Abschied aus Ruinen – Rot Weiss Essen startet in die Spielzeit 2011/2012

Am Freitagnachmittag startete Rot Weiss Essen in die neue Spielzeit 2011/2012. Dauerkarten-Verkauf, Freibier sowie die erste öffentliche Trainingseinheit der Saison rundeten das Programm ab. Zum ersten mal nach dem Insolvenzverfahren gingen die Einnahmen für Merchandising-Artikel sowie Speisen wieder in die eigene Vereinskasse.

Allein der Dauerkartenverkauf sorgte für eine 30 Meter lange Schlange vor der Geschäftsstelle. „Das ist schon Wahnsinn was hier abgeht“, kommentierte Geburtstagskind und RWE Mannschaftsbetreuer Marcel Müller dieses Schauspiel rund eine Stunde vor dem ersten offiziellen Training der Spielzeit 2011/2012.

Um Punkt 16:58 war es dann soweit. Mit dem bekannten „Adiole“ (RWE Torhymne) begleitet, betrat die Mannschaft zum ersten mal in der neuen Spielzeit den Rasen des Georg-Melches Stadion Essen. „Abschied von Ruinen“ heißt übrigens das Saisonmotto der neuen Spielzeit, denn wenn die Bauarbeiten am neuen Stadion ohne Einschränkungen verlaufen, wird RWE zur kommenden Saison in die neue Arena ziehen.

Nach einer kurzen Ansprache von RWE-Boss Dr. Michael Welling: „Das ist unsere Saison und ich hoffe, das wir gemeinsam viel Spaß haben werden“,  startete Waldemar Wrobel mit seiner Trainingseinheit, an der Co-Trainer Michael Dier nicht hat teilnehmen können, da er mit einem grippalen Effekt zu Hause das Bett hütet.

Die Trainingseinheit begann mit einem lockeren Warm-Up. Bereits während der konditionelle Teil der Einheit stattfand, war Coach Wrobel bereits impulsiv am Geschehen beteiligt. „Lauf schneller“ oder „Ab, 15 Sit-Ups„ , mussten sich die Kicker anhören.

Darauf folgten Passspielübungen auf höherem Niveau. Die beiden Neuzugänge Kevin Grund, sowie Markus Heppke freuten sich sichtlich auf diese Übungen und meisterten diese Trainingsinhalte ohne großen Probleme. „Die Jungs können schließlich alle Kicken“, so Kapitän Timo Brauer. Vorbildlich war auch der Einsatz von Trainer Wrobel, denn er fieberte mit, als würde er selber um Ballbesitz kämpfen würde.

Zum Abschluss der ersten offiziellen Trainingseinheit fand traditionell ein Abschlussspiel statt, welches nach Meinungen einiger Fans auf sehr hohem Niveau stattfand. „Mit den Jungs kommen wir weit“, so ein optimistischer  RWE-Anhänger über seine ersten Eindrücke der neuen Truppe.

Gegen Ende der Trainingseinheit wurden die Spieler vereinzelnd dem Publikum vorgestellt.

Anzumerken sei, dass die Trainingseinheit knapp zwei Stunden andauerte.

Fazit: Bei RWE wird bereits in der Vorbereitung viel Wert auf die konditionellen Stärken gelegt. Die Mannschaft wird in den kommenden Wochen die Trainingsinhalte bei anstehenden Testspielen in die Praxis umsetzten.

 

 

Stimmen der Kicker:

Dirk Jasmund:

Auf die Frage nach den ersten Trainingseinheiten antwortete er mit einem Schmunzeln „Hart aber man wird sich wieder auffangen.“

Zur Frage, was er denn von der neuen Liga erwarte kommunizierte er wie folgt: „Es wird ja keinen Absteiger geben und mal schauen was sich so ergibt. Wichtig ist erst einmal sich im DFB-Pokal gegen Union Berlin gut zu präsentieren.“ Wie er die Stimmung gegen die „Eiseren“ einschätzt schob er direkt hinterher: „Die Stimmung wird sicher genial sein, denn wir haben tolle Fans die immer zu uns stehen.“ Dirk Jasmund verriet auch, dass er eine realistische Chance gegen Union sieht, man will ja jedes Spiel gewinnen, wo es um Punkte geht. Ein privates Beispiel nannte er uns aus Tischtennis-Partien mit seiner Freundin. „Selbst da gebe ich alles.“.

