KFC Uerdingen unterliegt Trabzonspor mit 0:2 – Fans verwandelten Grotenburg zur Festung

Am Sonntagabend empfing der Aufsteiger in die NRW Liga den türkischen Vizemeister Trabzonspor. Für ganz Uerdingen war diese Partie bereits im Vorfeld eine Besondere, da sich Fans sowie Krefelder Bürger an alte internationale Nächte in der Grotenburg erinnerten. Vor allem bei den beiden KFC Kicker Arda Yavuz sowie Musa Celik war die Vorfreudeauf dieses Spiel groß.

Normalerweise geht es Sonntagabend in Krefeld ruhig zu doch die beiden Bahnhöfe Krefeld Hauptbahnhof sowie Uerdingen Bahnhof verwandelten sich zur Partymeile. Beide Fanlager stimmten sich lautstark auf dieses Match ein. Lange Schlangen am Kassenhäuschen war nicht zu verhindern. „Wir haben viel zu tun, doch das macht uns Stolz.“ so eine Kartenverkäuferin zum großen Andrang an der Grotenburg.

Als um 18:15 Uhr beide Teams den Rasen betraten um sich aufzuwärmen bebte die Grotenburg bereits. „Das ist einfach herrlich.“ so Uerdingens Chef Lakis.

Bereits vor der Partie hieß es „Gänsehautstimmung“ als nämlich die KFC Hymne abgespielt wurde und zahlreiche Fans diese Hymne mit „Herzblut“ sangen.

Auf Grund des starken Fanandrang wurde die Partie 5 Minuten später angepfiffen.

Um 19:05 Uhr war es dann soweit nun begann auch der Hauptteil des Fußballfestes nämlich das Spiel zwischen dem NRW-Ligisten KFC Uerdingen und dem Türkischen Vizemeister Trabzsonspor.

Direkt von Beginn an übten beide Teams Druck auf den Gegner aus. Den ersten Schuss auf des Gegners Tor erzielte überraschend der Gastgeber KFC Uerdingen, doch der schwache Torabschluss konnte vom Türkischen Torwart Giray Kacar ohne Probleme abgewehrt werden.

In der 10.Spielminute dann der erste Spielerwechsel beim KFC Uerdingen, ein ganz besonderer, denn es flossen zahlreiche Tränen auf Krefelder Seite. Sven Kegel wurde nach 5 Jahren KFC Uerdingen verabschiedet. Die Fans sangen „KEGEL KEGEL KEGEL, Du bist ein Uerdinger.“ anschließend bekam er einen Blumenstrauß sowie einen Ehrenschal von KFC Präsident Lakis überreicht.

Die Stimmung in der Grotenburg war nicht mehr zu toppen die sonst so lautstarken Uerdinger Fans hatten gegen die Türkischen Anhänger nur wenig Chancen.

Die ersten 29. Spielminuten liefen überraschenderweise auf Augenhöhe. Beide Mannschaften gelangen so gut wie  nichts in des Gegners 16er.

In der 30. Spielminute war es dann soweit; das erste Tor fiel. Der türkische Vizemeister traf zum 0:1 Torschütze für die Gäste war Giray Kacar.

So verließ Uerdingens Keeper „Asti“ Karagiannis das Feld ein wenig unglücklich mit nur einem Ballkontakt und einem Gegentreffer. Für ihn kam in der 30: Spielminute der Ex-Duisburger Tim Weichelt, der fortan das Tor der Uerdinger hütete..

Dieser wurde in der 33. Spielminute dann auch zum ersten Mal ordentlich geprüft. Er wehrte einen platzierten Distanzschuss von Trabzsonspor Stürmer Bsezer Badur ab. „Eine Glanzparade.“ so KFC Trainer Peter Wongrowitz nach der Partie.

