Kuhls Kolumne: FREUNDE DER REALITÄT

ob-kuhl-0206Diese Woche läuft am Dellplatz die 35.Duisburger Filmwoche, das „Festival des Deutschen Dokumentarfilms“. Die Filme gibt’s im „Filmforum“, Eingang durchs „Movies“. Anschließende Diskussionen im neueröffneten „Grammatikoff“, früher „Hundertmeister“. Der Saal des G liegt auf der gleichen Ebene wie das Kino F – durch eine Fluchttür nebenan. Diesmaliger Festivaltitel „Stoffe“, es geht um den oder das Glauben. Da sich an dem zu Kritisierenden nichts geändert hat, ziehe ich hier meine Festivalkritik von 2005 aus der Wiedervorlage. Es bleiben gemischte Gefühle und ein Lichtblick – am Ende des Tunnels. Lesen Sie über Wahrheit, Wirklichkeit und Verpeiltheit im Reich der visuellen Illusion: Willkommen in der Höhle!

Die 29. Duisburger Filmwoche stand unter dem hochtrabenden Titel ,,Freunde der Realität“ Das interessierte den Analytiker in mir. Ich wollte wissen, ob es sich bei dem, was das diesjährige Dokumentarfilmfestival sich auf die Fahnen geschrieben hat, um Realität oder um Satire handelt. Mit diesem göttlichen Ermittlungsauftrag zog ich, Sokrates, dann los zur Filmhöhle am Dellplatz.

Auf dem Wege ging ich noch mal die Stichworte durch, Schein und Sein aus Platons Höhlengleichnis, das Abbild, die bewegten Bilder, die traumanaloge Situation im dunklen Kino vor den Riesenbildern, die Axiome der Wahrnehmungspsychologie, Realität versus Wirklichkeit, Subjektivität, Dokumentarfilm, Festival, Akteure, Anspruch und Wirklichkeit.

Aber, wie kam ich auf Satire? Weiß ich doch, dass es Realsatire nicht gibt. Denn Satire ist Kunst – also immer eine Überhöhung der Realität, eine Etage drüber. Das könnte einen Faden ergeben. Fangen wir an. In der Höhle.

HÖHLE

Platon hatte – ohne jemals im Kino gewesen zu sein – mit seinem Höhlengleichnis die ewige Norm zwischen Schein und Sein eingängig formuliert. Man stelle sich vor, Menschen säßen gefesselt mit starrem Blick nach vorne. Hinter ihnen sei eine Mauer, die sie nicht sehen könnten. Hinter dieser Mauer wiederum zöge so eine Art Fackelzug herum. Die gefesselten Zuschauer sähen nur den Widerschein der Fackeln, den Fernseher oder die Kinoleinwand – und würden die Schatten und die diffuse Projektion von Licht für die wahren Dinge halten.

Ganz am Rande: Ich denke mir da noch Musikinstrumente, Trommeln, Saiten- wie Blasinstrumente – und natürlich Gesang. Die abgewandten Hörer hatten nur ein gebrochenes Echo, nur die noch hörbaren dumpfen Reste statt der ganzen Musik, nur noch Bass and Drum statt wirklich gespielter Instrumente, nur noch Rap statt Gesang. Dann würden sie – weil sie ja nicht wissen, was Musik ist, pseudomusikalische Hilfsarbeiter für Musiker halten.

Und den Versager, der solches in konservierter Form abspielt, den DJ, sie würden ihn für ein Orchester halten. Aber das sind die Tondummies, uns geht es ja um ,,Freunde der Realität“ und darum, ob in deren Bildern Realität ist. Und ob ihr Bewusstsein nicht so gefesselt ist, dass die künstlerische Überhöhung der Realität, die sie ,,Dokumentarfilm“ nennen, nicht – ungewollt – Satire ist.

