FCR-Urgestein Inka Grings wechselt ins Ausland – „Nr.9 wird nie mehr vergeben“

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Duisburg – Der FCR 2001 Duisburg und seine langjährige Torjägerin und Kapitänin Inka Grings gehen ab sofort getrennte Wege. Das haben Verein und Spielerin heute auf der Pressekonferenz nach dem Bundesligastart bekannt gegeben. Thomas Hückels, der Vorsitzende des FCR 2001 Duisburg, begründet die überraschende Entwicklung: „Wir haben Inkas dringendem Wunsch nach der Auflösung ihres noch ein Jahr gültigen Vertrages zugestimmt, weil wir auch auf diese Weise unsere Wertschätzung für diese hervorragende Sportlerin zum Ausdruck bringen.“

Grings hatte beim Trainingslager auf Borkum den Vereinsvorstand über Anfragen aus dem Ausland und ihren Wechselwunsch informiert. Nach intensiven Beratungen in allen Gremien kam der Vorstand diesem Wunsch nach, wofür sich die Spielerin auf der PK bedankte: „Ich bin den Verantwortlichen des FCR sehr dankbar, dass mir diese Chance gegeben wird, so habe ich die Möglichkeit, doch noch einmal in meiner Karriere im Ausland zu spielen.“ Wohin die 32jährige geht, steht allerdings noch nicht fest, letzte Verhandlungen mit den interessierten Vereinen sind für die nächsten Tage terminiert.

Inka Grings verlässt die Löwinnen mit einer einzigartigen Rekordbilanz, die wohl für die Ewigkeit Bestand haben wird: Seit 1995 spielte die gebürtige Düsseldorferin für den FCR bzw. früher für den FC Rumeln-Kaldenhausen und erzielte in 271 Ligaspielen sagenhafte 353 Tore, genauso beeindruckend die Länderspiel-Statistik: 94 Spiele, 64 Tore! „Ich habe hier viel gelernt und danke allen Verantwortlichen und meinen Mitspielerinnen noch einmal ausdrücklich für Hilfe und Unterstützung. Der Mannschaft wünsche ich viel Erfolg und habe keine Zweifel, dass Annike eine gute Kapitänin sein wird. Eigentlich wollte ich als Rekordnationalspielerin beim FCR meine Karriere beenden, freue mich aber, dass ich jetzt noch einmal international spielen kann.“

Nr.9 wird nie mehr vergeben“

Auch Thomas Hückels hat die unerreichte Bilanz von Inka vor Augen: „Wir haben Inka extrem viel zu verdanken, aber gerade deshalb haben wir schweren Herzens der Vertragsauflösung zugestimmt. Wir wissen natürlich, dass Inka jetzt eine sportliche Lücke hinterlässt, deshalb haben wir beschlossen, dass wir die Nr.9 nie mehr vergeben werden.“

Hückels bedankt sich zudem ausdrücklich beim Hauptsponsor Rheinpower/DVV: „Auch die DVV hat Verständnis für unsere Entscheidung, selbst wenn dadurch dem Konzern Inka als Werbepartnerin verloren geht.“

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