die ersten zehn Kommentare gelesen. Es ist schon erstaunlich, es geht kaum um das WAS, sondern eher um das WIE.

    Ich weiß nicht, ob das für die Parteihochburg spezifisch ist. Wohl kann ich aber feststellen, dass die gleiche Nummer 2005 im HBN-Forum abgelaufen ist.

    Die Frage ist: MODELL DUISBURG – Erste Skizze im Diskurs – Freilegung des verlorenen Paradieses – wollen wir das?

    Konkret heißt das: stukturierte Bügernähe, mehr Demokratie und Bürgerbeteiligung! Ich halte es für not-wendig (das was die Not wendet). Oder ganz praktisch: Welcher Stadtteil fällt nach Hochfeld?

      • die not ist groß und muß gewendet werden

        aber das reicht noch nicht hin

        hin-reichend können wir werden wenn wir uns grundlegende gedanken machen

        mit sauerlands abwahl ist ein großer teil der not gewendet

        aber was tun wir dann

        diese kolumne ist ein einstiegsversuch in die fragen die uns dann nicht unvorbereitet treffen sollten

    • @jakobswege

      ich nehme dein diskussionsangebot ernst

      konkret kann man erst werden nachdem man konkretisiert hat

      es gibt eine menge leute die über die duisburger katastrophe jammern

      aber mal was zu lesen ist ihnen zuviel

      ein politisches programm ist nicht gerade mal in der werbepause von rtl zu verstehen

      kurz und knackig hat sauerland in sieben jahren die stadt zerstört

      wiederaufbau ist ein schwieriges geschäft

      aber auch die chance alles neu zu machen

      wissend wie

      das will ich initiieren

      sonst stehn wir nach sauerlands abwahl mit leeren händen da und fallen wieder dem parteienfilz anheim

      bereite gerade ein statement zur methode vor

  7. Weisste Thomas,

    ich hab ja mal visuelle Kommunikation studiert.
    Neben Anderen hatte ich hauptsächlich mit vier Profs zu tun.

    Einer war Zeichner und Philosoph, einer war plastischer Gestalter, einer war Mathematiker (darstellende Geometrie) und einer war Designphilosoph.

    Von den ersten Dreien hab ich viel gelernt, der Letztere (Bazon Brock Anhänger)
    war ein Typ, der versuchte, sich durch ein Formulierungschaos und Unverständlichkeitsverbalismus die Studenten vom Hals zu halten.

    Was wollte der auch machen, der konnte nicht mal einen Bleistift anspitzen.
    Was also konnte der mir von Design erzählen?

    Richtig. Nix.

    Warum ich Dir das schreibe?

    Der Unterschied zwischen dem, was du mir am Telefon gesagt hast, und dem, was Du mir zum Lesen geschickt hast, ist genau diese Differenz.

    Natürlich darf man so eine einfache Rechnung nicht aufmachen, indem ich versuche, das eine vom anderen abzuziehen.

    Gemeint ist das: wenn Du von Offenlegung von Fundamenten, usw. redest, solltest Du das in den veröffentlichten Postings auch tun.

    Meint: erzähl das so wie Du mir das erzählt hast, nicht so, wie Du das geschrieben hast. Mir gegenüber tust Du das ja, warum nicht den Anderen gegenüber.

    Das ist wie mit Beuys. Sehr schwierig. Genial in seiner Gesellschaftskritik- und utopie, schwach in seiner darstellenden Kunst.

    Ich wei¿ aber auch, wo meine Argumentation hinkt.

    Fridjof Capra war für mich ein Meilenstein.
    Ansonsten bin ich Kulturbanause 🙂

    • > Kulturbanause

      Je nach Standpunkt ist die Anzahl der Kulturbanausen unendlich – jeder aus seinem Blickwinkel. An Thomas scheitert die Integration Duisburg. Also heißt der Zugang zu ihm und für ihn eher Inklusion. Ähh, wassn das? Was derzeit an den Duisburger Grundschulen im vollständigen Chaos abgeht – als administratives Versagen.

      Was will uns Thomas sagen?

      Duisburg ist politisch und administrativ eine Proll-Town. Der verruhrte Moloch von eigensüchtigen Systemfuzies hat die Stadt Duisburg ruiniert. Die Demokratie ist zusammengebrochen. Hier macht keiner mehr mit. Die Ablehnung der Politik hat hier in Duisburg einen Höchststand in NRW.