FESTIVAL

Das ist das dritte Duisburger Dokufestival, an dem ich teilnehme. Das Haus, um das sich hier alles dreht, ist 200 Meter von meiner Wohnung entfernt. Früher kommunales Kino der Volkshochschule, (in grauer Vorzeit ein Pornokino – damals war das Dellplatzrevier die Puffecke der Stadt – bis die SPD die Sünder aus dem Sprengel der St.Josph’s-Kirche in Richtung Vulkanstrasse verbannte, um die „Kulturmeile“ hochzuziehen) damaliger wie jetziger Leiter Kai Gottlob, heute eine GmbH, die sich Premierenkino nennt, und außer Abspielen von Filmen, also banaler VJ-Arbeit, künstlerisch bloß Ablachabende mit Trepper, dem Kalauerkönig von Radio Duisburg, Debilitäten für Dummies, zustande bringt. Unten eine Kneipe, das Movies, teuer, blasiert, damalige wie heutige Inhaberin Monika Gottlob, seine Gattin. Viel Umsatz in Kino wie Kneipe – das ist gut für die Gottlobs – nicht für die Kultur.

Ausrichterin des Dokufestivals ist die Volkshochschule Duisburg. Als Sozialdemokraten noch etwas mit kleinen Leuten zu tun hatten, da gab es Arbeiter-Bildungsvereine – wie bei den Konservativen die Kolping-Bewegung. Die VHS ist aus dieser Idee entstanden. Heute geben sich die, die bei einer Uni niemals eine Stelle bekommen hätten, dort in Leitungsfunktionen als Akademiker. Man kann da Sprachen lernen, den Hauptschulabschluß nachholen, gescheiterten Studierten gegen Eintritt bei Vortragsversuchen zuhören, Feng Shui oder Dachbegrünung – und etliches mehr.

CHEF

In der Volkshilfsschule sitzt also das Doku-Festival mit seinem Chef, dem Werner Rudzicka, der selbst früher Dokufilme gemacht und an Unis gelehrt hat. Letztes Jahr habe ich kurz mit ihm gesprochen und wir haben uns, ich wollte einen Rat von ihm, verabredet. Er: „Klar, kein Problem, setzen wir uns morgen ins Movies und sprechen miteinander – bis dann!“ Am nächsten Tag war nichts.

Ich habe beinahe täglich versucht, ihn in der VHS, die 200 Meter gegenüber meiner damaligen Wohnung liegt, telephonisch zu erreichen. Schließlich nahm ich ihn noch ernst – und wollte mit ihm, mal kurz auf einen Kaffee, reden.

Entweder war er nicht da – Festival ist Saisonarbeit – oder er hat sich verleugnen lassen. Schon nach zwei Monaten hatte ich ihn dann an der Leitung. Es täte ihm sehr leid, sagte was von seiner Mutter und wie ich ihm jetzt noch damit kommen könne. Ich hab ihm gesagt, dass ich stinksauer sei, was er nicht verstanden hat.

Nun gut, ich bin jetzt im Movies angekommen, suche das Festivalbüro, um mir ein Programm zu holen. Da, wo das letztesmal war, ist es nicht, Hinweisschilder suche ich vergeblich, Festivalbesucher wissen es auch nicht, schließlich weiß ein Kellner, das müsse irgendwo im Hundertmeister sein, komme mir vor wie Kafka auf Schloßsuche.

Im Festivalbüro, Werner Rudzicka mit Helfern hinter der Theke. Er sieht mich, streckt seine Hand aus und sagt überschwenglich: „Willkommen in Duisburg!“ Ich antworte: „Ich wohne hier um die Ecke – und das weißt du!“

Entweder hat er was verdrängt, was ich nicht glaube – dann hätte er mich ja nicht erkannt. Oder er hat Schuldgefühle, was ich verstehe. Auf jeden Fall ist die überschwengliche Begrüßung Schauspielerei. Halten wir fest: Der Chef des Dokumentarfilmfestivals ,,Freunde der Realität“ verdrängt entweder die Realität aus auf der Hand liegenden Motiven – oder er fälscht sie durch eine realitätsferne Inszenierung.