Zuletzt äußerte sich der sympathische Bochumer über seine persönlichen Ziele für die kommende Spielzeit: „Ich möchte gerne so viele spiele wie möglich absolvieren.“

 

Kapitän Timo Brauer im Interview:

xtranews-Redaktion: Hallo Timo, heute die erste Trainingseinheit mit Zuschauern, wie war das Gefühl?

Timo Brauer: „Für uns ist es nicht alltäglich, dass so viele Zuschauern zu unseren Trainingseinheit kommen, doch wir sind ja tolle Zuschauerzahlen aus dem Heimspielen der abgelaufenen Saison gewohnt, allerdings denke ich, dass es für die Neuen Kicker etwas besonderes war.“

xtranews-Redaktion: Welchen Eindruck machen die neuen Mitspieler auf Dich?

Timo Brauer: „Die sind alle menschlich in Ordnung.“

xtranews-Redaktion: Werden euch die Neuzugänge weiterbringen?

Timo Brauer: „Die Jungs können ja alle Fußballspielen, daher passt das schon und ich bin optimistisch, dass wir eine schlagkräftige Mannschaft zusammen kriegen.“

xtranews-Redaktion: Was erwartest Du von der kommenden Regionalligasaison, ihr habt ja sicher aus dem Grunde, dass keiner absteigen wird eine Druckstelle weniger?

Timo Brauer: „Das stimmt natürlich schon, doch ich finde es eigentlich schade, da dort irgendwie ein bisschen die Spannung fehlt. Wir wollen aber definitiv so viele Spiele wie möglich gewinnen, das sind wir den Zuschauern schuldig.“

xtranews-Redaktion: Mit Union Berlin kommt ein attraktiver Gegner im DFB Pokal auf euch zu, was erwartest du von diesem Spiel und wie realistisch ist die Chance eine Runde weiter zu kommen?

Timo Brauer: „Ich sehe auf jeden Fall eine Chance Union zu schlagen, da wir uns in der Vergangenheit im Pokal immer gut präsentiert haben und mit Wuppertal in der letzten Saison auch einen höherklassigen Gegner ausgeschaltet haben. Warum sollte uns dieses nicht gegen Union gelingen?

Rot Weiss Essen Torwart Philipp Kunz im Gespräch:

xtranews-Redaktion: Hallo Philipp, wirst du in der kommenden Spielzeit deinen beiden Torwartkollegen Dennis Lamczyk sowie Moritz Niebuhr den Konkurrenzkampf ansagen?

Philipp Kunz: „Natürlich werde ich dieses tun, doch mein erstes Ziel ist es Gesund zu bleiben und dann werde ich auch auf die beiden Druck ausüben.“

Hinzu fügte er auch deutlich, dass er sich bei Rot Weiss Essen wohlfühlt: „Ich fühle mich bei Rot Weiss Essen richtig wohl, das Umfeld und weitere Details passen einfach.“ Ein weiteres Ziel von ihm heißt in der kommenden Spielzeit sich selbst zu motivieren. „Ich motiviere mich in dem ich die Zuschauerkulissen in Erinnerung habe, das ist Motivation genug, wichtig ist mir das ich ohne Verletzungen durch die Saison komme.“  Auch in Fragen zum DFB-Pokal scheint der Hattinger sich vorbereitet zu haben, zum kommenden Gegner (Union Berlin) äußerte er sich wie folgt „Ich denke mal das Union erst mal eine halbe Stunde brauchen wird um sich in der Ruine zurecht zu finden und in dieser Zeit sollten wir hinten sicher stehen, so haben wir vielleicht auch eine kleine Chance.“

Zu guter Letzt kam die Frage, wie sich Philipp denn mit Albu dem Torwarttrainer der Rot Weissen versteht? „Er ist ein guter Torarttrainer, ich verstehe mich gut mit ihm.“

xtranews-Redaktion: Was lernst du denn von Albu?

Philipp Kunz: „Er achtet sehr auf die Feinheiten, er bringt mich schon weiter und mit ihm als Torarttrainer kann ich mich definitiv weiter entwickeln.“

Weitere Bilder finden Sie in unserer Bildergalerie: http://xtranews.de/imagedesk/index.php/Fu-ball-Regional–und-3-Liga/Trainingsauftakt-bei-Rot-Weiss-Essen

Die Stimmen zum Trainingsauftakt sammelte Dustin Paczulla

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