FCR 2001 Duisburg: Löwinnen im Pokal beim Zweitligisten Gütersloh

Knapp 24 Stunden nach dem wichtigen 3:1-Sieg gegen die Bayern aus München hat die gesamte FCR-Familie gebannt nach Frankfurt geschaut; denn schließlich standen dort zwei sehr bemerkenswerte Ereignisse auf dem Sportkalender des Frauenfußballs. Und als das Spitzenspiel des 1. FFC Frankfurt gegen Turbine Potsdam abgepfiffen wurde, konnten die Löwinnen gleich zweimal jubeln. Zum einen haben sie nun durch den 2:0-Sieg der ‚Turbienen‘ den zweiten Tabellenplatz erobert, zum anderen sorgte Silke Rottenberg für noch mehr Freude: Die ehemalige FCR-Torhüterin und Weltmeisterin zog nämlich gleich zwei Hammerlose aus der Lostrommel für das DFB-Viertelfinale. Gleich mit der ersten Paarung führte sie die Gegner des Topspiels erneut zusammen und direkt danach verordnete sie ihrem alten Verein Duisburg eine Dienstreise nach Gütersloh zum FSV, bekanntlich dem einzigen im Wettbewerb verbliebenen Zweitligisten.

Verständlich, dass die Bewertung dieser Auslosung bei den Verantwortlichen rundum positiv ausfiel. Spielführerin Annike Krahn: „Wenn wir nun im Viertelfinale gegen einen Zweitligisten spielen, sind wir Favorit und die Aufgabe muss machbar sein. Ein Heimspiel wäre vielleicht noch besser gewesen, aber selbstverständlich sind wir sehr zufrieden.“

Ähnlich die Analyse von Cheftrainer Marco Ketelaer: „Bei diesem Spiel ist ein Sieg für uns Pflicht; denn diese große Chance, einen weiteren Schritt in Richtung Pokalfinale zu tun, müssen wir einfach nutzen.“ Dass man in Frankfurt und Potsdam nicht unbedingt erfreut ist, schon in der Runde der letzten Acht aufeinanderzutreffen, kann Ketelaer absolut nachvollziehen, aber „das ist halt der Pokalwettbewerb, auch wir waren da in den letzten Jahren wahrlich nicht immer vom Glück begünstigt.“

Den Sieg des deutschen Meisters nennt ‚Kette‘ verdient: „Potsdam war sofort auf Betriebstemperatur und sie haben auch klar mehr für diesen Erfolg getan. Frankfurt hatte seine Möglichkeiten, aber mein Gefühl war, dass Potsdam immer in der Lage gewesen wäre, bei einem eventuellen Anschlusstreffer nachzulegen.“

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