HEIMAT

Der erste Film hatte dann auch gleich einen Tonausfall. Übrigens ein riesig angekündigter ,,Heimatfilm“ über das Vorgebirge der Eifel, ein Landstreifen zwischen Köln und Bonn – also die Ecke, wo ich geboren und aufgewachsen bin. Die Hamburgerin Alexandra Seil hat mit ,,Durchfahrtsland“ die Gegend, durch die sie als Kölner Studentin gelegentlich fuhr, gemäß eines britischen Filmgenres thematisieren wollen.

Dazu nahm sie ausschließlich atypiscne Protagonisten (platonisch: ,,falsche Schatten“) und setzte dann eine kommentierde Stimme aus dem 0ff dagegen (platonisch: ,,Zerrbild vom falschen Schatten“). Halten wir fest: Nicht die Realität – aber deren Kontrapunkt, und dann das noch kontrapunktierend dokumentiert, worauf ich dann in der Diskussion zu sprechen kam.

Ich habe – um erst mal Bezüge zu setzen – von den napoleonischen Truppen in Endenich gesprochen, die hiesige heute noch wirksame Traditionen mitbrachten, vom Geist Adenauers, der in meiner Heimat heute noch Gesetz ist, von Heinrich Böll, der bei meinen Eltern eingekauft hat und den sonstigen Standards der Gegend, von der die Filmerin nichts versteht. Dann habe ich ihren totalen Realitätsverlust als Frage formuliert.

Worauf die Regisseurin antwortete, sie verstehe die Frage nicht. Nicht schlimm, sie versteht ja auch sonst nix. Und Kaiser Rudzicka , spricht mich mit ,,Kollege“ an, sagt auch, er habe die Frage nicht verstanden.

Wenn man nichts vom Thema versteht, versteht man auch nicht die Fragen dazu – ,,Freunde der Realität“.

JUROR

In selbiger Diskussion war mir ein Typ aufgefallen, der breitbeinig auf dem Protokollantentisch saß und permanent von der Rhön sprach. Rudzicka als Diskussionsleiter nahm dann ,,den Didi“ kollegial in Schutz, er könne – von Karlsruhe aus gesehen – schon mal Rhön und Vorgebirge verwechseln. Nach diesem Hinweis meldete der sich wieder und faselte wieder über die Rhön.

Da hat der Dokukaiser recht, den Dokujuroren für den „ARTE-Dokumentarfilmpreis“, Professor für Film in Karlsruhe, Didi Danquart, in Schutz zu nehmen. Wenn der dann aber nach dem Hinweis weiterhin nichts merkt, sieht man, dass er verpeilt ist.

Später in der Nacht ergab es sich, dass ich neben Didi Dummy an der Theke saß und wir ins Gespräch kamen. Er sagte, ich sei ,,ein echter Künstler“, was ich, wenn es aus dem Munde eines Traumtänzers kommt, für eine Beleidigung halte. Aber, sokratische Sau, die ich nun mal bin, habe ich ihm eine Realität um die Nase gehauen, nämlich die soziale. Habe ihm gesagt, dass mein Hartz4 und seine C4-Stelle inkompatibel seien, da ihm zum Leben ein mehrfaches von meinem Möglichen zur Verfügung stünde. Wir dürften diese soziale Realität nicht aus den Augen lassen.

Nun ist er tatsächlich ein Künstler – wenn Künstler meint, nichts zu merken. Sagt, er habe die Stelle nur für fünf Jahre, sei früher auch mal arm gewesen, habe auch ein schlechtes Gewissen – aber ließe sich von mir nicht anpöbeln. Dieser ,,Freund der Realität“ hat früher Dokufilme gemacht, die ich glücklicherweise nicht kenne. Heute urteilt er über Filme, die er – jedenfalls geographisch, sozial und kommunikativ – nicht verstehen kann.

PREISTRÄGER

Dann ein Film über eine One-Man-Band ,,Slide Guitar Ride“ von Bernd Schoch, einem Studenten von Didi Dummy über einen Typen, der mit Helm auftritt, kein Interesse am Megabusiness hat und mit drei Akkorden klarkommt. Dieser großartige Filmer dreht drei Jahre ohne Kohle, versucht mit drei Filmeinstellungen drei Akkorden zu entsprechen, sagt, er hätte lieber die halbe Zeit Musik gedreht. Aber das hätte doch ein Film werden sollen.

