E.ON auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit?

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Natürlich kann man Teyssen, den Chef des (Atom-)Stromkonzern E.ON irgendwo verstehen: Als Lenker und Leiter eines Aktienunternehmens ist er den nicht nur den Stakeholdern sondern eben auch den Shareholdern gegenüber verpflichtet.

Und gerade die Shareholder dürften angesichts des Kursverlaufes dieses Jahres „not amused“ sein.


(Quelle: http://www.finanzen.net/aktien/E.ON-Aktie)

Statt aber den Atomausstieg als Chance zu nutzen das Unternehmen wirklich fit für die Zukunft zu machen, setzt man zum einen weiter auf Atomkraft. Und zum anderen versucht man weiter mit allen Mitteln, die eigenen „Verluste“ vom Steuerzahler kompensieren zu lassen.

So kann man dann heute morgen auf derwesten.de lesen:

Der Energiekonzern Eon fordert im Streit mit der Bundesregierung um den Atomausstieg eine Entschädigung in Milliardenhöhe.

Und auch Steuern will man nicht bezahlen, wo kämen wir denn da hin:

Auch gegen die Anfang dieses Jahres eingeführte Brennelementesteuer geht der Konzern gerichtlich vor. „Ich bin zuversichtlich, dass wir die Steuer mit einigen Prozent Zinsen zurückbekommen“, sagte Teyssen.

Wie ich eingangs schrieb, kann man Teyssen vielleicht sogar verstehen – der Mann bangt wie viele andere auch schlicht um seinen Arbeitsplatz. Ob es allerdings der Marke E.ON gut tut, darf in Frage gestellt werden. Und ob langfristige Anteilseigner noch lange Verständnis für das weiterreiten eines toten Pferdes haben werden, wird man sehen.

Insgesamt erweist Teyseen E.ON also wenn überhaupt einen kurfristigen Gefallen. Langfristig dürften seine Forderungen eher ein Bärendienst für das Unternehmen sein.

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