      Der Ruhrgebieter Ralf Jäger (Innenminister NRW, SPD Duisburg) ist Garant für die zunehmende Wahlverdrossenheit und als Volksvertreter ein anti-demokratisches Spiegelbild für die Zukunft von Duisburg, Ruhrgebiet und NRW – in ewiger Weicheihaft.

      Ralf Jäger (Unterbezirksparteivorsitzender der SPD Duisburg) hält die A…-Karte von Gesamt-NRW, berichtet der Server des Bundesland NRW. Die Wahlbeteiligung in seinem Wahlkreis bei der Landtagswahl NRW 2009 war die aller schlechteste vom bevölkerungsreichten Bundesland der Nation: NRW.

      hier der Link http://www.wahlergebnisse.nrw.de/landtagswahlen/2010/index.html

      siehe http://www.wahlergebnisse.nrw.de/landtagswahlen/2010/aktuell/dateien/a137lw1000.pdf zur Rangfolge der Wahlbeteiligung.

      Diese Auskunft gab das Ministerbüro des MIK NRW auf eine IFG-Anfrage.

    • Geht mir ein JA! Kann mir jemand sagen, was eigentlich an der Nachricht von Thomas Kuhl gut ist?

      Wer´s anders sieht, setzt ein NEINZEICHEN.

      Ihr könnt ja mal am Thomas Kuhl üben und dann das NEINZEICHEN gegen die Duisburger Peifen in Politik und Verwaltung schwingen. (Das ist keine Aufforderung an die, die beim Moloch im Brot stehen – das wäre Selbstverstümmelung in Duisburg.)

  8. Nein, diese Kolumne ist definitiv nix für die Raucherpause – in der man sich mal schnell die aktuellen Quicki-Infos über das, was sich gerade mal wieder in Duisburg, auf derWesten oder bei Xtranews bewegt, informiert.

    Diese Kolumne habe ich genossen. Zuhause und in Ruhe. Und das schreibe ich als jemand, der einige der vorherigen Veröffentlichungen von Thomas Kuhl durchaus kritisch sah und mich auch an der oft verbalaggressiven, teils vulgären Ausdrucksweise rieb.

    In einer Zeit, in der es oftmals nur noch um „Daumen hoch / runter“, gut / böse, verwerflich oder Political Correct geht sind grundsätzliche Gedanken ganz sicher auch von Nöten.

    Und ja, einige Gedankengänge sind wirklich gut und laden dazu ein, eine Extraschicht Selbstreflexion zu einzulegen.

    Wem das so nicht zusagt: Es ist ein Angebot, kein Muss. Die nächsten Quicki-Infos sind bereits veröffentlicht …

    • danke stefan

      ich hab mir auch so meine gedanken gemacht

      diese kolumne ist für diejenigen die sich grundsätzliche gedanken machen

      und so wie es gerade in duisburg aussieht muß man sich mal grundsätzlich gedanken machen

      ob lang oder kurz oder wie im stil finde ich nicht so wichtig

      mein angebot muß man ja nicht annehmen

      ich wünsche mir diskussion über die basics von politischer kultur und demokratir

      dafür biete ich material an

      es gibt auch leute die mich nach den ersten postings angerufen haben um mir zu sagen daß sie inhaltlich hätten posten wollen aber dies nicht getan hätten da sie keinen sinn darin sähen auf das „kurz und knackig“-niveau „abzustürzen“

  9. message to a bottle. „Inklusion =Was derzeit an den Duisburger Grundschulen im vollständigen Chaos abgeht – als administratives Versagen.“

    Inklusion an Schulen in Duisburg. Oliver Schmeer (WAZ Duisburg) und i-NGO Blazejewski (NRZ Duisburg) – Bericht oder NEINZEICHEN. Ich fordere die Duisburger Reaktionsleiter dazu auf, darüber zu berichten. Sonst setz es wieder mal ein NEINZEICHEN.

    • Genau, das scheint der alte Stil der Parteihochburg zu sein: Nicht über WAS sondern WIE sprechen – dann über Andersdenkende persönlich herfallen. Wen wundert es, dass Duisburg noch mehr von dem wird wie es ist.
      An eins kann jedoch nach der höchst interessanten Einleitung, die stimmungsvoll den Demokratie-Gedanken umkreist, erinnert werden: Am Besten funktionieren Gruppen mit einem klar abgesteckten Ziel.
      Kulturell gilt in Duisburg das Sub-Motto „Hafen Wasser Stahl“ laut Dezernent Karl Janssen.
      Wer sich das zu Herzen genommen hat, braucht eine klare Ansage. Ich hab Hals, wenn ich sowas schreibe – eben HWS Duisburg, Hafen Wasser Stahl.

