„Bundesweiter Castor-Aktionstag am Samstag 29.10. – auch in Duisburg“

Duisburg – Am 29.10. findet wieder der bundesweite Castor Aktionstag statt, an dem auf die ungelöste Frage der Atommüllentsorgung in Deutschland hingewiesen werden wird.Ein Endlager ist nicht in Sicht, trotzdem sollen im November wieder Castoren nach Gorleben rollen, obwohl die Strahlen-Grenzwerte am Zwischenlager in Gorleben bereits überschritten sind.
Ab Anfang 2012 sollen 152 Castoren mit hochradiaktivem Müll (ca 300.000 Brennelement-Kugeln aus dem 1988 stillgelegten Jülicher AVR-Forschungsreaktor ) per LKW vom Forschungszentrum Jülich ins Atommülllager Ahaus gebracht werden.Betroffen sind insbesondere die Menschen entlang der Transportrouten – und hierzu gehört auch Duisburg, denn alternative Autobahnverbindungen führen unweigerlich auch über das Duisburger Stadtgebiet.

Duisburg ist in vielerlei Hinsicht direkt von den Castortransporten und der ungelösten Atommüllentsorgung betroffen, hierauf will der BUND Duisburg

am 29.10. beim bundesweiten Castor-Aktionstag
in der Zeit von 11:00 – 17:00
auf der Königsstraße (in der Nähe des Forums)

mit einem Informationsstand aufmerksam machen.

Kerstin Ciesla, Vorsitzende des BUND Duisburg: „Durch den Steag-Anteilskauf des Stadtwerke-Konsortiums ist nun auch die Stadtwerke Duisburg Anteilseigner des Zwischenlagers in Ahaus, die Konditionierungsanlage für schwach und mittelradiaktive Materialen in Duisburg Wanheim der Gesellschaft für Nuklear Systeme (GNS) ist auch weiterhin in unmittelbarer Nähe des Wohngebietes in Betrieb und führt zu regelmäßigen LKW-Transporten von mittel und schwach radiaktiven Materialen von Duisburg nach Ahaus und nun werden ab nächstem Jahr auch Castoren mit hochradiaktiven Materialen über das Duisburger Stadtgebiet von Jülich nach Ahaus transportiert werden“.

Welchen Sinn die Castor-Transporte über das Duisburger Stadtgebiet haben ?

Diese Frage stellt sich auch der BUND Duisburg. Kerstin Ciesla führt aus: “Sowohl in Jülich als auch in Ahaus gibt es Außen-Lagerhallen der gleichen Bauweise, lediglich die Genehmigung für Jülich läuft Mitte 2013 aus, also transportiert man die gefährliche Fracht quer durch NRW. In Ahaus gibt es aber weder das Know-how noch die Genehmigung für eine Neuverpackung die aufgrund von Materialermüdung in einigen Jahren notwendig werden könnte – wird dann die gefährliche Fracht wieder transportiert werden?“

Der BUND Duisburg fordert mit vielen Anti-Atom-Organisationen in NRW die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen und lehnt die absolut gefährlichen Atomtransporte generell ab. Duisburger und Duisburgerinnen die sich gegen ein Endlager im maroden Gorlebener Salzstock und gegen Castor und Urantransporte quer durch NRW, Deutschland und Europa querstellen wollen, sind herzlich eingeladen sich zu informieren und gemeinsam ein Anti-Atom-Bündnis in Duisburg zu gründen.

Der BUND Duisburg stellt dar: „Atommüll durch die Gegend zu karren, löst kein Entsorgungsproblem, sondern schafft nur neue Gefahren. So lange nicht alle Atomanlagen stillgelegt sind und nicht aufgehört wird Jahrtausende strahlenden Müll zu produzieren, werden wir nicht aufhören zu protestieren.“

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