2. Liga: Löwinnen starten voller Selbstvertrauen in die Zweitliga-Saison

Duisburg – Wir haben jetzt sechs, sieben Wochen harte Arbeit hinter uns und dafür wollen wir uns am Sonntag belohnen“, mit einer gesunden Portion Selbstbewusstsein gehen Trainer Wilfried Tönneßen und die zweite Mannschaft des FCR in den Saisonauftakt (14 Uhr, Mündelheimer Straße). Dabei weiß man natürlich, dass mit Werder Bremen ein Team kommt, „das selbstverständlich Favorit ist, wie generell alle ersten Mannschaften in der 2. Bundesliga“.

‚Töni‘ und Co-Trainerin Sandra Deilmann können ihren Optimismus aber einleuchtend begründen: „Unser Trainingslager in Waldbreitbach mit dem Testspiel gegen die Zweite von Bad Neuenahr hat uns sehr positiv gestimmt; wir haben dort sehr gut gearbeitet und die doch sehr neuformierte Mannschaft ist zu einer Einheit zusammen gewachsen.“ Die erfolgreiche Trainingsarbeit zeigte sich auch im Auftreten und in den Resultaten der Spiele gegen Twente Enschede (2:0) und Neuenahr; das Spiel endete 2:2, „doch wie wir nach einem 0:2-Rückstand in den letzten Minuten noch zulegen und zwei Treffer erzielen konnten, war schon sehr erfreulich.“

Erfreulich auch ein kleines, sympathisches Erlebnis am Rande des Trainingslagers: „Auf einer Radtour nach Linz am Rhein erkannte uns der stellv. Bürgermeister anhand unserer einheitlichen Kleidung – und hat uns darauf hin spontan für eine halbe Stunde ins Rathaus eingeladen.“

Julia Debitzki ist zurück

Solchermaßen ‚aufgewertet‘ gewannen die Löwinnen auch locker das letzte Vorbereitungsspiel gegen den Mittelrheinligisten Spoho Köln mit 4:1; eine zentrale Rolle spielte dabei übrigens Julia Debitzki, erst seit einigen Tagen letzter und durchaus prominenter Neuzugang. Hervorgegangen aus der FCR-Jugend hatte die 20jährige DFB-Auswahlspielerin zuletzt in Neuenahr gekickt und ist nun zu ihren sportlichen Wurzeln zurückgekehrt – auch weil sie in Duisburg eine neue Arbeitsstelle gefunden hat. Das Trainer-Duo ist bereits überzeugt von der Defensivspielerin, die sogar auf der zentralen Mittelfeldposition eingesetzt werden kann: „Sie ist definitiv eine Verstärkung, wir sind froh, dass sie zu uns gekommen ist.“

Kurzum: Die Löwinnen freuen sich auf den Saisonstart gegen die ambitionierten Hanseatinnen – und haben jetzt nur noch einen Wunsch: „Es war schon sehr eindrucksvoll, wie viele Besucher zum Saisonstart am Sonntag zur Ersten gekommen sind; es wäre wunderschön, wenn viele dieser Fans am Sonntag um 14 Uhr auch an der Mündelheimer Straße kommen würden“ – und dann vielleicht einen Sieg bejubeln könnten, der auch für das erklärte Saisonziel hilfreich wäre: „Wir wollen möglichst schnell im gesicherten Mittelfeld landen; dabei verlieren wir natürlich auch nicht unsere andere Aufgabe aus den Augen, die eine oder andere Spielerin an die Erste heranzuführen.“

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