Grüne Duisburg Walsum zum Abwahlverfahren OB Sauerland: “Adolf Sauerland lässt Frist verstreichen”

Duisburg – Der Vorstand der Walsumer Grünen kann nicht nachvollziehen, warum der Walsumer Adolf Sauerland auch die letzte Chance ungenutzt ließ, vom Amt des Oberbürgermeisters zurück zu treten. Nach der Bestätigung der Gültigkeit des Abwahlantrags der Bürgerinitiative „Neuanfang für Duisburg“ durch den Stadtrat, hätte der umstrittene Duisburger Oberbürgermeister nach der nordrhein-westphälischen Gemeindeordnung sieben Tage Zeit gehabt, den Bürgerinnen und Bürgern die weitere Ungewissheit und der Stadt die Kosten von mehr als 500.000 Euro für das Abwahlverfahren zu ersparen. Aber darauf wartete Duisburg jetzt nach Ansicht der Grünen vergebens. Diese Frist ist mit Ablauf des 01.Dezember verstrichen.

Seit dem 24.Juli 2010, dem Datum der Loveparade Katastrophe, an dem 21 junge Menschen ihr Leben lassen mussten und mehr als 500 Gäste dieser Stadt verletzt und zum Teil stark traumatisiert wurden, ist in Duisburg nichts mehr wie es war. Der Vorstand des Ortsverbandes der Grünen in Walsum hält dem Oberbürgermeister sein klägliches Verhalten in der Öffentlichkeit im Umgang mit diesem Ereignis seit her vor. Unter anderem ist es für sie unerträglich, dass er bis heute jegliche politische Verantwortung von sich weist. Hier stellt sich den Grünen die entscheidende Frage: Wer trägt die politische Verantwortung für das Handeln der Stadtverwaltung, wenn nicht der Oberbürgermeister als der Chef dieser Verwaltung in erster Linie? Sie stellen auch fest, dass der Versuch des Oberbürgermeisters gescheitert ist,  sich mit einem 420.000 Euro teuren „Gefälligkeitsgutachten“ von jeglicher Verantwortung rein zu waschen. 

Das der oben genannte Betrag aus einem Hilfsfond für die Opfer und Hinterbliebenen des Loveparade Unglücks bezahlt werden sollte, finden die Grünen in Walsum pietätlos und zutiefst verabscheuungswürdig.

Beschämend kommt für sie noch hinzu, dass seit dieser Zeit weitere Dinge in Duisburg überregional Schlagzeilen machten, die der Stadt in der Außenwirkung schaden und wo die verantwortliche Stadtverwaltungsspitze ebenfalls eine schlechte Figur ablieferte. Die Grünen nennen dabei das schlechte Krisenmanagement bei der Küppersmühle, den verpassten Schüleraustausch mit einer türkischen Partnerstadt, die Rolle Duisburgs bei den Grundstückverkäufen im Innenhafen rund um das Landesarchiv und das Nachtreten bei der Genehmigung zur zentralen Trauerfeier für die Loveparade Katastrophe, um hier nur einige Schlagworte zu nennen.

Der Vorstand der Grünen in Walsum unterstützt die Abwahlinitiative „Neuanfang für Duisburg“ und wird diese Initiative in den nächsten Wochen auch aktiv begleiten. Er macht noch einmal darauf aufmerksam, dass am 12.02.2011 jeder wahlberechtigte Bürger dieser Stadt aufgerufen ist, sich an der Abwahl zu beteiligen.

4 thoughts on “Grüne Duisburg Walsum zum Abwahlverfahren OB Sauerland: “Adolf Sauerland lässt Frist verstreichen”

  1. [Zitat:] „Der Vorstand der Walsumer Grünen kann nicht nachvollziehen, warum der Walsumer Adolf Sauerland auch die letzte Chance ungenutzt ließ, vom Amt des Oberbürgermeisters zurück zu treten.“

    Der Vorstand der Walsumer Grünen gehört wohl zu den Immigranten der Stadt Duisburg und ist nicht eingeboren. Noch ein paar Jahre hin, dann werden sie das wohl verstehen – oder haben die einen durch Feinstaub getrübten Blick?

    Ruhrbebiet. Im fünfzigjährigen Reich des Regionalsozialismus ist ganz normal.

    Die Einbeborenen sind mittlerweile deutlich in der Minderzahl. Die „Lex Sauerland“ kann sich bald zum eigenen Knieschuss für die Parteihochburg entwicklen.

  2. Jakobswege

    Wenn mir eins nicht passt, dann sind das solche Äußerungen:

    „Die Einbeborenen sind mittlerweile deutlich in der Minderzahl.“

    Und die Grünen in Duisburg haben ein Problem, dass sie nicht gewillt sind zu lösen. Das Problem heisst Greulich, Kantel, Jannicki…

    • Etwa 45 Prozent der Duisburger Einwohner haben ihren Geburtsort in Duisburg, so das Statistikamt. 90 Prozent der Ratsmitglieder ist Eingeborene!

      > Wenn mir eins nicht passt, dann sind das solche Äußerungen:
      > “Die Einbeborenen sind mittlerweile deutlich in der Minderzahl.”

      Diese Zahl kann auch das Referat für Integration bestätigen.