Joachim Löw nominiert Neuling Ilkay Gündogan

Bundestrainer Joachim Löw hat Ilkay Gündogan als einzigen Neuling für das 22-köpfige Aufgebot für das Länderspiel gegen Brasilien am 10. August in Stuttgart nominiert. Zur Berufung des 20 Jahre alten Mittelfeldspielers, der zu Saisonbeginn vom 1. FC Nürnberg zu Borussia Dortmund wechselte, äußert Löw: „Ilkay hat eine gute Entwicklung gemacht und auch aktuell in den Vorbereitungsspielen gute Leistungen gezeigt. Er ist ein technisch begabtes Talent mit hoher Spielintelligenz. Daher ist es eine gute Gelegenheit, ihn zu Beginn der Europameisterschafts-Saison persönlich im Kreise des Teams kennenzulernen.“ Gündogan sagte nach der Bekanntgabe des Aufgebots am Donnerstag: „Ich freue mich riesig, dass der Bundestrainer mir sein Vertrauen schenkt und werde wie in meinem Verein auch in der Nationalmannschaft alles geben. Für mich erfüllt sich mit dieser Berufung ein Traum. Es stand für mich schon seit langem fest, dass ich für die deutsche Nationalmannschaft spielen möchte.“

 

Erstmals seit dem letzten Länderspiel des Jahres 2010 in Göteborg gegen Schweden erhielt auch Cacau wieder eine Einladung für die DFB-Auswahl. Für den gebürtigen Brasilianer, der im ersten Halbjahr 2011 wegen Leistenproblemen vorübergehend in der Bundesliga pausieren und sich nach seinen Einsätzen für den VfB Stuttgart im Kampf um den Klassenerhalt am Saisonende einer Operation unterziehen musste, ist die Nominierung für das Spiel vor heimischer Kulisse in der Mercedes-Benz Arena gegen den fünffachen Weltmeister ein besonderer Höhepunkt. Cacau betont: „Natürlich ist es für mich eine große Freude und ein tolles Erlebnis, dass ich gegen Brasilien im deutschen Nationalmannschafts-Aufgebot stehe. Das wird ein besonderer Tag für mich, zumal wir in Stuttgart spielen. Ich freue mich schon jetzt riesig darauf, die 90 Minuten werden für mich bestimmt ein ganz emotionaler Moment in meiner Karriere werden.“

Wieder im DFB-Aufgebot dabei sind Bastian Schweinsteiger, Jerome Boateng und Sven Bender, die bei den Länderspielen unmittelbar vor der Sommerpause wegen Verletzungen nicht zur Verfügung standen. Darüber hinaus vertraut der Bundestrainer jenen Spielern, die zuletzt gegen Uruguay, Österreich und Aserbeidschan für den Kader nominiert worden waren. Eine Premiere ist die Partie gegen Brasilien für Miro Klose, denn der 109 fache Nationalspieler, der im Sommer von Bayern München zu Lazio Rom wechselte, kommt erstmals aus Italien zum Nationalmannschafts-Treffpunkt angereist.

Nicht nominiert für die Partie gegen Brasilien wurden Sami Khedira und Mesut Özil. Dazu erläutert Löw: „Ich habe mit beiden telefoniert und vereinbart, dass wir diesmal auf sie verzichten. Nach ihrer USA- und China-Reise mit Real Madrid treffen sie erst am Sonntag nach einem 14-stündigen Flug und mehreren Zeitumstellungen in den vergangenen Tagen wieder in Europa ein. Auf Grund dieser Belastungen ist es sinnvoll, sie ihre Saison-Vorbereitung jetzt in Spanien fortsetzen zu lassen und sie erst zu den Länderspielen im September wieder einzuladen“. Ebenfalls nicht zum Aufgebot für das Brasilien-Spiel zählt Per Mertesacker. Dazu sagt der Bundestrainer: „Ich freue mich, dass er bei seinem Comeback nach der Verletzungspause gut gespielt hat. Es wäre aber zu früh, ihn nach einem Einsatz von 55 Minuten für die Begegnung mit Brasilien einzuladen. Im September soll er gegen Österreich und Polen wieder dabei sein.“

Grundsätzlich äußert Löw zum Aufeinandertreffen mit Brasilien zu Beginn der Europameisterschafts-Saison: „Die Brasilianer sind eine der erfolgreichsten Fußball-Nationen der Welt und genießen überall den Ruf, äußerst attraktiv zu spielen. Kein anderes Team hat so eine Ansammlung von überragenden Individualisten in seinen Reihen. Das Aufeinandertreffen mit Brasilien ist daher ein interessanter Test für uns.“

 

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