Darf man S. Kauder (CDU) einen Antidemokraten nennen?

Emblem of the Christian Democratic Union of Ge...

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Manchmal fragt man sich, was eigentlich mit den Politikern los ist. Gerne dabei vorne mit dabei: Die Politiker der CDU. Der Christlich Demokratischen Union.
Aber Politiker, die haben manchmal echt das Zeug einem Angst zu machen. Zum Beispiel, wenn es solche Musterexemplare sind:

„Es ist Mode geworden, die Freiheitsrechte des Bürgers in den Mittelpunkt zu stellen“
(Quelle: ZDF, ab Minute 2:45)

Wohlgemerkt, das sagt nicht irgendwer. Sondern Siegfried Kauder (CDU), Vorsitzender des Rechtsausschusses im Bundestag. Wenn ein Christlich(!) Demokratisch(!) orientierter Politiker, der einem so wichtigen Ausschuss vorsitzt als Mode bezeichnet, was unser höchstes Gut sein sollte: dann wird mir Angst und Bange.

Es offenbart ein Rechtsverständnis und ein Gesellschaftsverstädnis das mich fragen lässt, ob hier nicht automatisch der Verfassungsschutz tätig werden müsste?

Denn die Betonung der Freiheitsrechte als lästige Mode-Erscheinung ab zu tun offenbart m. E. ein fundamental antisoziales und vor allem antidemokratisches Denken, dass eines Regierungspolitikers nicht würdig ist. Das Kauder solche Dinge von sich geben darf und es keinen lauten Aufschrei von anderen Politikern gibt, dass die Deutschen sich das einfach so bieten lassen zeigt, dass wir auf ein ernst zu nehmendes gesellschaftliches Problem zusteuern.

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3 thoughts on “Darf man S. Kauder (CDU) einen Antidemokraten nennen?

  1. man muß

    der vorläufer der cdu – die zentrumspartei – hat hitler installiert

    dann hat adenauer mit nazihorden die cdu aufgebaut

    bis heute gibt es da traditionen

    we wundert da der kauder noch

    cdu entnazifizieren!

  2. Ach Thomas K. !
    Welch komprimiertes Welt. Man kann auch so kürzen, daß eine Lüge daraus entsteht, vor allem weil so viel Wesentliches und Wesentlicheres weggelassen wird.

    Natürlich hat die Zentrumspartei eine Mitschuld an der histor. Nazifizierung Duetschlands, – aber dabei vom „Installieren Hitlers“ zu sprechen ist Geschichtsklitterung, die man Lüge nennen muss; vor allem, wenn man den nicht geringen Anteil der KPD und SPD weglässt.
    Z.B bei der Vernachlässigung des für die NSDAP und DNVP konsttutiven Antisemitismus, den man zudem insbesondere von der KP völkisch und antizionistisch-pro-arabisch anfeuerte . . . – Schon in der vor-1914er SPD gab es die verbreitete Meinung, daß die Antisemiten als „Sozialismus der dummen Jungs“ säen, was die Linke „ernten“ könnten … Unter den Förderern der Judenfeindschaft kann man Marx oder den Anarchisten Bakunin finden, und selbst die Mit-Begründer des neuen („Rasse-„) Antisemitismus waren um 1879 (auch) die führenden Linken Prof. Eugen Dühring und selbst dessen linksradikaler Marken-Gründer, Wilhelm Marr, deren Schüler man später, nachdem Antisemiten zT. eine großmacht-chauvinistische Politik entwickelten, „rechts“ einordnete oder als „Rassisten“ oft erst nach 1945.
    – Auch das ersparte die Auseinandersetzung an Mitschuld und dem eigenen Antisemitismus, der nach 1949, nach Ende der sowjetischen ISRAEL-Unterstützung vor allem „antirassistisch“ – antizionistisch getarnt und aufgeblasen wurde. – Die Folgen kann man heute auch in Duisburg oder unter vielen linken „Antifaschisten“ ganz praktisch sehen,
    – s. zB. mit dem Dierkes-Dauerskandal oder bei der mit Djihadisten gemeinsamen Pro-Hamas-Feindfahrt gen ISRAEL.