Um Punkt 19:51 Pfiff der Schiedsrichter zur Halbzeit. Die Gäste gingen verdient mit einer 1:0 Führung in die Kabine doch der KFC verkaufte sich für seine Verhältnisse „Bundesligareif“ und brachte den türkischen Erstligisten das ein oder andere Mal zur Verzweiflung.

In der Halbzeitpause feierten die türkischen Fans ausgiebig. Sie verwandelten die Grotenburg zur Festung. „Für uns sind solche Spiele hier in Deutschland sehr wichtig, denn wir wissen, dass wir viele Anhänger in dieser tollen Republik haben. So nutzen wir jede Gelegenheit ein Spiel in Deutschland auszutragen.“ so der Fanbeauftragter der Gäste.

In den ersten 20 Minuten der zweiten Halbzeit sahen die Zuschauer an der Grotenburg auch wenige Torchancen dafür aber einige attraktive Zweikampfsituationen. In der 60. Spielminute wechselte KFC Trainer Wongrowitz erneut den Torhüter. Aus dem Spiel ging Tim Weichelt, der Ex-Duisburger machte den besten Eindruck der drei Torleute. Durch seinen guten Auftritt hat er sich ein großes Plus in der Torwartfrage erarbeitet.

Der KFC schaffte es auch in der restlichen Spielzeit sich gegen den türkischen Vizemeister zu behaupten. Sie ließen kaum noch Torchance zu und forderten den türkischen Vizemeister immer wieder.

Doch in der 71.Spielminute brachte dies alles nichts, denn die Gäste aus der Türkei setzten sich erfolgreich gegen Uerdingens Defensivabteilung durch. Paulo Henrique traf aus dem Spiel heraus aus rund 15 Metern zum 0:2 Führungstreffer für die Gäste. KFC Keeper Lenz hatte keine Chance diesen Ball abzuwehren.

Gegen Ende der Partie waren bei beiden Teams ein wenig die Akkus leer. Die Zuschauer sahen nur noch wenige Offensivaktionen. Jedoch blieb die Stimmung in der Krefelder Grotenburg weiterhin beeindruckend.

Um Punkt 20:55 pfiff der Schiedsrichter die Partie ab. Die Gäste aus der Türkei siegten verdient mit 0:2 doch einen erheblichen Klassenunterschied konnte man kaum erkennen.

Fazit: Uerdingen konnte mit diesem Testspiel erkennen, das die Zielsetzung Aufstieg in die Regionalliga realistisch erscheint.

Stimmen zum Spiel:

Sven Kegel:

„Ich bin dem Verein besonders dem Trainerteam dankbar, dass ich heute hier noch einmal vor so einer Kulisse auflaufen durfte, hier beim KFC ist man ja ein großes Fanaufkommen gewohnt doch das hier heute toppt wirklich alles.“ Zu seiner Zukunft äußerte sich Kegel wie folgt: „Ich werde jetzt erst mal beruflich Fuß fassen und mit 30 fühle ich mich noch ein bisschen zu jung um meine Karriere ganz zu beenden.Aus dem Grund werde ich nebenbei noch ein bisschen kicken.“ Auf die Frage, ob er sich vorstellen könnte eine Mannschaft als Trainer zu übernehmen antwortete er „Sicher kann das mal ein Thema sein jetzt allerdings noch nicht.“ Eines weiß Kegel definitiv er wünscht dem KFC viel Erfolg für die kommende Saison „Ich wünsche mir für den KFC den direkten Durchmarsch in die Regionalliga.“

Lakis: „Ich bin stolz das heute so viele Zuschauer gekommen sind. Es war dann doch ein bisschen mehr als wir erwartet hatten.“ zum sportlichen äußerte sich der KFC Chef wie folgt: „Wir haben klar betont das wir in die Regionalliga wollen. Wenn man durch diese einmalige Konstellation, dass drei Mannschaften aufsteigen eine bessere Chance hat, müssen wir diese auch konsequent nutzen.

 

 

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