DGB-Niederrhein: Kein Sozialticket in Sicht

Duisburg  – Der DGB-Niederrhein sieht in den vorgestellten Überlegungen des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr keine Realisierung des dringend benötigten „Sozial“tickets. Es sei zwar zu begrüßen, dass es ein ermäßigtes Ticket für Menschen mit niedrigem Einkommen geben soll, vom „Sozial“ticket sei dies bei einem Preis von 30,00 Euro im Monat aber noch weit entfernt.

„Es kreißte der Berg und gebar eine Maus“, kommentiert DGB-Regionsvorsitzender Rainer Bischoff den Vorschlag. „Eineinhalbjahre haben CDU und Bündnis 90/Die Grünen, die in der VRR-Verbandsversammlung die Mehrheit stellen, vergeblich über die Einführung eines Sozialtickets beraten. Mehrfach hatte Frank Heidenreich, der Duisburger CDU-Vertreter im VRR, den Start eines solchen Tickets angekündigt und wieder und wieder verschoben. Dabei wurde der angekündigte Preis ständig erhöht. Um diese Spirale zu durchbrechen, ist jetzt auf Initiative der SPD-Fraktion wenigstens dieser erste Schritt beschlossen worden. Aber uns kann der Preis von 30,00 Euro nicht zufrieden stellen. Was ist sozial daran, wenn Hartz IV-Empfänger fast 10 % ihres Regelsatzes für Mobilität ausgeben müssen? Unserer Meinung nach ist noch längst nicht alles versucht worden, um eine bessere, soziale Lösung zu erreichen. Wir werden nicht aufgeben für einen sozialen Tarif im öffentlichen Personennahverkehr zu kämpfen.“

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