Uraufführung: Martin Schläpfer choreographiert „Ein Deutsches Requiem“ von Johannes Brahms

Die letzte Premiere der Saison setzt das Ausrufezeichen hinter eine sehr bewegte und erfolgreiche Spielzeit 2010/11 an der Deutschen Oper am Rhein: Mit Martin Schläpfers vierter Uraufführung dieser Spielzeit – seiner Choreographie auf „Ein Deutsches Requiem“ von Johannes Brahms – präsentiert sich ab 1. Juli das gesamte künst­lerische Ensemble: Das Ballett am Rhein, die Solisten Sylvia Hamvasi und Adrian Sâmpetrean (alternie­rend mit Boris Statsenko), der Chor der Deutschen Oper am Rhein und nicht zuletzt die Düsseldorfer Symphoniker unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Axel Kober.

Mit dem Requiem von Johannes Brahms schließt Ballettdirektor Martin Schläpfer an seine Uraufführungen roman­tischer Werke von Franz Schubert („Forellenquintett“) und Robert Schumann („Robert Schumann Tänze“) an. Zugleich hat er sich für ein ungemein herausforderndes musikalisches Werk entschieden. Mitten im Sommer überrascht er mit einer Totenmesse – einem Stück über die großen Themen Vergänglichkeit und Tod, Trauer, Trost und Zuversicht. „Das Requiem ist ein sehr hoffnungsvolles Werk, erklärt der Chefchoreo­graph. „Es geht nicht um den Stillstand im Tod, sondern immer um das Gegenüber – das Ich, das Du – den realen Menschen.“ In Brahms‘ mutiger und fast rebellischer Zusammenstellung der Bibeltexte aus dem Alten und Neuen Testament sieht er viele Aspekte des Loslassens und ist sich sicher: „Im Brahms hat es wirklich Platz für die ganze Ambivalenz des modernen Menschen.“

Gemeinsam mit GMD Axel Kober lotet er „die Kipplage zwischen Schwere und Leichtigkeit“ in dem monumen­talen Chor- und Orchesterwerk aus. Auf der Bühne und im Orchestergraben rund 150 Künstlerinnen und Künstler: 41 Tänzerinnen und Tänzer, Solisten, der Opernchor und die Düsseldorfer Symphoniker stellen eindrucksvoll die künstlerische Kraft der Deutschen Oper am Rhein unter Beweis. Das „Spiel von Licht und Schatten, der Dialog zwischen Gott und Mensch“, die die Komposition ebenso wie Schläpfers Choreographie bestimmen, korrespon­die­ren mit dem Bühnenbild von Florian Etti und den Kostümen von Catherine Voeffray.

Aufführungen im Opernhaus Düsseldorf: Do 7.7. – 19.30 Uhr /

Di 12.7. – 19.30 Uhr / So 17.7. – 15.00 Uhr / Di 19.7. ­– 19.30 Uhr / Do 21.7. – 19.30 Uhr / So 24.7. – 18.30 Uhr

Tickets und Informationen: Opernshops Düsseldorf und Duisburg, Tel. 0211.89 25 211, www.ballettamrhein.de

 

Weitere Informationen: http://www.operamrhein.de/de_DE/events/detail/7285180/calendar

 

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