Was? Der Filmer verbirgt sich hinter einem Film, der Rocker hinter einem Helm. Beide haben ANGST! Oder die Vorstellung von einem Medium unterm Helm oder einem Film im 0ff. Nun wird der Musiker an die Megacompany ,,Epitaph“ verhökert und der Filmer an den Duisburger Doku-Strich. Jaja…

Schoch auf meine Frage, ob er sich den Schwanz habe abkaufen lassen von der sogenannten Realität, dem, was Verursacher oder Urheber gerne glauben möchten: Er sagt nichts, kann nicht antworten. Aber Didi Dummy macht ihm den Daddy, nimmt ihn falsch in Schutz, von wegen drei Jahre, keine Kohle, aber Freunde, bla bla – und Schoch lässt sich das gefallen.

Ein sensibler Typ hat einen Film über einen Adrenaliniker gedreht – unter Bedingungen von Pariarchat und Kapitalismus – ob das jetzt Rudzicka oder Danquart heißt. Versagerväter oder Epitaph und Filmwoche – eben doch bloß Markt – armer Junge. Ein klasse Film – auch ohne 50%Mucke – zwei falsche Väter – Kulturwichserei. Soviel Gute hat Deutschland nicht. Auch dieser wird untergehn – egal bei welchem Sender.

FAZIT

Die meisten Festivalbesucher sind jung und arm. Nach dreißig Jahren denkt man noch immer nicht an Mitschlafgelegenheiten, weshalb viele – auch frühere Preisträger – nicht kommen können. Das muß gewollt sein. Ein Festival? Nein, bloß eine Filmwoche. Die Protokolle der Diskussionen sprechen eine deutliche Sprache, eine autoritäre: Rudzicka, der Louis XIV des Als-Ob-Festivals, weiß alles, sieht alles voraus, versteht alles, kommt auf alles.

Nur Alte – oder Arrivierte – und junge – noch nicht positionierte, keine Mitte.

Duisburg merkt das nicht, quält mit Honoratiorenreden, nur chronische Dellplatzgeher tauchen auf, die auch sonst nicht wissen, wohin, Kulturglotzer eben.

Niemand – außer mir – thematisiert, was hier notorisch in die Hose geht – und deshalb bleibt die Doku-Filmwoche das welt-, realitäts- und stadtferne Traumschiff, das sie immer war.

Die Dokuwoche – inzwischen gibt es sogar eine Doku über die Dokuwoche – da kann man sich die Drogen sparen. So zu wie die sind.

Rudzicka und Co sind Täter hinsichtlich der Verschüttung von Dokufilmoptionen.

Die Realität bleibt auf der Strecke…

UND DOCH

würde ich an Ihrer Stelle hingehn. Eine Menge gute Filme, viele interessante Leute, mal was los in Duisburg. Auch wenn die Koprolalie eines Rudzicka und die Unterwürfigkeit seines Anhangs stört, die Diskussionen sind oft aufschlussreich.

Diese Woche werden die Kneipen um den Dellplatz mal ne andere Publikumsmischung erleben. Das Programm im Netz unter „Duisburger Filmwoche“.

BERND SCHOCH

ist wieder da. Meine deprimierende Prognose von 2005 trifft glücklicherweise doch nicht. Donnerstagabend 22Uhr30 wird sein Film über das Alexander von Schlippenbach-Trio „Aber das Wort Hund bellt ja nicht“ im Filmforum uraufgeführt.

Viel Zeit, das Werk anschließend im Grammatikoff zu diskutieren, wird sich allerdings nicht ergeben können. Denn eine gute halbe Stunde später, um 0Uhr wird Alexander von Schlippenbach höchstderoselbst in der neueröffneten Ex-Kulturzentrale in die Tasten greifen.

Hingehn!