  10. Leben ist Wissen…

    Judas und Ulrich verpacken ihre Themen als Botenstoff für das intellektuelle Szenentier.

    Diese Zielgruppe ist ( über – ) versorgt.

    Wer spricht den sinnbildlichen Duisburger Malochern und Stressfamilien verständlich aus dem Herzen…?

    Eigentlich sollte es sich in einer Kommune ( Gemeinschaft ) vorrangig um Letztere drehen.

    Holt Sie dort ab, wo sie stehen und abgestellt wurden.

    Ich vermute, dass die Gespräche an den Abwahltischen eine tolle Einstiegsplattform in dieser Hinsicht gewesen sind.

    Viele haben gesprochen und viele haben zugehört. Viele waren da.

    Warum nicht eine konstante Diskutiertisch- Initiative im Stadtzentrum kultivieren – die Themen gehen eh nie aus.

    Der Puls drückt und so eine verlässliche Plattform könnte Sprungbrett für eine –watt weiss ich – direktdemokratische Bewegung werden.

    Politik – Weniger ist mehr!

    Glückauf

    • Wie so oft, sagen Sie genau das, was richtig ist. Leider sind alle beteiligten Gruppen und Einzelkämpfer mit sich selbst beschäftigt und in theoretische Diskussionen verstrickt, sodass kein Raum mehr für den Bürger bleibt. Einen Vorschlag, der nicht von mir stammt, zu einer Speaker’s Corner wie im Hyde Park in London, der nicht von mir stammt, hatte ich weitergegeben, wie vieles Andere. Es bleibt alles beim Alten, der Neuanfang lässt grüssen.

      • > Einen Vorschlag, der nicht von mir stammt,
        > zu einer Speaker’s Corner wie im Hyde Park in London, …

        Genau, Bürgernähe heißt, zu den Menschen hingehen, wie es Axel Krause vier Monate gemacht hat. Das ist sehr gut angekommen.

        Bie dieser Bürgernähe ergibt sich vieles von allein.

    • hallo zentrum

      super-idee!

      ich plane schon länger eine regelmäßige diskussionsveranstaltung zu kuhls kolumne – komme nur nicht dazu

      räume gibts genug

      der zuspruch wäre überwältigend weil der schuh hier überall drückt

      arbeite gerade am judas-kultur-magazin das unbedingt vor weihnachten raus muß

      und fahre über die „heiligen“ tage zu einer alten freundin einer professorin bei der ich mal studiert hab um auszuspannen und mich beraten zu lassen

      im januar könnte man das angehn

      ich bin bereit

      brauche aber hilfe

      wer das mitorganisieren will

      mail an thomaskuhl@gmx.de

      danke für die anregung-ermutigung

      PS mit einer themen-talk-veranstaltung hatte ich schon begonnen in diese richtung zu gehn – mir fehlen helfer

      hilfe!

  11. Und dann redet nur einer – judas thomas kuhl.
    Nein Danke.
    Habe lange überlegt mich zu engagieren.
    Dagegen spricht, die Streitereien, die hier schön nachzulesen sind.
    Evtl. auch die Unterwanderung durch Parteien und Verbände.
    So wird das nichts.

    • Ohne Konflikte läuft gar nichts – historisch gesehen.

      Und wer sich rauslehnt erhält Wunden. Im Revier wehrt sich das Madenwerk der Systemfuzzies brutal, um die Macht zu erhalten, die aus einem sog. Strukturwandel Ruhrgebiet den Niedergang einer Region macht. m|m = Stinkefinger aus der Innenhandsicht.

      Um auf die ursprüngliche Nachricht von Thomas Kuhl zurückzukommen: So etwas wie der Ruhrstream, heute wohl als Gefolgsleute der Parteihochburg bezeichnet – hatte einst auch Goethe als aristokratischer Mainstream erfasst.

