FCR Duisburg angelt sich an der Hafenkante den Sieg

Mit 2:0 (2:0) gewann der FCR 2001 das erste Auswärtsspiel der Saison beim Hamburger SV. Der Sieg vor 764 Zuschauern war ungefährdet und hochverdient – auf Grund der besseren Spielanlage und auf Grund der deutlich zahlreicheren klaren Treffermöglichkeiten. In den schmucken neuen, dunkelblauen Auswärtstrikots begannen die Duisburgerinnen mit zwei Veränderungen in der Startelf: Bresonik für Ando und Weichelt für Silva; taktisch entschied sich FCR-Coach Marco Ketelaer für eine zentrale Achse mit Bresonik (defensiv) und Laudehr (offensiv) sowie Islacker als zweiter Sturmspitze.

Ein frühes Tor hatte sich ‚Kette‘ diesmal nach den vielen, in der Anfangsphase gegen Leipzig vergebenen Chancen von seinen Mädels gewünscht – und sein Wunsch wurde tatsächlich erfüllt: Nicht einmal fünf Minuten waren gespielt, da setzte Simone Laudehr zu einem energischen Alleingang an, umkurvte im rechten Strafraum noch eine Abwehrspielerin und ließ Torfrau Weech mit einem gezielten Schuss keine Chance: 1:0!

Erste Möglichkeit, erstes Tor: Das war wahrlich effektiv und auch im Anschluss bestimmten die Löwinnen das Spiel – die beste Tormöglichkeit hatten nun allerdings die Gastgeberinnen: in der 13. Minute kratzte aber Marina Himmighofen nach einer Ecke den anschließenden HSV-Kopfball gerade noch von der Linie. In dieser Phase gelangen besonders Aferdita Kameraj einige sehenswerte Aktionen, das

FCR-Tor geriet dennoch nur bei einem weiteren Kopfball ein wenig in Gefahr.

Zehn Minuten vor der Pause dann zwei Hochkaräter für die Löwinnen: Erst erreicht Alexandra Popp das Leder mit letztem Einsatz, schnibbelt aber am Tor vorbei, kurz danach fischt Bianca Weech einen Klasse-Freistoß von Linda Bresonik aus 25 Metern noch aus dem Winkel; und auch bei der anschließenden Ecke bietet sich Luisa Wensing eine Kopfball-Möglichkeit.

Offenbar war das wirklich gut geübt; denn in der 45. Minute gelang ‚Lulle‘ dann das erlösende 2:0 nach einer präzisen Eckballflanke von Mandy Islacker. Wäre der Treffer nicht gelungen, hätten sich ‚Alex‘ Popp und Jennifer Oster sicherlich sehr geärgert, weil beide vor der Ecke auch schon hätten treffen können: Erst knallt Popp den Ball unter die Latte, dann ist Weech gegen Oster einmal mehr auf dem Posten.

Im zweiten Durchgang spielen die Löwinnen dann nicht mehr so zwingend nach vorne – verständlicherweise; denn die Führung gerät nicht mehr ernsthaft in Gefahr; die FCR-Möglichkeiten sind aber nun auch Mangelware: Nach 65 Minuten ist ein Popp-Versuch erwähnenswert, der erneut eine sichere Beute für Weech wird.

Gülhiye Cengiz und Jackie Groenen machten in dieser Phase bei ihren Saisondebuts mit einigen Pässen bzw. Schüssen auf sich aufmerksam, Zählbares ist aber trotz klarer Überlegenheit in den letzten 15 Minuten nicht mehr zu vermelden.

Trainer Ketelaer war denn auch nicht ganz mit dem Spiel zufrieden: „Man konnte wieder sehen, dass wir noch zwei, drei Wochen brauchen, um uns zu stabilisieren. Das wurde auch heute im teilweise schleppenden Spielfluss deutlich. Sehr positiv war allerdings, dass wir das gesamte Spiel kontrolliert haben und auch die defensive Abstimmung nach der Anfangsphase gestimmt hat. Am Ende waren wir klar überlegen und hätten noch ein Tor machen müssen.“

Aufstellung FCR:

Bellinghoven; Wensing, Krahn, Neboli, Himmighofen ((72. Silva); Bresonik; Oster (52. Cengiz), Laudehr, Weichelt (58. Groenen); Islacker, Popp

Fotostrecken zum FCR Duisburg 2001 finden sie unter folgenden Link:

http://xtranews.de/imagedesk/index.php/FCR01-Duisburg

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