Einen Punkt gerettet – MSV Duisburg erzielt ein 1:1 gegen Union Berlin

Am gestrigen 8. Spieltag gastierte Union Berlin an der Wedau. Der MSV Duisburg musste sich in der letzten Saison zweimal gegen die Eisernen geschlagen geben. Am heutigen Tag sollte alles anders aussehen. Milan Sasic betonte am Donnerstag in der Pressekonferenz vor dem Spiel, das er mit dem Team durchstarten will. Doch es war ein holpriger Start mit einigen Fehlzündungen. Der MSV Duisburg lag bereits in der 5. Spielminute durch den Berliner Mosquera 0:1 zurück.

Der MSV Duisburg wirkte traumatisiert, da der weitere Spielverlauf offensichtlich ins Stocken geriet. Nachdem die Zebras aus den letzten beiden Spielen eigentlich hätten vor Selbstbewusstsein strotzen müssen, verfielen sie in der heutigen 1. Halbzeit wieder in alte Muster. Der frühe Rückstand kam mehr als unerwartet. In der 5. Spielminute verwertete Union Berlin gezielt seine Chance zum Führungstreffer. Mosquera stand vollkommen frei und nutze die rechte frei stehende Ecke des Duisburger Tores für sich aus und nezte en. Schlußmann Fromlowitz hatte keine Chance.

Fehlpässe und herbe Ballverluste der Zebras regierten das Spielgeschehen. Die Fans verloren schnell ihre Euphorie und protestierten lautstark gegen das schwache Spiel ihrer Mannschaft. Fans während der 1. Halbzeit folgendes auf Facebook: „Das ist das aller Letzte bis jetzt, was sich der MSV erlaubt. Da dürfte keiner mehr hin gehen.“ Oder man ließ seinem Unmut mit den Worten „Die Leidenschaft zum Kämpfen könnte mal wieder kommen“ freien Lauf. Die anwesenden Fans hingegen signalisierten ihrer Mannschaft ihre Unzufriedenheit mit den Worten: „Wir wollen euch kämpfen sehen“.

In der 24. Spielminute ein kurzes aufbäumen der Duisburger. Emil Jula konnte sich im Strafraum der Berliner durchsetzen. Er setze einen Pass auf Kollege Gjasula, der die Pille halbrechtes in Richtung Tor ansetzt. Fortuna schien einen kurzen Augenblick den Duisburgern hold zu sein, doch das Unfassbare ließ nicht lange auf sich warten. Der Ball trifft den Innenpfosten und zum Entsetzen der Zebras und der MSV-Anhänger prallte der Ball ab und fand seinen Weg zurück ins Feld.

Mit Abpfiff der Halbzeit wurde der Weg in die Kabine der Zebras von den eigenen Fans mit Protest-Pfiffe und Buh-Rufe gepflastert.

In der zweiten Halbzeit fanden die Zebras wie gewohnt besser ins Spiel. Diesmal wendete sich das Blatt, denn die Berliner rechneten offensichtlich nicht einem Wandel. Der Protest aus der 1. Halbzeit der Fans wirkte offensichtlich Wunder. Der MSV Duisburg fand sich schnell ins Spielgeschehen ein. Der Kampfgeist und die Leidenschaft nahm zu. Torchancen in der 62. Spielminute durch Gjasula und Soares in der 72. Spielminute sollten nicht belohnt werden. In der 82. Spielminute sollte das Engagement dann doch entohnt werden. Nachdem Kastrati in einem Zweikampf mit Markus Karl im Strafraum gestreift wurde, entschied Schiedsrichter Osmer auf Elfmeter für den MSV Duisburg. Diesen setzte Jula zum 1:1-Ausgleich ins obere Eck.

Die Zebras setzten alles daran das Spiel noch im letzten Moment für sich entscheiden zu können, doch eine offensichtliche Fehlentscheidung brachte den MSV Duisburg um seinen Sieg. Eine ansehnliche Spielkombination von Wolze, Gjasula und einem letztendlichen Torschuss durch Jula wurde durch den Linienrichter zu Nichte gemacht. Dieser hob die Fahne und entschied auf eine Abseitsstellung. Spätere Spielanalysen dementierten diese Entscheidung.

Abpfiff der Partie. Beide Mannschaften halten jeweils einen Punkt aus dem Spiel. Zu wenig für den MSV Duisburg. Doch genug für Trainer Sasic um seinen Trainerposten für ein weiteres Spiel zu sichern. Nach acht Spielen kaum erkennbare positive Entwicklungen innerhalb der Mannschaft. Mangelndes Selbstvertrauen, fehlende Leidenschaft können die Zebras nur durch ein Erfolgserlebnis aus dem „Loch“ holen. Nun heißt es: Mund abwischen, aufstehen, weiter gehen. Denn auch wer hinfällt kommt ein Stück weiter. Am nächsten Spieltag steht der abstiegsgefährdete VfL Bochum auf dem Plan.

Die Fotostrecke zum Spiel können Sie unter folgenden Link einsehen:

http://xtranews.de/imagedesk/index.php/MSv-Duisburg/union-berlin

Aufstellungen:

MSV Duisburg:

Fromlowitz, Berberovic, Soares, Bajic, Wolze, Sukalo, Pliatsikas, Brosinski (60. Kastrati), Gjasula, Lazok (70. Exslager), Jula

1. FC Union Berlin:

Glinker, Pfertzel, Madouni, Stuff, Kohlmann, Karl, Zoundi (68. Ede), Paresen, Mattuschka, Silvio (25. Terodde), Mosquera (74. Menz)

Tore: 0:1 (5.) Mosquera, 1:1 (82.) Jula

Gelbe Karten: Bajic, Soares – Stuff, Kohlmann

Zuschauer: 11 347

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Pressekonferenz

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