      Goethe mobbte Lessing und verbündete sich mit dem real-existierenden Proll-System. Daraufhin bekam Lessing ein Publikationsverbot. Lessing schrieb heimlich „Nathan der Weise“. Zehn Jahre nach seinem Tod wurde Nathan der Weise uraufgeführt und Goethe vorgeführt.

      Goethe war der Systemfuzzie eines herrschenden Madenwerks. Vielleicht wäre er heute DGB-Chef Niederrhein oder Innenminister NRW oder zu Guttenberg.

      • Ich setze ein NEINZEICHEN gegen egoistische Wünsche, auch wenn uns die gesellschaftliche Entwicklung in die Vereinsamung treibt – mit verprollter Unterstützung der Medien wie die Lokalzeit Duisburg WDR.

        Vielfalt wird sich gegen Einfalt durchsetzen! Diversity in der Metropole Duisburg. Wir sind international. Kooperation Duisbrug – Wri sind das Gespräch!

        Diversity ist mehr als der Ruhr-Inperativ: Mach was Du willst, aber lass mich in Frieden!

    • das wäre schade weil duisburg jeden bürger braucht

      da ist bei dir – nachvollziehbarerweise – ein falscher eindruck entstanden

      ich schreibe die kolumne als initialzündung für diskussion die dann logischerweise hier mit postings beginnt

      dann antworte ich auf die postings die ich ernst nehme und gelegentlich sogar auf deppen

      jede kolumne hat so einen nachlauf

      da ich gleichzeitig an meinem magazin arbeite mit leuten telefoniere woanders poste und veranstaltungen vorbereite und jetzt gerade an einer extra-kolumne über einen neuen skandal für morgen schreibe poste ich wenn ich dann mal wieder auf xn bin gleich auf mehrere postings

      so entstehen blöcke von fünfmal kuhl die du dann oben auf der seite so siehst

      fände schade wenn die heidenarbeit die ich mir gerne mache weil ich meine leser ernster nehme als die meisten meiner kollegen mir zum nachteil gereichen würde

      ich habe deine emailadresse in den verteiler meines judas-kulturmagazin übernommen (kost nix) um dich weiter zu informieren

      in der hoffnung auf eine für duisburg engagierte frau in der bürgerbewegung

    • Da redet nicht nur jtk.
      Was ist gegen Streitereien einzuwenden?
      Gegen Unterwanderung ist alles einzuwenden.
      So wird das was.
      Mal munter drauf los.
      Bloss keine Hemmungen.
      Wir sind hier unter uns 🙂

  12. Hi andere Mimi,

    es liegt in der Natur der Sache, dass eine Bewegung von endlichen Rampensäuen profitiert.

    Scheinbar starke, eloquente Typen (♂ + ♀ ), die polarisieren und im Hinblick auf die gute Sache keine Angst vor geistigen Selbstmordattentaten haben.

    Ich hoffe/glaube, dass Judas ein friedlicher und herzensgütiger Mensch ist.

    Wenn es irgendwie weiter geht, werden sich die Text- und Redebeiträge vielleicht zur Zufriedenheit Aller eingrooven.

    Von den Neuanfang`s – Sophisten rund um Steegmann und Hüsken und deren Change-Management soll sich jeder seine eigene Meinung bilden…

    Ich stehe seit geraumer Zeit mit Harald Jochums in Kontakt. Der braucht auch Hilfe.

    Let’s help together.

    Cerioo

    • zu jochums

      issn guter mann

      auch deshalb hatte ich seinen rücktritt geoutet

      der schreibt mir beinahe täglich ne mail was er so denkt oder macht

      ich sach ihm immer er soll das posten

      will er aber nicht

      hat seinen eigenen kopp

      is auch gut so

      wir arbeiten weiter eng zusammen

      • City-Alien zu Harald Jochums

        > ich sach ihm immer er soll das posten
        > will er aber nicht
        > hat seinen eigenen kopp

        Versuch einer Analyse:
        „Das hat alles keinen Zweck mehr! Ich steig aus! Love it or leave it! Win stay lose shift!“

        Ähh, kannste das ma nicht auf Deutsch sagen?

        „Ejh boar, kömmer. Ejh boar mann, tu isch aba nich! Als Prämigrant trainier ich Migger.
        (Die City-Aliens Duisburg, an ihnen ist die Integration Duisburg des Proll-Regiems gescheitert – kurz und knackig!)

