Duisburger DGB appelliert an Bund: Hafenanteile nicht verkaufen

Duisburg – Vor längerer Zeit hat die Bundesregierung angekündigt, ihre Hafenanteile an der Duisburger Hafengesellschaft AG Logport verkaufen zu wollen. Je ein Drittel gehört dem Bund, dem Land NRW und der Kommune. Seit sich zuletzt der Bundesverkehrsminister Ramsauer (CSU) gegen die Pläne des CDU-Bundesfinanzministers Schäuble ausgesprochen hat, ist es in der öffentlichen Diskussion sehr ruhig geworden. Das Finanzministerium plant so wohl weiterhin den Verkauf. In einer aktuellen Gesprächsrunde mit den lokal zuständigen Fachgewerkschaften haben sich die Beteiligten klar dafür ausgesprochen, dass der Bund seine Drittel-Beteiligung an Logport behalten müsse.

„In diesem großen, für unsere Stadt äußerst bedeutsamen Betrieb ist es wichtig, die Steuerung in öffentlicher Hand zu behalten“, so der Vorsitzende des hiesigen Deutschen Gwerkschaftbundes, Rainer Bischoff. „Diese äußerst wichtige Verknüpfung von Schiene, Straße und Wasserstraße wird weiter wachsen. Kapazitäten werden ausgebaut. Hier haben wir Industriepolitik, den Dienstleistungs- und den Verkehrssektor zusammen, die betroffen sind und ausgestaltet werden müssen. Bund, Land und Kommune müssen unbedingt das Heft in der Hand behalten. Dazu kommt ein weiteres, bedeutendes Argument: Die Umsätze und Gewinne von Logport sind stetig gewachsen. Da wäre es auch wirtschaftlich unsinnig, jetzt zu verkaufen und auf steigende Dividenden zu verzichten. Allein für das letzte Geschäftsjahr wurden 4,5 Mio Euro an die Aktionäre ausgeschüttet.“

Der DGB Niederrhein appelliert ausdrücklich an alle Beteiligten, hier nicht das Tafelsilber zu verkaufen und so auf wichtige Einflussmöglichkeiten und auch Dividendenzahlungen zu verzichten. Sondern langfristig und weitsichtig zu planen und somit die Drittel-Beteiligung zu halten.

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