Grüne Walsum befürchten: Der Anteil der Schwermetalle in der Luft und im Boden wird in Duisburg steigen

Duisburg – Aufgrund der hohen Nickelbelastung der Luft und des Bodens im Duisburger Norden bereiten die Grünen aus Duisburg-Walsum jetzt Anträge und Anfragen vor, die an die verschiedenen verantwortlichen Stellen gerichtet werden. So werden zum Beispiel die Anträge und Anfragen das städtische Umweltamt, das Landesumweltamt und die Bezirksregierung erreichen, wobei die einzelnen politischen Gremien berücksichtigt werden müssen.

Inhaltlich werden unter anderem Fragen nach dem Gefährungspotential der umliegenden Bevölkerung gestellt. Auch werden hier Fragen nach geeigneten Gegenmaßnahmen seitens der verantwortlichen Stellen gestellt. Die Walsumer Grünen erhoffen sich dadurch Klarheit und eindeutige Antworten auf ihre dringendsten Fragen. Damit soll auch eine Transparenz für die betroffene Bevölkerung geschaffen werden. Panikmache gilt nach Angaben der Grünen nicht, aber die Sorge bleibt, zumal, ihrer Meinung nach, unter anderem die Nickelbelastung im Duisburger Norden in den nächsten Jahren weiterhin ansteigen wird.

Als Grund dafür liefern sie das umstrittende neue Kohlekraftwerk in Duisburg-Walsum. Das als hocheffizient angepriesene Kraftwerk Walsum 10 ist ein "Überhitzer", dessen Kesseltemperatur dank moderner Werkstoffe sehr hoch gefahren werden kann. Dafür wurden neue chrom-nickel legierte Kesselstähle verbaut, die eine solche Temperatur zulassen. Nun befürchten die Walsumer Grünen, wenn dieser Werkstoff stark erhitzt wird, dass sich feinste Partikelchen lösen und mit weiteren kritischen Partikel als Feinstaub in die Umgebungsluft geblasen werden. Das führt dann unweigerlich zum Anstieg der Nickelbelastung in Walsum.

Ein weiterer wichtiger Grund für ihre Befürchtungen, dass vor allen Dingen der Anteil der Schwermetalle wie Nickel in Walsum ansteigen wird, ist die Spannweite der eingehausten internationalen Steinkohlen, die im neuen Block 10 verfeuert werden sollen. Eine Untersuchung des Öko-Instituts ergab, dass die Spannweiten von Steinkohlen nationaler Steinkohlen aus Nordrhein-Westfalen in Vergleich zu internationalen Steinkohlen mit einem höheren Anteil von gesundheitsgefährdeten Stoffen versehen ist. Die Schwermetallanteile von Nickel, Cadmium und Blei in Steinkohlen aus China, Indien oder Südafrika sind nach dieser Studie erheblich höher als die nationale Steinkohlen und weisen zudem weitere gesundheitsgefährdende Stoffe wie Phosphor und Chlor auf.

Auch hier erwarten die Grünen in Duisburg-Walsum eine klare Antwort auf ihre Fragen.

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