    Auch nach dem 30.1.33 versagten oder sabotierten Führende der Arbeiterbewegung den Kampf gegen die Nazidiktatur, stimmten als SPD für die Terror-„Verordnung zum Schutz von Volk und Heimat“ (was wichtiger als das Nein-Stimmen zum Ermächtigungsgesetz war!) oder versuchten in Geheimverhandlungen von SPD-Gewerkschaftern oder in positiven Aklamationen an die „Regierung der nationalen Einheit“ vieler proletarischer Vereine mit 100tausenden Mitgliedern im 3. Reich unterzukommen, statt zu kämpfen, – um nur einige Punkte zu nennen.

    Ich spare mit hierzu, wie zum nach Stalin noch verstärkten, weltweit verbreiteten sowjetischen Antisemitismus oder der DDR-Naziintegration einen historischen Exkurs
    — stattdessen dazu ein paar Quellenangaben, – SCHWARZBUCH DES KGB II , – http://www.nicht-mit-uns.com/nahost-infos/texte/1fishman0705biglie.html , – “Vom Antizionismus zum Antisemitismus” vom Altmeister Leon Poliakov ,
    http://www.rote-ruhr-uni.com/texte/gruppe_magma_kdp_und_antisemitismus.shtml ,
    “Ein Gläschen Yarden-Wein auf den israelischen Golan” vom linken Ex-ISRAEL-Gegner Karl Selent,
    — ROTBUCH: Stalin & die Juden; Die tragische Geschichte des Jüdischen Antifaschistischen Komitees und der sowjetischen Juden“ von Arno Lustiger ,
    — Eva Groepler, „Zertrampelt die Judenkapitalisten!“ In: Konkret, Heft 1, 1991, S. 45. Ausführlicher dazu siehe Knütter, Hans-Hellmuth: Die Juden und die deutsche Linke in der Weimarer Republik“,
    – Haury, Thomas: „Finanzkapital oder Nation“. Zur ideologischen Genese des Antizionismus der SED. In: Benz, Wolfgang (Hg.): Jahrbuch für Antisemitismusforschung 5. Frankfurt/M. – New York 1996, S: 148 ff.,
    – Grigat, Stephan: „Bestien in Menschengestalt“. Antisemitismus und Antizionismus in der österreichischen Linken. In: Weg und Ziel, Nr. 2, 1998 (http://contextXXI.mediaweb.at) ,
    — Brumlik, Micha: Antisemitismus im Frühsozialismus und Anarchismus. In: Brumlik, Micha/ Kiesel, Doron/ Reisch, Linda (Hg.): Der Antisemitismus und die Linke. Frankfurt/M. 1991, S. 7 ff. ,
    — Slánský, Stalin und der linke Antisemitismus“, – http://www.freitag.de/community/blogs/fidelche/slnsk-stalin-und-der-linke-antisemitismus ,
    — Jean Améry, Der ehrbare Antisemitismus. Die Barrikade vereint mit dem Spießer-Stammtisch gegen den Staat der Juden, in: Die Zeit, Nr. 30, 25.7.1969, S. 16. ,
    — Thomas Haury – Antisemitismus von Links – Kommunistische Ideologie, Nationalismus und Antizionismus in der früheren DDR“, . . . ferner Untersuchungen von Mario Keßler, Peter Ullrich, Olaf Kistenmacher, Uwe Holz, – fast alles diesbezüglich selbstkritische Linke, die von den antiwestlich/antiisraelisch Dominierenden, ob militant, parlamentarisch oder als Künstler, durchweg nicht verarbeitet und ignoriert werden .

    – Doch nicht ohne ein paar Worte zur CDU: Diese hatte 1946 bis 1949 ein christlich-anti(monopol-)kapitalistisches Programm einer Art vagen christlichen Sozialismus mit Forderungen wie die Verstaatlichung von Schlüsselindustrien, – dann eins der Sozialen Marktwirtschaft mit Monopolkontrolle . . . . . . .

    • das christentum ist eine jüdische sekte und der nationalsozialismus eine christliche

      da gab es unter anderem auch konkurrenz

      gegen die juden war man sich allerdings einig im zentrum bei der nsdap und in der cdu: von „indem ich mich des juden erwehre vollende ich das werk des herrn (hitler) bis zum „judengeld“ eines roland koch geht dieser rote faden

      ich hatte aber – artikeladäquat – kauders demokratiefeindlichleit aus der ns-cdu-tradition abgeleitet

      und du hast das thema verfehlt

      das ahlener programm war antikapitalistisch

      das hat adenauer mit seinen nazis auch zerstört

      wie man soviel material anschleppen kann wo es gar nicht passt

      als lehrer würde ich dir nachhilfe empfehlen

      als mensch machst du einen schwer gestörten eindruck