Münster: „Man nimmt das Gute aus beiden Kulturen“

Zugewanderte und deutsche Frauen berichteten im Erzählcafé

(SMS) Viele in Deutschland eingewanderte Frauen sehen in der Erfahrung der fremden, anderen Kultur auch Chancen. Sie können die Vor- und Nachteile ihrer eigenen und der neuen Kultur vergleichen und dann selbst entscheiden. „Man nimmt das Gute aus beiden Kulturen und mischt es. Was einem nicht gefällt, lässt man einfach“, berichtet eine Frau aus dem Iran. „Meine Kinder leben in ihrer eigenen Welt und müssen da ihre eigenen Erfahrungen machen. Von mir lernen sie das, was für mich in meiner Kultur wichtig ist.“

Die Iranerin war eine von mehr als 40 Frauen beim „Interkulturellen Erzählcafé“. Der Arbeitskreis Femigration des Projektes „FrauenZeitAlter“ hatte dazu in die Räume des Arbeitskreises International an den Hafenweg eingeladen. Migrantinnen und deutsche Frauen erzählten Geschichten aus ihrem Leben, sie sprachen über ihre Erfahrungen mit Heirat, Erziehung und Religion.

Früher haben fehlende Sprachkenntnisse häufig Kontakte verhindert und Missverständnisse verursacht. Dagegen sprechen heute viele zugewanderte Frauen die deutsche Sprache. Dadurch ist für sie auch die deutsche Kultur verständlicher geworden. Der Nachmittag im Erzählcafé zeigte, dass es großen Bedarf an Austausch und Mitteilung zwischen den Kulturen gibt. Das nächste Erzählcafé ist am 9. Oktober im Internationalen Zentrum Die Brücke. Info: städtisches Frauenbüro, Tel. 4 92-17 01, www.muenster.de/stadt/frauenbuero

 

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