  13. seit einiger zeit ist es so dass mir leser meiner kolumne emails schreiben oder anrufen

    bei dieser kolumne ist das viel

    leute die mich fragen wie ich mir das „kurz und knackig“ antun könne

    eine solche mail die den tenor der meisten wiedergibt und mich sehr gefreut hat setze ich hier rein

    ——————————–

    Hallo Thomas !

    Habe drei Abende gebraucht, um alles richtig zu lesen.

    Zwischendurch immer wieder nachgedacht, was so hängengeblieben ist davon.

    Auf jeden Fall:

    Ich weiß, was ich nicht weiß !

    Das war/ ist schon mal gut .

    ICH weiß auf jeden fall, dass ich die Instrumentarien des Regierens, des positiven Steuerns von Ausweg aus zerbrechenden Strukturen nicht beherrsche.

    Außerdem bin ich eine Einzelgängerin, Einzelkämpferin.

    Schreib weiter, bei mir kommt das Eine oder Andere an.

    ——————————————–

    den rest der mail der sich auf personen in meinem näheren umfeld bezieht hab ich weggelassen

    für solche menschen die sich selbst noch ernst nehmen könnren

    für die schreibe ich

    gerne

    man kann die wichtigsten fragen des zusammenlebens nicht in häppchen verzehren

    • Die versöhnliche Bi-Mahlzeit „Neuanfang für Duisburg“. Vorschlag: Französisches Aligot, deutsche Nürnberger Rostbratwürstchen und griechischer Krautsalat

      > man kann die wichtigsten fragen des zusammenlebens
      > nicht in häppchen verzehren

      Na, dann Mahlzeit!

      Französisches Aligot
      http://www.rezeptewiki.org/wiki/Aligot
      http://www.kirchenweb.at/kochrezepte/kartoffeln/kartoffelpueree/aligot.htm

      Griechischer Krautsalat
      http://www.chefkoch.de/rs/s0/griechischer+krautsalat/Rezepte.html

      Beilage:
      Nürnberger Rostbratwürstchen oder Rindsfrikadelle oder Lammkotelette

      Rubrik: internationales Bi- und Pilger-Food Duisburg

      • Bei einer gemeinsamen Mahlzeit können Unstimmigkeiten und Mauern der Zusammenarbeit abgebaut werden. Ein Vorschlag für die Bürgerinitiative „Neuanfang für Duisburg!“

        Für Aligot ist der Käse Tomme de Savoie in Der Westen Duisburg nicht zu bekommen. Das scheint normal. Viele Rezept verwenden deshalb Gruyere.

        Der Menue-Vorschlag ist multikulturell oder -mental (diversity) und soll ein Impuls sein, die Vielfalt der Bürgerinitiative nach der Loveparade Ruhr.2010 wieder gemeinsam an einen Tisch zu bekommen.

        Vielfalt kann sich zu einem gemeinsamen Ziel entwickeln. Umsonst bekommt man das nicht. Die Hebräer als geschundenes Volk vor 2 oder 3 tausend Jahren entwickelten die Strategie: „Mit jemand eine Meile gehen!“ Am 12. Febr. 2012 scheint die Meile am Ende zu sein.

        … was gibt es dann als Menue-Vorschlag: Aligot … Bei einer gemeinsamen Mahlzeit können Unstimmigkeiten und Mauern der Zusammenarbeit abgebaut werden.

        • Duisburg. Ob nun derwesten.de oder xtranews.de, ich glaub ich bin in einer Balintgruppe. Hauptsache Dampf ablassen. Ändern tut sich nix!

          Gegen das Kadaver-Web 2.0, das Abjammern der Wirklichkeit, setze ich ein NEINZEICHEN.

  14. b>Perversion Duisburg Ruhrgebiet. Demokratie in der Parteihochburg wurde zum Selbstficken der Systemfuzzies der Stadtverwaltung und Politik Duisburg.

    Brutales Bürger-Mobbing herrscht in Duisburg, so die Allianz aus Stadtverwaltung und Politik in Duisburg.

    Loveparade Ruhr.2010. Das Proll-Regiem tötet Menschen. Ein eiskalt abgezockter Fehler eines brutalen, eigensüchtigen und hirnlos-machtgeilen Madenwerks von Systemfuzzies.

    Politik und Stadtverwaltung sind ein eingeschworenes Gesöß.. Die untaugliche Risikostratifizierung der Prolls von Duisburg tötet Menschen – gestern – heute – morgen – Loveparade Duisburg for ever!