19 thoughts on “Kuhls Kolumne: FREUNDE DER REALITÄT

  1. In der Volkshilfsschule sitzt also das Doku-Festival mit seinem Chef, dem Werner Rudzicka
    … und wir haben uns, ich wollte einen Rat von ihm, verabredet. Er: „Klar, kein Problem, setzen wir uns morgen ins Movies (Anm.: nichts wurde daraus – typisch Duisburg).
    … Monate später. Halten wir fest: Der Chef des Dokumentarfilmfestivals ,,Freunde der Realität“ verdrängt entweder die Realität aus auf der Hand liegenden Motiven – oder er fälscht sie durch eine realitätsferne Inszenierung.

    Und noch mehr „Realität versus Wirklichkeit“ http://fallback2.xtranews.de/2011/10/31/kuhls-kolumne-duisdoof-stadt-ohne-worte/

  2. Hologaster Malix Mo, 07 Nov 2011 at 10:13:14 -

    Vorweg, ich bin nicht der „Danebene“, aber auch daneben.
    Wenn ich die Namen der „Duisburger Filmindustrie“ lese, fallen mir unweigerlich Begriffe wie Invertebrae, Vetternwirtschaft, Alimentierte ein.
    Ich stelle mir auch Fragen, wieso Herr Rudzicka nicht lieber mit Rod Stuart im Duett singt und ob der Name Gottlob ein hinreichendes Kriterium für das Betreiben eines Aquariums ist. Passte dieser Glasschaukasten nicht sehr gut nach Düsseldorf? Und wieso gibt es im Filmforum weder Popcorn noch Nachos zu kaufen, das Programm ist ja schon so echt voll UCI!
    Schön zu hören, dass in Karlsruhe auch das Schema Nase und AXXXh Anwendung findet, Karlsruhe ist schon voll Duisburg. An Kuhl: Kannze auch noch weitere fuffzich Jahre in Dudoof bleiben und schreiben!

    • natürlich haben wir hier in duisburg jede menge inzucht – vor allem im spd-milieu – neuerdings aber auch sauerländereien

      das movies is n schicki-micki-spießerladen auf amöben-niveau

      dein letzter satz und manche tendenz gefällt mir nicht

      ich bin 57 jahre alt und möchte die 20 jahre die mir vielleicht noch verbleiben
      hier in duisburg in freiheitlichem boheme-milieu mit guten freunden sinnvolles tun

      meine kritik mag heftig sein – trifft aber leider die verhältnisse

      ich will mit denen die hier noch ein hirn haben die stadt lebenswerter machen

      als oberbürgermeisterkandidat will ich die stadt ihren bürgern wiedergeben

      jeder der mir dabei helfen kann ist mein freund

      vielleicht sind wir schon in 10 jahren fertig mit revolution und wiederaufbau

      das lohnt sich

      venceremos

      • Ich habe gerade ein Pfund rote, grüne und gelbe Paprika (Sonderangebot von ALDI für 69 Cent) mit Zwiebelspalten in Essig- / Salzwasser blanchiert. Nach dem Abkühlen mach ich eine Zitronen-Öl-Dressing.
        Wie kann man sich die Oberbürgermeisterschaft von JTK vorstellen, wenn knapp 20.000 Duisburger Jahr für Jahr den MIGGER durch Umzug machen?

        … und zwar so, dass ein gewisser Rest der „Ausdifferenzierung der Prosperität“, so wie es das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI Essen) in einer bezahlten Studie der Landesregierung nennt.

        JTK: Dein Kampf gegen das Vierte Reich des Regionalsozialismus wird hart – sehr hart sogar!

        Du hast noch keinen Brief vom Rechtsamt der Stadt Duisburg erhalten. Aber der wird kommen. Macht weiter mein Sohn Duisburg, Du bist auf dem Polder-Weg!

        Die Stadt Duisburg bereitet das Magdalenenwasser von 1342 auf´s Neue.

      • Was ist denn das? Das Referat für Bürgerengagement und Bürgerangelegenheiten der Stadt Duisburg.

