Öffentliche Gedenkfeier ein Jahr nach dem Unglück bei der Loveparade

Duisburg – Genau ein Jahr nach dem Unglück bei der Loveparade, am 24. Juli 2011, wird in Duisburg die zentrale Gedenkfeier stattfinden. Während die Staatskanzlei des Landes NRW den äußeren Rahmen gewährleistet, ist das Landespfarramt für Notfallseelsorge der Evangelischen Kirche im Rheinland für die inhaltliche Gestaltung der Gedenkfeier verantwortlich. Um 15 Uhr werden in der MSV-Arena Duisburg Petra Bosse-Huber, die Vizepräses der Evangelischen Kirche im Rheinland, und Franz Grave, emeritierter Weihbischof im Bistum Essen, die Feier eröffnen.

„Wir möchten mit dieser Gedenkfeier die Angehörigen der Todesopfer, die zahlreichen Verletzten, aber auch die vielen Duisburger Bürger erreichen, die über die Ereignisse nicht hinwegkommen“, erklärt Landespfarrer Dr. Uwe Rieske, der seit einem Jahr mehrere Treffen der Angehörigen und der Verletzten geleitet hat: „Wir orientieren uns bei der Vorbereitung an den Wünschen der Menschen, deren Leben durch das Unglück bleibend beeinträchtigt ist.“ So sollen bei der Gedenkfeier eine der Angehörigen, eine Verletzte des Unglücks, aber auch ein Rettungssanitäter und die Duisburger Unternehmerin Gabriela Grillo an die Ereignisse vor einem Jahr erinnern. Er sei dankbar, sagt Rieske, dass er bei der Vorbereitung mit vielen Duisburger Bürgerinnen und Bürgern sowie Initiativen habe kooperieren können.
Musikalisch wird die Gedenkfeier gestaltet von dem Duisburger Gitarristen Peter Bursch und einer Band, der Gelsenkirchener Sopranistin Richetta Manager, dem Jungen Chor Beckhausen unter der Leitung von Wolfgang Wilger und einem Streichquartett der Duisburger Philharmoniker. Auf Wunsch der Betroffenen wird auch „der Graf“, Sänger der Band „Unheilig“, ein Lied zur Gedenkfeier beitragen.
Bernd Heinrich Graf verzichtet für diesen Auftritt auf eine Gage. Angehörige der Opfer des Loveparade-Unglücks hatten Ministerpräsidentin Hannelore Kraft um die Koordinierung des Gedenkens gebeten.

2 thoughts on “Öffentliche Gedenkfeier ein Jahr nach dem Unglück bei der Loveparade

  1. Ihr schafft das noch aus Duisburg einen Wallfahrtsort zu machen.
    Es reicht anscheinend nicht das sich unsere „Oberen“ wie die Elefanten im Porzellanladen benehmen. Selbst unsere Kirchenvertreter können so viel Public-Relation nicht wiederstehen und vergessen wie sich Trauer wirklich ausdrückt. Bei aller Betroffenheit über die Katastrophe und dem Umgang damit. Das hier sprengt jede Vorstellung. Plastikemotionen und Gefühlskleister. Das tue ich mir bestimmt nicht an.