        In der Öffentlichkeit ist das Amt nicht präsent. Für die Nischenbürokraten im direkten Umfeld von Oberbürgermeister Adolf Sauerland zeigt niemand Interesse. Ritzengrün hat eine deutlich höhere Wahrnehmung.

        Referat für Bürgerengagement und Bürgerangelegenheiten: http://www.duisburg.de/rathaus/rathaus/buergerengagement/index.php

        Die Amtsleitung ist die Stadtjuristin Astrid Jochum – stadtbekannt ihren durch ihren Beistand für den OB.

        Jetzt wurden Witze über das Referat B&B Duisburg bekannt.

        Aus dem Duisburger Blog: Rai30 Homberger Störenfried

        Referat für Bett und Frühstück Duisburg Sagt:

        Referat B&B. Diese Abkürzung kursiert derzeit für das Referat für Bürgerengagement und Bürgerangelegenheiten in der Stadt Duisburg.
        „Adieu Rathaus, Adieu Natur!“

        http://hombergerstoerenfried.wordpress.com/2009/03/21/adieu-rathaus-adieu-natur/#comment-4880

        • finde solche beiträge sinnvoll

          wenn sich autoren hinter proxy-masken verstecken verstehe ich das

          wenn die absendende emailadresse allerdings aus „kaiserkönigedelmann“ besteht nehme ich dich nicht ernst

          an alle waldmeister

          wenn eure absendende emailadresse real ist können wir einen realen kontakt aufbauen und vielleicht sogar was zusammen machen

          dann bleiben eure postings nicht bloß spinnerei

          sondern münden in realer politik

          generell antworte ich nicht mehr auf kolumnen sobald die nächste raus ist

          schreibe schon an der übernächsten

          • Hi, hi, “kaiserkönigedelmann”.

            Die Form ist Dir also wichtiger als der Inhalt. judas thomas kuhl, Du darfst im Ruhrgebiet Oberbürgermeister werden. Gehe nicht über Los, sondern bleibe gleich in Duisburg!

            Mal ohne Quatsch! Es lohnt sich darüber nachzudenken, für welche Gruppe die Stadt Duisburg noch attraktiv ist.

            Wenn hier Xtranews mal ein paar eher „geheime und unverfälschte“ Statistiken der Stadt Duisburg vorlegen würde, entstände ein Bild für die Zukunft, dass JTK mal richtig aus der Haut fahren ließe. Und dann kanner mal gucken, wer da noch mit macht. WAZ und NRZ fördern das jedenfalls nicht!

  3. lese gerade auf derwesten.de dass rudzicka die loveparade für kein thema bei der dokuwoche hält „weil einsendungen nicht seinen qualitätsstandards entsprächen“

    das obwohl er doch gerade auf seine „diskussionskultur“ stolz ist

    nichts ist dokumentarischv wenn man im feuer sitzt und noch nichtmal das merkt

    • Über die Kultur Duisburg und ihre Perspektiven:
      Stattwurst für das „Alpha-Tier“
      Schlagworte: 
      Karl Janssen
      Kandidaten-Kür
      Duisburg
      Dezernent
      CDU Münster
      aus http://www.echo-muenster.de/node/15000
      Der Kulturdezernent Karl Janssen sprang als „Alpha-Tier“ und landete als Wurstkringel. In Münster und erst recht in Duisburg. Aber hier hat sich das noch nicht herumgesprochen, wenn man so manche Kommentare verstehen will.

        • Mal was Lustiges:

          Vor einer Weile habe ich einen SPD-Bezirksbürgermeister von Duisburg gebeten: „Hallo Exgenosse Bürgermeister! Ich bin über Duisburg besorgt. Kannste mir mal einen Termin beim Obergenossen und Unterbezirksparteivorsitzenden Duisburg Ralf Jäger machen?“

          Schreibt der Bezirksbürgermeister: „Ähh, biste wohl blöd. Die Kontaktdaten vom Innenministerium stehen im Internet.“

          Schreib ich an das Innenministerium NRW: „Ähh, hör ma, Exgenosse Ralf Jäger. Dein Bezirksparteifuzzie hat wohl Probleme mit dem Art. 21 Grundgesetz: „1) Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit.“ – „Der ist doch glatt verfassungsfeindlich, aber zumindest verfassungsfern!“ http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_21.html

          Sagt das Ministerbüro vom MIK NRW: „Ähh, nee!“

          Das regt mich gar nicht mehr auf. Eij boar, das kemmer! Ich mach den MIGGER!
          Sagen wir mal: Ich bin derzeit in der Phase eines Prämigranten von Duisburg.

        • Hallo JTK,

          welche Erfahrungen hast Du mit der anderen sog. Volkspartei SPD Duisburg bei Deinen Annährungen für ein besseres Duisburg?

          Öffnet sich die Parteihochburg für den Bürger und Innovation? Gibt es Hoffnung? Am liebsten wäre mir die Mehrzahl: „Hoffnungen für Duisburg!“

          Ober bleibt alles wie „Tiger and Turtle“? Duisburg 3D, Duisburg Drunter und Drüber.
          Du oder ich machen einen auf Tiger; und die Politik Duisburg und Stadtverwaltung einen auf Turtle?

          Pfiati, ich möchte mich frühzeitig interregional integrieren!

        • Duisburg. Das kemmer voll escht jut. Ich bin der WALDI WEST. Hier war ich daheim. Ich mach den Migger.

          Hier war´s einmal schön. Bald schöner woanders!

    • > lese gerade auf DerWesten …

      Ich lese auch – DIE ZEIT Nr. 48 heute

      Zwei Seiten über die Schulden im Ruhrgebiet besonders am Beispiel Essen. Einer Stadt im Regierungsbezirk Münster hat die Bank einen neuen Kassenkredit verweigert.

      Ein Kassenkredit der Städte ist bei uns wie ein Dispo-Kredit für Otto echt voll normal von Typ ‚Hafen Wasser Stahl‘ (Kulturdezernent Karl Janssen / CDU Duisburg).

      Jetzt hätten die Stadtkämmerer im Ruhrgebiet echt vollproll die Manschetten, meint DIE ZEIT. International Kundige meinen zu den Schulden des Reviers: „Das sind alles Peanuts im Vergleich zu Griechenland und den USA!“, so die ZEIT vor ein paar Wochen.

      Und noch einmal die vorletzte ZEIT und ein Tipp für Xtranews: Selbst in Russland kann im Internet (auf staatlichen Newsgroups) voll abgemeckert werden. Nur wenn´s zu deftig und konkret wird, wird die Plattform geschlossen.

      Ähh boar Mann. In Homberg wurden 2005 zwei URLs gekappt. Die Nachrichtengruppe des Homberger Bürgernetzwerks HBN (800 bis 3000 Zugriffe täglich) und das Stadtteil-Blogging http://homberg.blog(dot)de (30.000 im Monat) wurden durch ‚Fremdeinwirkung‘ abgeschaltet.

      Viel Spaß für Xtranews, Eure http://jabobswege.wordpress.com

      P.S. Der Reviergeist wurde von den historischen Monopolen Montanindustrie, Parteihochburg und WAZ- (WDR-Mediengigant geprägt. Ein Festhalten daran bewährt sich nicht. Das Revier geht unter und so die WAZ-Zeitungsauflage. Die Redakteure haben nichts, aber gar nichts gelernt – zu tief sind die alten Verstrickungen.

      In Duisburg wurde der Begriff Prämigrant eingeführt. Etwa 100.000 Einwohner überlegen aktuell, ob sie die Stadt Duisburg in den nächsten fünf Jahren besser verlassen sollen. Knapp 20.000 entscheiden sich jedes Jahr: FORTZUG.

      Für die Zurückgebliebenen: Immer mehr Hafen Wasser Stahl – und keine Zukunft.

      • haesenground #17 Do, 24 Nov 2011 at 19:39:48 -

        Vom den schlimmen Verlusten bei der Zeitungsauflage von der NRZ und WAZ Duisburg habe ich auch schon gelesen. Ich glaub, das spiegelt sich eine allgemeine Entwicklung von Duisburg wieder.

        In der Wirtschaft sind die Vulture Funds (Geier Fonds) bekannt. Was noch übrig ist, wir ausgewaidet. In unserer Stadt Duisburg gibt es keine Solidarität mehr. Es kommen immer mehr Menschen, um einfach mitzunehmen, was es noch gibt.

        Sie sitzen zu 25 Leuten aus Südost-Europa in einer Hochfelder Wohnung (bis die Mülltonnen platzen) oder einzeln im Chefbüro des Redaktionsleiters NRZ Duisburg: Mitnahme-Mentalität, solange es noch etwas gibt. Der Wasserkopf der Stadtverwaltung Duisburg nicht ausgenommen.

        … werden die antworten: „Ähh nee!“ – und deshalb tschüß Duisburg. Ich hau ab! Es gibt genug, die mir folgen – so oder so.

        Wer sich mal bei der persönlichen Referentin des Stadtdirektors Duisburg beschweren will, kann die Durchwahl (0203) 2acht3-5null93 anrufen. Die Susanne ist dann sehr freundlich und sagt: „Ein Mitarbeiter wird Sie zurückrufen!“ Heimtücke brutal: Eine voll normale Lüge der Systemfuzzies in der Stadtverwaltung Duisburg. Man wartet vergeblich!
        Aber ich find, die Susanne trotzdem total sexy. Geschmack hat der Stadtdirektor, alle Achtung.

  4. JTK kämpft sicherlich mutig. Er hat sich JEDOCH nicht mit den Widerständen befasst, was zu jeder Planung der Bürgerbetieligung gehört. Dafür gibt es mittlerweile handfeste Empfehlungen. JTK kennt sie nicht. JTK ist unorganisiert. Darüber freut sich die Stadtverwaltung und Duisburger Politik. In zwei Jahren schau ich mal wieder vorbei und gucke.

  5. Das Meckern von JTK stört keinen. Wenn er konkreter wird, wird er von Stadtbeamten auf ein oder ein paar Bier eingeladen: UMSONST.

    Dann erfährt er, dass das Rechtsamt einige gewisse Äußerungen rechtlich prüft und ein Verfahren gegen ihn vorbereitet wird.

    Ähh, stimmt nicht! – Ähh wohl doch!

    Als eMail-Adresse habe ich kinglion@msv.de angegeben, damit JTK nicht misstrauig wird.

    • g&g - progress out Di, 22 Nov 2011 at 20:10:34 -

      Also, msv find ich auch gut! Eine Nachricht aus dem Email-Trafic des Stadtteils Homberg:

      Hallo Freunde von Homberg, der Stadt im Grünen,

      die RP-Mitarbeiterin Zina Zehrfeld (einst Rheinhausen) ist Redakteurin in Emmerich geworden.
      Dort beträgt die RP-Druckauflage 5.720 Stück, RP-Duisburg insgesamt 7.937 Druckauflage.
      Vergleich: NRZ/WAZ Duisburg 62.747 (minus 7,7% in den letzten zwei Jahren)

      WAZ und Bild Dortmund (so IVW) verlieren etwa 15 Prozent in der gleichen Zeit.

      Viel Spaß in unserer Heimat, einst Stadt im Grünen
      und liebe Grüße, Euer Stadtteil-Kumpel

      Hilfe, das ist die final vollstreckte Ruhr- und Duisburgisierung! Ein Duisburg MIGGER: „Ich war ein Standortfaktor Duisburg“, und nun Prämigrant Ruhrgebiet auf seiner Stadtflucht.
      Alles Gute für die Stadt Emmerich und RP-Zina Zehrfeld! Die NRW Zukunft: In Duisburg geht alles ein Bisschen schneller – kaputt.

      Migranten Duisburg ist, wenn immer mehr abhauen.

      • Ich bin nur ein Emigrant Mi, 23 Nov 2011 at 20:03:29 -

        Was ist denn g&g – progress out ?
        Fortschritt aus Duisburg: Gucken und Gehen – sich entfortschreiten ?